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MÄRKTE USA/Börsen von Optimismus bei Handelsgesprächen gestützt

DJ MÄRKTE USA/Börsen von Optimismus bei Handelsgesprächen gestützt

DOW JONES--Die Hoffnung auf eine Beilegung des Handelskonflikts zwischen den USA und China hat am Dienstag die Wall Street gestützt. Die Gespräche gingen in den zweiten Tag und es gab Signale einer Annäherung. Die Gespräche zu Handelsfragen verliefen "wirklich, wirklich gut", könnten sich aber auf einen dritten Tag ausdehnen, sagte US-Handelsminister Howard Lutnick am Abend in London. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Gespräche am Dienstagabend endeten, aber falls nötig, würden sie am Mittwoch einen dritten Tag fortgesetzt. Mit diesen Schlagzeilen zogen die US-Indizes im späten Verlauf an. Doch ohne greifbare Ergebnisse könne von Euphorie keine Rede sein, hieß es.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 42.867 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite stiegen um 0,5 bzw. 0,6 Prozent. An der Nyse wurden nach vorläufigen Angaben 1.708 (Montag: 1.820) Kursgewinner und 1.080 (954) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 44 (58) Titel. Laut Wall Street Journal soll US-Präsident Donald Trump bereit sein, Beschränkungen auf Chipexporte nach China zu lockern. Im Gegenzug soll China den USA wieder den Zugriff auf dringend benötigte Seltene Erden ermöglichen.

Dollar knapp im Plus - Blicke auf Anleihe-Auktion

Am Rentenmarkt fielen die Renditen am langen Ende des Marktes. Die zehnjähriger US-Staatsanleihen verlor 2 Basispunkte auf 4,47 Prozent. Eine Auktion dreijähriger US-Staatsanleihen im Volumen von 58 Milliarden Dollar sorgte für Erleichterung, bewegte den Sekundärmarkt aber kaum. Die Emission war auf eine solide Nachfrage gestoßen, gleichwohl verlangten Anleger eine etwas höhere Rendite als zuvor. Zuletzt hatte eine schwach verlaufene Auktion 20-jähriger Schuldtitel für Unruhe am Rentenmarkt gesorgt.

Der Dollar legte leicht zu, der Dollar-Index gewann 0,1 Prozent - auch hier war die Erleichterung vom Rentenmarkt spürbar. "Eine schwache Auktion könnte die Geschichte eines schwächeren Dollar wieder aufleben lassen", hatte ING-Analyst Chris Turner vor der Anleihe-Emission gewarnt.

Die Ölpreise drehten nach Erreichen des höchsten Niveaus seit April ins Minus - die Preise ermäßigten sich pro Fass um rund 0,8 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen angesichts der bislang ohne Ergebnisse verlaufenden Verhandlungen zwischen den USA und China. Bei Gold tat sich wenig.

Disney mit Vergleich gesucht

Unter den Einzelwerten stieg der Disney-Kurs um 2,7 Prozent. Der Medienkonzern hatte einen langwierigen Streit mit der Comcast-Sparte NBCUniversal über den fairen Wert von Hulu beigelegt. Der Wert von Hulu liegt deutlich unter dem, was NBCUniversal im Schiedsverfahren gefordert hatte, aber etwas über dem, was Disney als Wert angesetzt hatte.

Apple erholten sich um 0,6 Prozent von den Vortagesabgaben. Die Entwicklerkonferenz des Technologiegiganten zeige, dass der Konzern im Rennen um die KI weiter hinter seine Konkurrenten zurückzufallen drohe, urteilte Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Eine ähnlich kritische Sicht auf die KI-Neuerungen hatte den Kurs am Vortag belastet.

International Business Machines (IBM) plant den ersten großen Quantencomputer. Er soll noch vor Ende des Jahrzehnts im IBM-Datenzentrum entstehen. Er soll die 20.000-fache Rechenleistung eines aktuellen Quantencomputers besitzen. Der Kurs gewann 1,6 Prozent.

McDonald's verloren nach einem weiteren negativen Analystenkommentar 1,4 Prozent - Redburn Atlantic hatte die Aktie des Schnellrestaurantbetreibers auf "Verkaufen" abgestuft. Uber Technologies (-0,8%) will zusammen mit Wayve Technologies in London den Einsatz vollständig autonomer Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen erproben. J.M. Smucker brachen um 15,6 Prozent ein, nachdem der Lebensmittelkonzern mit einem schwachen Ausblick verschreckt hatte. Casey's General Stores schossen nach positiven Viertquartalszahlen um 11,6 Prozent nach oben.

Insmed haussierten um 28,7 Prozent nach erfolgversprechenden Studienergebnissen. Calavo Growers stürzten nach enttäuschenden Zweitquartalszahlen um 16,3 Prozent ab.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA           42.866,87    +0,2%   105,11    +0,5% 
S&P-500          6.038,81    +0,5%    32,93    +2,0% 
NASDAQ Comp       19.714,99    +0,6%   123,75    +1,5% 
NASDAQ 100        21.941,92    +0,7%   144,05    +3,7% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Fr, 17:04  % YTD 
EUR/USD           1,1427    +0,0%   1,1422   1,1390 +10,4% 
EUR/JPY           165,60    +0,3%   165,11   165,04  +1,4% 
EUR/CHF           0,9403    +0,2%   0,9384   0,9380  +0,4% 
EUR/GBP           0,8463    +0,4%   0,8429   0,8420  +1,9% 
USD/JPY           144,92    +0,2%   144,56   144,90  -8,1% 
GBP/USD           1,3502    -0,3%   1,3550   1,3529  +8,2% 
USD/CNY           7,1789    +0,0%   7,1764   7,1854  -0,5% 
USD/CNH           7,1890    +0,1%   7,1828   7,1926  -2,0% 
AUS/USD           0,6524    +0,1%   0,6516   0,6486  +5,3% 
Bitcoin/USD       109.477,35    -0,5% 109.990,20 104.948,90 +17,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,77    65,37    -0,9%    -0,60  -9,1% 
Brent/ICE          66,64    67,13    -0,7%    -0,49 -10,3% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold            3327,36   3328,10    -0,0%    -0,74 +26,8% 
Silber            31,99    32,17    -0,6%    -0,18 +15,2% 
Platin           1067,97   1071,41    -0,3%    -3,44 +22,4% 
Kupfer            4,90    4,93    -0,4%    -0,02 +20,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cbr

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2025 16:11 ET (20:11 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
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