DJ ZVEI fordert europäische Allianz für Fahrzeugelektronik
DOW JONES--Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) hat gewarnt, dass die europäische Automobilindustrie im globalen Wettbewerb um das softwaredefinierte Fahrzeug den Anschluss zu verlieren droht. Um gegenzusteuern, fordert der Verband eine gemeinsame Technologieoffensive für Fahrzeugelektronik, Halbleiter und Hochleistungscomputer. Die im ZVEI organisierte Zulieferindustrie schlägt dafür eine neue, zentralisierte Elektrik- und Elektronik-Architektur (E/E) vor, die die aktuell oft über 160 einzelnen Steuergeräte pro Fahrzeug drastisch reduzieren und so erhebliche Effizienzgewinne schaffen soll.
Der ZVEI sieht in der Neuausrichtung eine fundamentale Weichenstellung für die Branche. "Die neue E/E-Architektur entscheidet über die Zukunft des Fahrzeugs", betonte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Er ist überzeugt vom Potenzial der heimischen Wirtschaft: "Europa hat das Know-how. Wenn die deutsche und europäische Automobilindustrie die E/E-Architektur der Zukunft beherrscht, können wir wieder skalieren und Technologieführer sein." Ein neues Whitepaper des Verbands definiert dafür bereits die Grundlagen vom Kompakt- bis zur Luxusklasse.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Zulieferer auf Kooperation statt teurer Doppelentwicklungen und fordern zugleich politische Unterstützung. "Der Wandel in der Automobilindustrie erfordert ein neues Maß an Zusammenarbeit", erklärte Shivangi Garg, Head of Strategy and Business Development bei Aumovio. Flankierend fordert der ZVEI von der Politik klare Rahmenbedingungen, wie gezielte Investitionen in Halbleiterkompetenzen sowie schnellere, innovationsfreundliche Standardisierungsprozesse.
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June 25, 2026 05:12 ET (09:12 GMT)
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