DJ MÄRKTE EUROPA/DAX fällt unter 25.000 - ASML-Zahlen stützen Tech-Sektor
DOW JONES--Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch im frühen Handel. Die Lage im Nahen Osten bleibt weiter angespannt, die militärischen Scharmützel zwischen dem Iran und den USA setzen sich fort. Ein Ende des Iran-Konflikts zeichnet sich nicht ab, die Forderungen beider Länder liegen zu weit auseinander. Der vereinbarte Waffenstillstand ist zur Makulatur geworden.
US-Präsident Donald Trump hat erwartungsgemäß seine Pläne für die Erhebung von Transportgebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus fallen lassen. Zugleich wächst der Druck auf Trump die Energiepreise niedrig zu halten angesichts der US-Zwischenwahlen im November.
Der DAX verliert 0,9 Prozent auf 24.918 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 verbessert sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6.283 Punkte. Er wird gestützt von den starken Zahlen von ASML und Richemont. Der Ölpreis zieht weiter an, Brent geht bei knapp 86 Dollar das Fass um. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen weiter leicht an, der Euro zeigt sich zum Dollar bei 1,1423 Dollar wenig verändert.
Nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes nun auf die Erzeugerpreise am Nachmittag. Hier wird für Juni in der Gesamtlesung ein unveränderter Wert zum Vormonat erwartet, in der Kernlesung ein Plus von 0,3 Prozent. Im Tagesverlauf sprechen zudem mehrere Fed-Gourverneure bevor dann am Abend das Beige Book veröffentlicht wird. Anleger erhoffen sich weitere Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank.
Chinas schwächer als erwartetes BIP-Wachstum im zweiten Quartal könnte weitere politische Unterstützung nach sich ziehen, heißt es bei ING in einer Research Note. Das BIP des Landes ist im zweiten Quartal um 4,3 Prozent gewachsen, nach einem Anstieg von 5,0 Prozent im ersten Quartal. "Die starke Verlangsamung des Wachstums wird die politischen Entscheidungsträger in den kommenden Monaten wahrscheinlich dazu veranlassen, einen proaktiveren Ansatz zu verfolgen."
Derweil nimmt die Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks Fahrt auf. In den USA legen unter anderem Johnson & Johnson und Morgan Stanley ihre Zahlen vor. Aus europäischer Sicht und für den Technologiesektor von besonderem Interesse sind die Zahlen von ASML.
Die Zweitquartalszahlen von ASML sind klar über den Erwartungen ausgefallen. Der Anlagenbauer für Photolitographie-Systeme hat zudem den Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben. ASML stellt nun Umsätze zwischen 43 und 45 Milliarden Euro in Aussicht nach bislang 36 bis 40 Milliarden. Die Bruttomarge soll nun zwischen 54 und 56 Prozent liegen nach bislang 51 bis 53 Prozent. ASML steigen um 5,5 Prozent. Für Technologieaktien geht es europaweit um 2,8 Prozent nach oben.
Auch die Quartalszahlen von Richemont (+6%) sind viel besser als erwartet ausgefallen. Das organische Wachstum liege mit 20 Prozent fast doppelt so hoch wie die Markterwartung von 11 Prozent, so Bernstein. Positiv heben die Analysten insbesondere die Entwicklung der Sparte Jewellery Maisons hervor. Andere Titel aus dem Sektor steigen ebenfalls: LVMH gewinnen 3,2 Prozent oder Kering 3,7 Prozent.
Docmorris hat sein Wachstum im zweiten Quartal beschleunigt. Die Schweizer Online-Apotheke profitierte von einem starken Umsatzanstieg im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Der Konzern bestätigte sein EBITDA-Ziel für das Gesamtjahr. Für die Aktie geht es um 6,8 Prozent nach oben, Redcare gewinnen im Gefolge 1,8 Prozent.
Der Konzernabschluss und der Lagebericht des IT-Dienstleisters Nagarro für das Geschäftsjahr 2022 sind laut der Finanzaufsicht Bafin fehlerhaft. Demnach sind im Wesentlichen die Aufzeichnung, Erfassung und geografische Aufschlüsselung von Umsatzerlösen, die erstmalige bilanzielle Erfassung von Unternehmenserwerben sowie die Beschreibung des Geschäftsmodells und die Risikoberichterstattung im zusammengefassten Lagebericht betroffen. Nagarro sieht das jedoch anders und hat Widerspruch gegen den Bescheid der Bafin eingereicht. Nagarro geben um 2,6 Prozent nach.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.283,25 +0,1 3,06 6.280,19 8,5 Stoxx-50 5.387,87 +0,2 10,22 5.377,65 9,6 DAX 24.918,34 -0,9 -228,69 25.147,03 1,7 MDAX 31.878,54 -0,7 -222,37 27.039,42 4,1 TecDAX 3.812,50 -0,9 -34,89 3.091,28 5,2 SDAX 18.134,54 -0,3 -45,03 13.062,07 5,6 FTSE 10.469,00 -0,6 -60,39 10.529,39 5,4 CAC 8.355,36 -0,1 -11,49 8.366,85 2,5 SMI 14.213,61 -0,2 -28,16 14.241,77 7,1 ATX 6.466,58 -0,6 -38,81 6.505,39 21,4 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr EUR/USD 1,1423 +0,0 0,0004 1,1419 1,1447 EUR/JPY 185,37 +0,0 0,0800 185,29 185,3800 EUR/CHF 0,9248 +0,1 0,0010 0,9238 0,9237 EUR/GBP 0,8522 -0,1 -0,0004 0,8526 0,8537 USD/JPY 162,25 +0,0 0,0200 162,23 161,9200 GBP/USD 1,3401 +0,1 0,0012 1,3389 1,3405 USD/CNY 6,7698 0,0 -0,0002 6,7700 6,7700 USD/CNH 6,7719 -0,0 -0,0010 6,7729 6,7695 AUS/USD 0,6986 +0,2 0,0012 0,6974 0,6990 Bitcoin/USD 64.545,08 +0,0 6,67 64.538,41 64.180,31 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 80,57 +1,6 1,23 79,34 Brent/ICE 85,88 +1,4 1,15 84,73 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.024,36 -0,7 -29,54 4.053,90 Silber 58,15 -0,8 -0,47 58,63 Platin 1.625,03 -0,4 -6,72 1.631,75 (Angaben ohne Gewähr) ===
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July 15, 2026 04:07 ET (08:07 GMT)
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