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MÄRKTE USA/Wall Street legt nach Rekordjagd Verschnaufpause ein

DJ MÄRKTE USA/Wall Street legt nach Rekordjagd Verschnaufpause ein

DOW JONES--Die Rekordjagd an der Wall Street hat zur Wochenmitte eine Pause eingelegt. Dow-Jones-Index und S&P-500 erreichten zwar im frühen Handel neue Allzeithochs, doch kamen die Kurse bald wieder zurück. Der Dow schloss 0,9 Prozent niedriger bei 48.996 Punkten, belastet von deutlichen Abgaben bei Caterpillar und Nike. Der S&P-500 fiel um 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite gewann 0,2 Prozent. Den 1.011 (Dienstag: 1.787) Kursgewinnern an der Nyse standen 1.750 (971) -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 55 (77) Titel aus dem Handel.

Der Fokus richte sich zunehmend auf die anstehenden US-Konjunkturdaten, die mit den US-Arbeitsmarktdaten für Dezember am Freitag ihren Höhepunkt finden. Die Daten könnten Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern, so Marktteilnehmer.

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Dezember ungefähr im erwarteten Rahmen gestiegen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden 41.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 48.000 Jobs vorausgesagt. Für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag wird erwartet, dass 73.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft dazugekommen sind. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,5 (November: 4,6) Prozent gesehen.

Derweil war die Zahl der offenen Stellen im November niedriger als erwartet. Der ISM-Index für den Servicesektor stieg dagegen wider Erwarten im Dezember. Der Auftragseingang der Industrie wiederum ging im Oktober etwas stärker zurück als angenommen.

Die Entwicklungen rund um Venezuela bewegten weiter nicht. "Es gibt weiterhin wenig Anzeichen für eine Eskalation der Spannungen", sagte Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Die Pläne der Trump-Administration in Bezug auf Grönland könnten zwar die etablierte globale Ordnung durcheinanderbringen, hätten die Märkte allerdings auch nicht erschüttert. US-Außenminister Marco Rubio spielte die Bedrohung durch eine militärische Aktion herunter und teilte mit, dass das Ziel des Weißen Hauses darin bestehe, die Insel von Dänemark zu kaufen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind.

Rüstungsaktien gerieten unter Druck, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verbieten. Diese und übertrieben hohe Vergütungen für das Management verhindern seiner Meinung nach Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung. Lockheed Martin verloren daraufhin 4,8 Prozent und Northrop Grumman 5,6 Prozent.

Derweil bahnt sich im Pharmasektor möglicherweise eine Übernahme an. Abbvie (+4,2%) befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf des auf Krebstherapien spezialisierten Biotech-Unternehmens Revolution Medicines (+28,6%), berichtete das Wall Street Journal. Revolution ist an der Börse aktuell etwa 16 Milliarden Dollar wert; Abbvie könnte der Zeitung zufolge 20 Milliarden Dollar oder mehr für das Unternehmen zahlen.

Die Chevron-Aktie schloss 0,9 Prozent niedriger. Die Financial Times hatte berichtet, dass Chevron und die Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital Group planen, ein Gebot für die internationalen Vermögenswerte der russischen Lukoil abzugeben. Dagegen ging es für die Bergbauwerte Newmont und Freeport-McMoran um je 1,1 Prozent nach unten. Marktteilnehmer verwiesen auf die Abgaben bei Gold und Kupfer nach den jüngst deutlichen Aufschlägen.

Warner Bros. Discovery (+0,3%) hat seinen Aktionären empfohlen, das nachgebesserte feindliche Übernahmeangebot von Paramount (-1,0%) abzulehnen - mit der Begründung, dass der bestehende Deal mit Netflix (+0,1%) "stärker" sei. In einem Brief an die Aktionäre erklärte Warner, die Offerte von Paramount sei nicht besser oder auch nur vergleichbar mit dem 72-Milliarden-Dollar-Gebot von Netflix für seine Film- und Fernsehstudios und den Streamingdienst HBO Max.

Gewinnmitnahmen belasteten den Goldpreis nach der jüngsten Rally. Der Preis für die Feinunze fiel um 0,9 Prozent auf 4.453 Dollar. Der Silberpreis reduzierte sich um 3,9 Prozent.

Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Gewinnen gut behauptet. Dem Dollar droht ein Kursverlust, falls der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung am Freitag die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklärt, so Derek Halpenny von der MUFG Bank. Trump habe in diesem Fall zwar vermutlich einen Alternativplan zur Verhängung von Zöllen, dieser sei jedoch wahrscheinlich nicht allumfassend, weshalb die Erwartungen an die Zolleinnahmen zurückgeschraubt werden könnten.

Die Ölpreise kamen deutlicher zurück. Die Notierungen für Brent und WTI fielen um bis zu 1,5 Prozent, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, Venezuela werde den USA bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl liefern. Es wird erwartet, dass dieser Schritt das weltweite Überangebot weiter verschärfen wird. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche überraschend gesunken sind, wie Daten der Energy Information Administration zeigten, stützte die Preise nicht.

Die Renditen am US-Anleihemarkt gaben leicht nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel um 4 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Die Blicke seien hier auf die anstehenden Konjunkturdaten und vor allem den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gerichtet, hieß es.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          48.996,08    -0,9%  -466,00   +2,9% 
S&P-500         6.920,93    -0,3%   -23,89   +1,5% 
NASDAQ Comp       23.584,28    +0,2%   37,10   +1,3% 
NASDAQ 100       25.653,90    +0,1%   14,19   +1,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:05  % YTD 
EUR/USD          1,1678    -0,1%   1,1689   1,1692  -0,5% 
EUR/JPY          183,09    +0,0%   183,08   183,15  -0,6% 
EUR/CHF          0,9314    +0,2%   0,9298   0,9297  -0,1% 
EUR/GBP          0,8675    +0,2%   0,8657   0,8659  -0,7% 
USD/JPY          156,79    +0,1%   156,63   156,66  -0,1% 
GBP/USD          1,3462    -0,3%   1,3501   1,3503  +0,2% 
USD/CNY          7,0261    +0,0%   7,0245   7,0278  -0,0% 
USD/CNH          6,9925    +0,2%   6,9808   6,9815  +0,0% 
AUS/USD          0,6720    -0,3%   0,6740   0,6727  +1,0% 
Bitcoin/USD       91.041,90    -2,4% 93.266,50 93.691,30  +5,2% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,27    57,13   -1,5%   -0,86  -0,9% 
Brent/ICE          60,26    60,70   -0,7%   -0,44  -0,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.453,07   4.494,70   -0,9%   -41,64  +4,0% 
Silber           78,16    81,30   -3,9%   -3,14 +14,0% 
Platin          1.971,55   2.097,09   -6,0%  -125,54 +19,6% 
Kupfer            5,81     6,01   -3,4%   -0,20 +41,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 07, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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