STECKBORN (dpa-AFX) - Die Online-Apotheke DocMorris hat im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr umgesetzt und ihren operativen Verlust verringert. Der Redcare-Konkurrent sieht sich daher "voll auf Kurs", beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die Gewinnschwelle im Laufe des Jahres 2026 zu erreichen, wie Finanzvorstand Daniel Wüest am Mittwoch laut Mitteilung frühere Aussagen bestätigte.
Von April bis Juni steigerte der Konzern seinen Außenumsatz im Jahresvergleich um 12,4 Prozent auf 309,7 Millionen Franken (rund 335 Mio Euro), wie er am Morgen mitteilte. Wechselkursbereinigt lag der Anstieg bei 15,2 Prozent. Dazu trugen vor allem das verschreibungspflichtige Geschäft, aber auch die digitalen Dienstleistungen bei. Analysten hatten im Quartal mit weniger Erlös gerechnet.
Dabei profitierte DocMorris vor allem von einem starken Geschäft im Hauptmarkt Deutschland, dort stiegen die Verkäufe um 13 Prozent auf 292,2 Millionen Franken. Das als wichtigster Wachstumstreiber geltende Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland zog dabei um gut 43 Prozent an. Im Europa-Geschäft legte der Erlös hingegen nur um knapp drei Prozent zu. Derweil gewannen digitale Dienstleistungen an Bedeutung, machen aber noch einen kleinen Anteil des Umsatzes aus.
"Unsere Umsatzdynamik hat im zweiten Quartal 2026 nochmals spürbar an Fahrt aufgenommen", sagte Unternehmenschef Walter Hess laut Mitteilung. Der Schwung aus dem ersten Halbjahr gebe dem Konzern kräftigen Rückenwind für den weiteren Geschäftsverlauf.
Bei Vorlage der Halbjahresergebnisse am 19. August will DocMorris mitteilen, wie sich das Wachstum in den ersten sechs Monaten und die erst jüngst angekündigte KI-Strategie auf die Jahresziele 2026 auswirken werden./mne/stw/stk




