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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX mit fragiler Erholung - Nagarro haussieren

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX mit fragiler Erholung - Nagarro haussieren

DOW JONES--Nach dem Rücksetzer vom Wochenschluss sind die europäischen Aktienmärkte am Montag etwas höher gestartet Der DAX notiert 0,2 Prozent höher bei 24.727 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,1 Prozent zu. Bundesanleihen starten einen Tick tiefer in den Tag. Die jüngste Rally bei deutschen Bundesanleihen, bei der die Rendite der zehnjährigen Titel mit 2,83 Prozent wieder auf das Niveau von Anfang des Jahres zurückgekehrt ist, sei größtenteils auf den wachsenden Optimismus der Anleger hinsichtlich des Nahen Ostens zurückzuführen, erläutern die Zinsstrategien von Morgan Stanley. Der Euro handelt aktuell seitwärts knapp unter 1,14 Dollar, während Brent am Morgen 73,90 Dollar kostet und damit etwas teurer ist.

Damit kehren einige Investoren in der Sommerpause an den Aktienmarkt zurück, nachdem sich die USA und der Iran darauf geeinigt haben, die tagelangen gegenseitigen Kämpfe um die Straße von Hormus zu beenden und die Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Ein US-Beamter sagte, Schiffe würden sich nun wieder in der Straße von Hormus bewegen.

BIZ sieht Gefahr für Wirtschaft und Finanzsystem im KI-Investitionsboom

Der scharfe Wettbewerb im Bereich der künstlichen Intelligenz droht die Investitionsausgaben auf ein exzessives Niveau zu treiben. Dies gefährdet die Profitabilität führender Unternehmen und birgt das Risiko eines abrupten Einbruchs, der einige Volkswirtschaften in die Rezession stürzen könnte, erklärte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag. In ihrem Jahresbericht zum globalen Wirtschaftsausblick erklärte die BIZ, dass sich die fünf größten "Hyperscaler" auf dem besten Weg befänden, in den Jahren 2025 und 2026 mehr als 1 Billion Dollar für KI-bezogene Investitionsausgaben aufzuwenden.

Mit Blick auf die kommenden Tage stehen am Mittwoch die Erzeugerpreise Juni aus der Eurozone im Fokus. Im Marktkonsens wird ein leichter Rückgang der Inflation im Euroraum erwartet. Dies könnte als ein erstes Anzeichen für eine beginnende leichte Abschwächung des Preisdrucks vom Höchststand gewertet werden. Am Donnerstag steht dann der US-Arbeitsmarktbericht aus den USA einen Tag früher als gewohnt auf der Agenda. Am Freitag bleibt die US-Börse wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.

Die Aktie von Nagarro startet 90 Prozent höher bei 77,25 Euro. Den Grund liefert ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 81 Euro pro Aktie von Persistent Systems. Vorstand und Aufsichtsrat von Nagarro unterstützten die Transaktion und empfehlen die Annahme.

Prosus plant Aktienrückkauf

Der Technologie-Investor Prosus (+2%) plant im kommenden Jahr Aktienrückkäufe im Wert von 5 Milliarden US-Dollar und sucht weiterhin nach Übernahmemöglichkeiten. Damit will das Unternehmen die Gewinne aus seiner Beteiligung an der chinesischen Tencent Holdings in das eigene Geschäft investieren. Das in Amsterdam börsennotierte Unternehmen ist der größte Aktionär von Tencent und Eigentümer von Unternehmen wie den Essenslieferplattformen Just Eat Takeaway und iFood. Prosus teilte am Montag mit, dass es weiterhin in das eigene Geschäft investieren wolle, um Wachstum und Rentabilität zu steigern.

Optimistisch zeigen sich die Analysten von Jefferies für VW (-1,5%), die das Kursziel bei unverändertem Kaufvotum auf 120 Euro nach zuvor 130 gesenkt haben. VW bleibe eine Baustelle und sei mehr denn je von Europa abhängig, während der Konzern eine weitere Restrukturierungsrunde einleite. Derweil berichtet die Bild, dass die Wolfsburger das Projekt des mit Bosch geplanten Autopiloten beende. Der "Rausschmiss von Bosch" ist Teil des aktuellen Rettungsplans, der das Überleben von Volkswagen sichern soll.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.228,22  +0,1    6,67    6.221,55      7,5 
Stoxx-50        5.342,66  +0,0    0,34    5.342,32      8,6 
DAX          24.727,09  +0,2   55,87    24.671,22      1,0 
MDAX          31.630,92  +0,1   42,27    27.039,42      3,3 
TecDAX         3.893,88  +0,9   33,72    3.091,28      7,5 
SDAX          18.023,09  +1,4   255,32    13.062,07      4,9 
FTSE          10.492,46  -0,2   -15,56    10.508,02      5,6 
CAC           8.370,47  -0,2   -14,40    8.384,87      2,7 
SMI          14.165,49  -0,1   -7,22    14.172,71      6,8 
ATX           6.388,48  -0,3   -17,69    6.406,17      19,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 Uhr 
EUR/USD          1,1408  +0,2   0,0025     1,1383     1,1386 
EUR/JPY          184,58  +0,3   0,4700     184,11    184,0600 
EUR/CHF          0,9225  +0,1   0,0007     0,9217     0,9215 
EUR/GBP          0,8627  +0,0   0,0002     0,8625     0,8615 
USD/JPY          161,79  +0,0   0,0600     161,73    161,6300 
GBP/USD          1,322  +0,1   0,0019     1,3201     1,3212 
USD/CNY          6,7903  -0,1  -0,0077     6,7980     6,7976 
USD/CNH          6,7939  -0,2  -0,0109     6,8048     6,7994 
AUS/USD          0,6898  +0,0   0,0001     0,6897     0,6918 
Bitcoin/USD      60.015,99  +0,7   438,17    59.577,82   59.203,17 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         69,92  +1,0    0,69      69,23 
Brent/ICE         72,23  +0,3    0,24      71,99 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.063,09  -0,6   -25,14    4.088,23 
Silber           58,45  -1,2   -0,71      59,16 
Platin         1.608,56  -0,4   -5,73    1.614,29 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 29, 2026 03:34 ET (07:34 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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