DJ MARKT USA/Waffenstillstand-Ende zwischen USA und Iran dürfte Wall Street belasten
Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Ende des Waffenstillands zwischen den USA und dem Iran dürfte zur Wochenmitte an der Wall Street für kräftige Kursverluste sorgen. Der Future auf den S&P-500 fällt um 1,1 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq-100 gibt um 1,5 Prozent nach. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder eingesetzt.
Die Ölpreise reagieren mit deutlichen Aufschlägen auf die Entwicklungen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent legt um 6,2 Prozent auf 78,77 Dollar zu. Dies schürt auch wieder Inflationsängste und damit Spekulationen um Zinserhöhungen. Zudem dürfte die Wiederaufnahme der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus wieder in Gefahr geraten, was die globale Ölversorgung beeinträchtigen würde. Allerdings scheint Trump die Tür für weitere Verhandlungen mit dem Iran doch noch offen zu lassen. "Ich werde mit unseren Unterhändlern sprechen, sie wollen verhandeln. Was mich betrifft, ist es nur Zeitverschwendung, sich mit ihnen auseinanderzusetzen", fügte er hinzu.
Vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen dürfte das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung in den Hintergrund treten. Es wird am Abend veröffentlicht. Die erste Sitzung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender hatte die Märkte dazu veranlasst, weitere Zinserhöhungen einzupreisen. Grund waren sein Bekenntnis zur Preisstabilität sowie Projektionen, die eine Möglichkeit einer Straffung signalisierten. Allerdings habe Warsh eine geldpolitische Leitlinie ausdrücklich vermieden, weshalb es unwahrscheinlich sei, dass er eine solche über das Protokoll zulassen würde, so Steve Englander von Standard Chartered.
Für die Chip-Werte dürfte es nach den teils kräftigen Vortagesabgaben weiter nach unten gehen. Samsung Electronics hatte Rekordergebnisse vorgelegt. Das reichte aber nicht, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen. Für die Intel-Aktie geht es vorbörslich um weitere 5 Prozent abwärts.
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July 08, 2026 05:52 ET (09:52 GMT)
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