GENF (dpa-AFX) - Der Schweizer Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont ist mit überraschend viel Umsatz in sein neues Geschäftsjahr gestartet. Der Erlös stieg im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni um 17 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. An der Börse kamen die Neuigkeiten hervorragend an: Die Richemont-Aktie wurde am Mittwoch zeitweise so teuer gehandelt wie noch nie.
Am Morgen sprang ihr Kurs in Zürich um mehr als sieben Prozent nach oben und erreichte bei 196,95 Schweizer Franken ein Rekordhoch. Zuletzt lag das Papier noch mit rund viereinhalb Prozent im Plus bei 191,50 Franken, war aber weiterhin stärkster Titel im Schweizer Leitindex SMI . Die Umsätze hätten sogar die optimistischsten Erwartungen übertroffen, schrieb Analystin Zuzanna Pusz von der Schweizer Großbank UBS.
Im ersten Quartal trieb vor allem das Schmuckgeschäft den Umsatz nach oben. Konzernweit legte der Erlös währungsbereinigt um 20 Prozent zu. Während die deutlich kleinere Uhrensparte auf ein Plus von 8 Prozent kam, schossen die Erlöse des Schmuckgeschäfts währungsbereinigt um 24 Prozent nach oben.
Aufwärts ging es für den Konzern vor allem in Asien-Pazifik samt Japan sowie in Amerika mit Steigerungsraten von jeweils mehr als 20 Prozent. Aber auch in Europa legte der Erlös währungsbereinigt um 11 Prozent zu.
Branchenexperte Adam Cochrane von der Deutschen Bank wertete die Geschäftszahlen als solide. Der Quartalsbericht setze ein positives Signal für die gesamte Branche. Auch die Aktien der Luxusgüterkonzerne LVMH, Hermes und Kering reagierten positiv auf die Zahlen von Richemont. Ihre Kursgewinne fielen am Nachmittag aber vergleichsweise gering aus./stw/mne/mis




