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MÄRKTE USA/Dow wieder auf Rekordhoch - Workday und Zoom nach Zahlen sehr fest

DJ MÄRKTE USA/Dow wieder auf Rekordhoch - Workday und Zoom nach Zahlen sehr fest

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Auch wenn die Nachrichtenlage eher verworren ist, sorgen am Freitag an den Börsen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs für Kaufwilligkeit. Dazu passend haben sich die Ölpreise beruhigt, das Barrel Brent kostet aktuell rund 103,50 Dollar. Vor diesem Hintergrund sinken am US-Anleihemarkt die Renditen weiter, im Zehnjahresbereich allerdings nur um 1 Basispunkt auf 4,57 Prozent. Zuvor in der Woche hatte sie schon auf einem Mehrjahreshoch von 4,68 Prozent gelegen. Der Handel am Anleihemarkt endet am Berichtstag bereits um 19.00 Uhr MESZ wegen des verlängerten Wochenendes durch den am Montag anstehenden Feiertag "Memorial Day". Der Aktienhandel endet regulär um 22.00 Uhr MESZ, bevor er dann am Montag pausiert. Beim Dollar tut sich wenig, der Euro geht mit 1,1610 Dollar um.

Der Dow-Jones-Index liegt zur Mittagszeit 0,8 Prozent im Plus auf einem neuen Rekordhoch. Der S&P-500 gewinnt 0,5 Prozent, die Nasdaq-Indizes steigen um bis zu 0,8 Prozent.

Konjunkturseitig wurde der Index der Verbraucherstimmung im Mai deutlich unter der Erwartung gemeldet. Er geht im aktuellen Umfeld aber unter. Zumindest im Blick haben die Börsianer die Vereidigung des neuen Notenbankchefs Kevin Warsh im Weißen Haus. Der Kandidat von US-Präsident Donald Trump gilt eher als geldpolitische Taube, anders als sein Vorgänger Jerome Powell, der im Board der US-Notenbank bleibt.

Am Aktienmarkt geht die KI-Rally bei den Chipaktien weiter: AMD, Arm und Intel gewinnen zwischen 1,5 und 4 Prozent. Nvidia geben um weitere 1,2 Prozent nach. Die Aktie hatte am Vortag trotz Rekordzahlen bereits um knapp 2 Prozent nachgegeben, liegt aber nur knapp unter ihrem Rekordhoch.

IBM legen um weitere 2,1 Prozent zu, einen Tag nachdem der Kurs um über 12 Prozent nach oben geschnellt war. IBM hatte am Donnerstag mitgeteilt, eine neue, eigenständige Quantenfabrik namens Anderon zu gründen. In diese wollen IBM und das Handelsministerium jeweils eine Milliarde Dollar investieren.

Starke Erstquartalszahlen hieven die Workday-Aktie um 5,6 Prozent nach oben. Der Einsatz von KI beginne sich auszuzahlen, so die Erklärung des Unternehmens für die gute Geschäftsentwicklung. Auch Zoom Communications hat dank des Einsatzes von KI eine starke Auftaktperiode verbucht und zudem die Ziele angehoben. Für den Kurs geht es um fast 11 Prozent nach oben.

Der Kurs von Take-Two Interactive Software gibt um 4,0 Prozent nach. Der Videospielehersteller meldete zwar einen unerwartet geringen Verlust für das vierte Quartal des Geschäftsjahres, gab jedoch einen schwachen Ausblick für die Buchungen im laufenden Geschäftsjahr ab.

Merck verbessern sich um 5,3 Prozent, nachdem vielversprechende Studienergebnisse für eine experimentelle Kombinationstherapie gegen Krebs durch einen chinesischen Partner veröffentlicht wurden.

Ross Stores hat nach einem Umsatzanstieg im ersten Quartal die Jahresprognose erhöht. Die Aktie des Einzelhändlers verteuert sich um fast 7 Prozent. Imax haussieren um 14,5 Prozent. Der Kinotechnikanbieter prüft laut Wall Street Journal einen Verkauf und hat Unterhaltungsunternehmen als potenzielle Käufer angesprochen.

Estee Lauder legen um gut 9 Prozent zu. Im Handel kommt gut an, dass das Kosmetikunternehmen Verhandlungen über ein Zusammengehen mit dem spanischen Luxusartikelhersteller Puig abgebrochen hat.

Texas Instruments kommen um 5,4 Prozent voran. Seaport Research hat die Aktie des Chipherstellers auf Kaufen hochgestuft.

INDEX       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      50.681,30  +0,8  +395,64    50.285,66 
S&P-500     7.488,68  +0,6   +42,96    7.445,72 
NASDAQ Comp   26.432,29  +0,5  +139,19    26.293,10 
NASDAQ 100   29.578,63  +0,8  +221,36    29.357,27 
 
 
US-Treasuries   Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,13 +0,04    4,14      4,05 
5 Jahre       4,27 +0,01    4,28      4,20 
10 Jahre       4,57 -0,01    4,59      4,53 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:29 
EUR/USD      1,1608  -0,1  -0,0010     1,1618   1,1593 
EUR/JPY      184,78  +0,1   0,1100     184,67  184,5100 
EUR/CHF      0,9106  -0,4  -0,0032     0,9138   0,9146 
EUR/GBP      0,8633  -0,2  -0,0015     0,8648   0,8646 
USD/JPY      159,16  +0,1   0,2000     158,96  159,1400 
GBP/USD      1,3443  +0,1   0,0014     1,3429   1,3406 
USD/CNY      6,7945  -0,1  -0,0080     6,8025   6,8025 
USD/CNH      6,7951  -0,1  -0,0045     6,7996   6,8032 
AUS/USD      0,7134  -0,2  -0,0013     0,7147   0,7136 
Bitcoin/USD   76.798,88  -1,1  -847,45    77.646,33 77.124,77 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      97,04  +0,7    0,69      96,35 
Brent/ICE     103,66  +1,1    1,08     102,58 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.522,66  -0,4   -18,84    4.541,50 
Silber       76,09  -0,8   -0,61      76,70 
Platin      1.929,22  -1,9   -36,69    1.965,91 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mgo

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May 22, 2026 12:45 ET (16:45 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

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