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MÄRKTE USA/Knapp behauptet - KI-Sorgen dämpfen Kauflaune

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - KI-Sorgen dämpfen Kauflaune

DOW JONES--Mit kleinen Verlusten haben sich die US-Börsen am Freitag aus dem Handel verabschiedet. Überraschend gut ausgefallene Daten zur Verbraucherstimmung in den USA ließen die Kurse ihre zunächst deutlicheren Verluste immerhin verringern: Der von der Universität Michigan ermittelte entsprechende Index ist im Juni dank moderaterer Benzinpreise etwas stärker gestiegen als von Volkswirten erwartet.

Gekauft wurden vor allem Aktien der Hersteller von Konsumgütern und der Gesundheitsbranche. Der Technologiesektor neigte jedoch weiter zur Schwäche. Hier belastete ein Bericht, wonach das KI-Startup OpenAI seinen geplanten Börsengang in das kommende Jahr hinein verschieben könnte. Überdies ging erneut die Sorge um, ob sich die hohen KI-Investitionen wirklich rechnen. Genährt worden waren diese Zweifel schon am Donnerstag von Apple. Der Konzern erhöht aufgrund der stark gestiegenen Speicherchip-Kosten die Verkaufspreise für seine Macs und iPads.

Der Dow-Jones-Index sank um 0,1 Prozent auf 51.876 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,2 Prozent. Mit dem Nasdaq-100 ging es um 1,1 Prozent abwärts. Den 1.741 (Donnerstag: 1.539) Kursgewinnern an der Nyse standen 1.040 (1.208) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 59 (96) Titel.

"Wenn einer der Hyperscaler beginnt, seine Ausgaben zurückzufahren und wenn dessen Aktie dafür belohnt wird - was wahrscheinlich ist -, wird das einen neuen Trend auslösen, KI-Ausgaben zu kürzen. Wir sind noch nicht an diesem Punkt, aber wir nähern uns. Wir würden derzeit keine Big-Tech- oder KI-Aktien kaufen, da ihre Dominanz zu bröckeln beginnt", warnte Marktstratege Richard Reyle von Questar Capital Partners vor einem Ende des KI-Halbleiterbooms an der Börse.

Nachdem Apple am Vortag mit den Preiserhöhungen um gut 6 Prozent abgestürzt waren, erholte sich der Kurs zum Wochenschluss nun um 2,2 Prozent. Die Kurse von Speichertiteln wie Micron Technology und Sandisk gaben um 6,7 bzw. 10,4 Prozent nach, Seagate Technology büßten 12,2 Prozent ein. Händler sprachen von Sorgen, KI-Hyperscaler könnten ihre Ausgaben aufgrund der hohen Kosten für Speichermedien zurückschrauben. Doch dürften auch Gewinnmitnahmen im Spiel sein, nachdem Micron am Vortag mit überraschend guten Zahlen und einem starken Ausblick diesem Marktsegment Auftrieb gegeben hatte. Ebenfalls im Technologiesegment brachen ON Semiconductor um rund 24 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern übernimmt Synaptics (-3,7%) für rund 7 Milliarden Dollar in einer rein auf Aktien fußenden Transaktion.

Moderna machten einen Satz von 12,6 Prozent. Der Pharmakonzern will sich neben Covid-Impfungen ein weiteres Standbein schaffen und Therapien zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten entwickeln.

Die Ölpreise gaben deutlicher nach, als sie am Vortag mit den Schlagzeilen über einen iranischen Angriff auf ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Frachtschiff in der Wasserstraße von Hormus geklettert waren. "Der jüngste Angriff auf ein Schiff wird den Verkehr wahrscheinlich verlangsamen. Da sich der breitere Markt jedoch auf eine Erholung der Ölflüsse aus der Region konzentriert, scheint die Preisdynamik weiterhin abwärts gerichtet zu sein", befanden die ING-Analysten. Erdöl der Sorte Brent verbilligte sich um 4,2 Prozent je Fass. Die Rohölpreise bewegten sich praktisch auf dem Niveau, auf dem sie vor Beginn des Iran-Kriegs notierten.

Am Anleihemarkt fielen die Renditen, die zehnjährige US-Staatsanleihe gab um 2 Basispunkte nach auf 4,37 Prozent - begünstigt durch niedrigere Ölpreise. Mit den niedrigeren Marktzinsen neigte der Dollar zur Schwäche, der Dollar-Index gab 0,2 Prozent ab. Die Märkte schraubten ihre Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank zurück, hieß es mit Blick auf die jüngsten PCE-Inflationsdaten. Dies erkläre sinkende Renditen und die Dollar-Schwäche. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, hält den derzeitigen geldpolitischen Kurs für angemessen, um die Inflation wieder auf das 2-Prozentziel der US-Notenbank zu bringen. Er dämpfte damit Zinserhöhungsspekulationen. Fallende Marktzinsen und die Dollar-Schwäche machten Gold attraktiver, die Feinunze verteuerte sich um 1,0 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.876,11  -0,1   -44,51    51.920,62 
S&P-500         7.354,02  -0,1   -3,47    7.357,49 
NASDAQ Comp      25.297,62  -0,2   -60,99    25.358,60 
NASDAQ 100       29.118,24  -1,1  -322,08    29.440,32 
 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,09 -0,04    4,13      4,07 
5 Jahre           4,13 -0,03    4,17      4,12 
10 Jahre          4,37 -0,02    4,41      4,37 
 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 Uhr 
EUR/USD          1,1387  +0,2   0,0018     1,1369     1,1386 
EUR/JPY          184,2  +0,1   0,2600     183,94    184,0600 
EUR/CHF          0,9216  +0,1   0,0005     0,9211     0,9215 
EUR/GBP          0,8625  +0,1   0,0009     0,8616     0,8615 
USD/JPY          161,73  -0,0  -0,0500     161,78    161,6300 
GBP/USD          1,3198  +0,1   0,0007     1,3191     1,3212 
USD/CNY          6,798  +0,0   0,0004     6,7976     6,7976 
USD/CNH          6,8026  +0,0   0,0020     6,8006     6,7994 
AUS/USD          0,6896  -0,2  -0,0012     0,6908     0,6918 
Bitcoin/USD      59.724,72  +0,6   358,52    59.366,20   59.203,17 
 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,41  -3,5   -2,51      71,92 
Brent/ICE         72,14  -4,2   -3,12      75,26 
 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.067,03  +1,0   41,03    4.026,00 
Silber           58,76  +1,5    0,90      57,87 
Platin         1.624,03  +1,4   22,99    1.601,04 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

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June 26, 2026 16:11 ET (20:11 GMT)

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