BRÜSSEL/FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Die Beschäftigung im Euroraum ist im ersten Quartal so stark gestiegen wie seit 2021 nicht mehr, obwohl die Wirtschaft inmitten der aggressiven geldpolitischen Straffung ein leichtes Wachstum verzeichnete, während der Währungsblock seinen ersten Handelsüberschuss seit September 2021 verzeichnete, allerdings aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Importe.
Das vierteljährliche Beschäftigungswachstum verdoppelte sich im ersten Quartal von 0,3 Prozent in der Vorperiode auf 0,6 Prozent, wie eine am Dienstag von Eurostat veröffentlichte Schnellschätzung zeigte.
Die Rate markierte den größten Anstieg seit dem dritten Quartal 2021. Das Beschäftigungswachstum wurde unverändert bei 0,3 Prozent prognostiziert.
Auf Jahresbasis verzeichnete die Beschäftigung ein Wachstum von 1,7 Prozent, nach einem Plus von 1,5 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten mit einer Abschwächung des Wachstums auf 0,4 Prozent gerechnet.
Die Daten bestätigten, dass der Währungsblock von 20 Nationen nur um 0,1 Prozent wuchs, nachdem er sich im vierten Quartal stabilisiert hatte.
Im Jahresvergleich verlangsamte sich das BIP-Wachstum von 1,8 Prozent im vierten Quartal auf 1,3 Prozent. Die Rate entsprach der am 28. April veröffentlichten Schätzung.
In der Frühjahrsprognose, die am Montag veröffentlicht wurde, sagte die Europäische Kommission, dass die Region die Energiekrise überstanden hat und der Arbeitsmarkt trotz des langsameren Wirtschaftswachstums stark geblieben ist.
Die EU-Exekutive hob die Prognose für das BIP-Wachstum des Euroraums für dieses Jahr von 0,9 Prozent auf 1,1 Prozent und für 2024 von 1,5 Prozent auf 1,6 Prozent an.
Ein weiterer offizieller Bericht von Eurostat zeigte, dass die Handelsbilanz zum ersten Mal seit September 2021 wieder positiv wurde. Der Handelsbilanzüberschuss belief sich auf 17,0 Mrd. EUR gegenüber einem Defizit von 0,2 Mrd. EUR im Februar.
Die Exporte gingen im März gegenüber Februar um 0,1 Prozent zurück. Gleichzeitig verzeichneten die Importe einen monatlichen Rückgang von 7,1 Prozent.
Im Vergleich zum März 2022 stiegen die Exporte um 7,5 Prozent, während die Importe im März um 10,0 Prozent zurückgingen. In der Folge drehte die Handelsbilanz ins Positive, der Überschuss stieg deutlich auf 25,6 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum betrug die Handelslücke 20,0 Mrd. EUR.
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