DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Lohndruck im Euroraum nimmt laut EZB-Wage-Tracker ab
Das Bild eines sich verlangsamenden Anstiegs der Löhne im Euroraum bleibt intakt. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnete Wage Tracker zeigt, dass die Gehälter nach aktueller Schätzung ohne Glättung von Sonderzahlungen 2025 um 3,0 (Mai-Veröffentlichung: 3,0) Prozent gestiegen sein dürften, nachdem sie 2024 um 4,8 Prozent zugelegt hatten. Für 2026 werden unverändert 2,6 Prozent Zuwachs erwartet. Die EZB beobachtet die Lohnentwicklung genau, weil sie entscheidend für die nach wie vor hohe Inflation im Dienstleistungssektor ist.
Euroraum-Kerninflation im Mai etwas höher als erwartet
Der Kerninflationsdruck im Euroraum ist im Mai etwas höher gewesen als bisher angenommen. Wie Eurostat in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lagen um 2,6 (April: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In erster Veröffentlichung hatte Eurostat eine Jahresteuerung von 2,5 Prozent gemeldet. Volkswirte hatten eine Bestätigung des in erster Veröffentlichung genannten Werts prognostiziert. Die gesamten Verbraucherpreise stiegen mit Raten von 0,1 und 3,2 (3,0) Prozent, womit die Ergebnisse der ersten Veröffentlichung wie erwartet bestätigt wurden.
Schwedens Zentralbank hält Leitzins stabil - Zinserhöhung wahrscheinlicher
Die schwedische Zentralbank hat ihren Leitzins bei 1,75 Prozent belassen. Sie teilte jedoch mit, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf gestiegen sei. Grund dafür seien die Auswirkungen des Nahost-Konflikts, die die Inflation in die Höhe treiben könnten. Die Entscheidung, den Zinssatz unverändert zu lassen, entsprach den Erwartungen einer Umfrage des Wall Street Journal. Die Währungshüter der Riksbank haben die Zinsen nun bei sechs aufeinanderfolgenden Sitzungen stabil gehalten. Dabei beobachten sie die sinkende Inflation und die stotternde Binnenwirtschaft. Gleichzeitig bleiben sie bereit, schnell zu handeln, falls die Energie- und Kraftstoffpreise die Inflation anheizen oder die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen sollten.
IEA: Ölangebot wird sich nach Golf-Schock stark erholen
Der Schock bei der Ölversorgung am Golf dürfte die weltweite Ölnachfrage stark senken, bevor sich die Ströme durch die Straße von Hormus allmählich normalisieren. Das teilte die Internationale Energieagentur (IEA) mit. Das tägliche Angebot werde sich voraussichtlich bis 2027 um 8 Millionen Barrel erhöhen. Obwohl das Interimsabkommen zwischen den USA und dem Iran, das diese Woche unterzeichnet werden soll, den bedeutendsten Durchbruch in den Verhandlungen seit Kriegsbeginn darstellt, dürfte eine vollständige Wiederherstellung der Ströme durch die lebenswichtige Straße von Hormus nach Angaben der in Paris ansässigen Energieaufsichtsbehörde Monate dauern.
Deutsche zahlen 2025 erstmals überwiegend bargeldlos
Deutsche Verbraucher haben ihre Zahlungen 2025 erstmals überwiegend bargeldlos getätigt. Wie die Bundesbank im Ergebnis einer aktuellen Studie zum Zahlungsverhalten mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 55 Prozent aller erfassten Einkäufe bargeldlos bezahlt. Bei 45 (2023: 51) Prozent der Zahlungen kam demnach Bargeld zum Einsatz und bei 26 Prozent die Debitkarte. Auf Platz drei der am häufigsten eingesetzten Zahlungsmittel folgten mobile Bezahlverfahren wie zum Beispiel das Bezahlen mit dem Smartphone. Mobile Verfahren wurden für 10 (6) Prozent aller Zahlungen genutzt. Internetbezahlverfahren hatten einen Anteil von 6 (3) Prozent.
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June 17, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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