Halle. (ots) -
Das Amtsgericht Halle in Sachsen-Anhalt rollt einen ungewöhnlichen Kriminalfall auf, in dem es um 105 Bombendrohungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht. Die Staatsanwaltschaft Halle hat einen 16-jährigen Jugendlichen wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten" angeklagt, wie die Behörde der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe) bestätigte. "Angeklagt worden sind insgesamt 105 entsprechende Taten, die der Angeschuldigte zwischen Juli und September 2025 begangen haben soll", sagte Staatsanwalt Benedikt Bernzen dem Blatt. Der Jugendliche soll seine Droh-E-Mails "an zahlreiche Schulen und Krankenhäuser" adressiert haben.
Der Prozess findet am Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Laut Gericht ist der Angeklagte in Deutschland geboren. Er habe sich bereits zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert, sagte Gerichtssprecher Karsten Kolbig der Zeitung. Details nannte er nicht. "Im Fall der Verurteilung drohen die bei Jugendlichen üblichen Sanktionen, also Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel oder Jugendstrafe", so Kolbig. Mit einem Urteil sei nicht vor Ende Juni zu rechnen.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jan Schumann
Telefon: 0391 400 66 94 11
jan.schumann@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/47409/6294017
Das Amtsgericht Halle in Sachsen-Anhalt rollt einen ungewöhnlichen Kriminalfall auf, in dem es um 105 Bombendrohungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht. Die Staatsanwaltschaft Halle hat einen 16-jährigen Jugendlichen wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten" angeklagt, wie die Behörde der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe) bestätigte. "Angeklagt worden sind insgesamt 105 entsprechende Taten, die der Angeschuldigte zwischen Juli und September 2025 begangen haben soll", sagte Staatsanwalt Benedikt Bernzen dem Blatt. Der Jugendliche soll seine Droh-E-Mails "an zahlreiche Schulen und Krankenhäuser" adressiert haben.
Der Prozess findet am Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Laut Gericht ist der Angeklagte in Deutschland geboren. Er habe sich bereits zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert, sagte Gerichtssprecher Karsten Kolbig der Zeitung. Details nannte er nicht. "Im Fall der Verurteilung drohen die bei Jugendlichen üblichen Sanktionen, also Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel oder Jugendstrafe", so Kolbig. Mit einem Urteil sei nicht vor Ende Juni zu rechnen.
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