DJ Lanxess sieht seit März "leicht positives Momentum"
Von Britta Becks
DOW JONES--Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat auch im ersten Quartal 2026 spürbar unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld gelitten. "Der Jahresstart war schwach, aber seit März sehen wir ein leicht positives Momentum", sagte CEO Matthias Zachert. "Durch den Konflikt im Nahen Osten sind die Lieferketten vieler asiatischer Wettbewerber gestört und Kunden wenden sich wieder stärker europäischen Anbietern wie Lanxess zu. Lieferfähigkeit ist derzeit ein bedeutender Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig haben wir für viele unserer Produkte die Preise erhöht, um die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik weiterzugeben." Im laufenden Quartal erwartet Lanxess gegenüber dem ersten Quartal einen deutlichen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen auf 130 bis 150 Millionen Euro.
In den Monaten Januar bis März sackte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 29,3 Prozent auf 94 Millionen Euro ab, die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 6,8 von 8,3 Prozent. Hier hatte die Konsensschätzung auf 92 Millionen EBITDA bzw 6,7 Prozent Marge gelautet. Unterm Strich häufte sich ein Konzernverlust von 141 Millionen Euro an nach minus 57 Millionen vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 13,9 Prozent auf 1,378 Milliarden Euro.
Analysten hatten im Mittel 1,371 Milliarden Euro Umsatz erwartet.
Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe und der in einigen Geschäften anhaltende Preisdruck aus dem asiatischen Raum hätten zu geringeren Verkaufspreisen geführt, erläuterte das Unternehmen die Entwicklung im abgelaufenen Quartal. Darüber hinaus belasteten Wechselkursentwicklungen und der Portfolioeffekt durch den Verkauf von Urethane Systems zum 1. April des vergangenen Jahres.
Seine Jahresprognose bekräftigte der Kölner MDAX-Konzern. Für 2026 rechnet Lanxess demnach weiterhin mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 450 und 550 Millionen Euro. In der Mitte der Spanne wären das 10 Millionen Euro weniger als 2025.
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May 07, 2026 01:26 ET (05:26 GMT)
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