Peru verfügt über große Kupfervorkommen und eine bedeutende Projektpipeline. Die designierte Präsidentin Fujimori will aus dieser Pipeline heraus mehr erfolgreiche Minen hervorgehen sehen. Noch vor dem Amtsantritt verabschiedete das Parlament ein Gesetz zur Eisenbahninfrastruktur.
Der Metallexplorer Aftermath Silver (ISIN: CA00831V2057, WKN: A2DMFN) präsentierte Ende Juni aufsehenerregende Ergebnisse aus seinem Phase-3-Diamantbohrprogramm in der Silber-Kupfer-Mangan-Lagerstätte Berenguela im Departamento Puno im Süden Perus.
Aftermath Silver bohrt 30 Meter mit 2,93 % Kupfer
Ein Bohrloch enthielt einen 30 Meter langen Abschnitt mit 77 Gramm Silber pro Tonne, 21 % Mangan und - noch wesentlich wichtiger - 2,93 % Kupfer. Der Abschnitt begann in einer Tiefe von lediglich 26,2 Metern. CEO Ralph Rushton sieht "das Potenzial der vielfältigen Wertschöpfungsquellen von Berenguela" durch die Resultate ein weiteres Mal bestätigt.
Der Bergbau im Allgemeinen und die Kupferproduktion im Speziellen sind in Peru derzeit das dominierende Thema. Am 28. Juli wird die Gewinnerin der äußerst umkämpften Präsidentschaftswahlen, Keiko Fujimori, ihr Amt antreten. Mit dem Amtsantritt sind große Erwartungen verknüpft: Das Rohstoffpotenzial des Andenstaates soll stärker als bislang genutzt werden.
Im Jahr 2025 produzierte das Land 2,77 Millionen Tonnen Feinkupfer und festigte damit seine Position als drittgrößter Kupferproduzent der Welt. Daniel Corbetto, Investmentspezialist bei BID Invest, wies kürzlich während eines internationalen Uran- und Lithiumforums in Lima darauf hin, dass das Bergbauportfolio Lateinamerikas und der Karibik 151 Mrd. USD umfasst. 42 % oder 64 Mrd. USD davon entfallen auf Peru.
Laut dem Ministerium für Energie und Bergbau (Minem) umfasst das Portfolio des Sektors im Land 66 Projekte, davon 36 Brownfield- und 30 Greenfield-Projekte. Die 35 Kupferprojekte repräsentieren Investitionen von über 45 Mrd. USD. Corbetto glaubt, dass Peru sogar danach streben könnte, der weltweit größte Kupferproduzent zu werden, da es über die notwendigen Bedingungen und Ressourcen verfüge.
Fujimori will gut gefüllte Pipeline nutzen
Was ist im Hinblick auf die Bergbaupolitik von Fujimori zu erwarten? Die Partei der designierten Präsidentin, Fuerza Popular, hat den Regierungsplan 2026-2031 (Peru mit Ordnung) vorgelegt. Die darin enthaltene Bergbauagenda sieht eine Reihe von Punkten vor. Dazu gehören die Modernisierung des Allgemeinen Bergbaugesetzes, die Einrichtung eines Schnellverfahrens für strategische Projekte und die Einführung von Steueranreizen für Reinvestitionen im Bergbau.
Die bergbaubezogene Infrastruktur soll durch privat-öffentliche Partnerschaften und den Obras por Impuestos-Mechanismus (in etwa: Arbeit gegen Steuern) verbessert werden. Vorgesehen sind außerdem die Förderung der Verhüttung und Mineralverarbeitung, die Schaffung eines digitalen Single Window für Bergbaugenehmigungen, die Stärkung der Durchsetzung der Gesetze gegen illegalen Bergbau, die Förderung der Formalisierung des Kleinbergbaus und des handwerklichen Bergbaus.
Im Kern sieht Fujimoris Ansatz vor, aus einer großen Projektpipeline heraus mehr konkrete Projekte zu realisieren. Es geht bei der Agenda nicht um eine grundlegende Neugestaltung des peruanischen Bergbauregimes. Vielmehr zielt sie darauf ab, Umsetzungslücken innerhalb des bestehenden Systems zu schließen und Umsetzungsinstrumente zu optimieren.
Problem Infrastruktur: Neue Bahnstrecke könnte Bergbau entlasten
Die Infrastruktur stellt ein gravierendes Problem dar: Ökonomen schätzen die sogenannte Infrastrukturlücke auf 110 Mrd. USD, wenn Sektoren wie Trinkwasserversorgung, Verkehr, Bildung, Gesundheit und Straßen einbezogen werden. Es gibt 2.241 stillgelegte Bauvorhaben auf den drei Regierungsebenen, deren Wert sich laut Karla Gaviño, einer Expertin für öffentliche Verwaltung und Infrastruktur, auf 18,25 Mrd. USD summiert.
Am 11. Juni stimmte das peruanische Parlament einem Gesetzentwurf zu, der vier Bahnstrecken im Land zu Projekten des nationalen Interesses erklärt. Das Gesetz Ley N.° 32702 wurde am 06. Juli offiziell veröffentlicht und ist für den Bergbau vor allem im Hinblick auf die Strecke San Juan de Marcona-Andahuaylas relevant, deren Kosten auf 8,2 Mrd. USD geschätzt werden.
Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der detaillierten Planung. Es wird eine logistische Anbindung zwischen dem Hafen von San Juan de Marcona und den südlichen Regionen ermöglichen. Das Projekt umfasst den Bau einer Eisenbahnstrecke, die die Mineralienexporte steigern und den Personenverkehr erleichtern wird. Der Zug wird die Regionen Ica, Ayacucho und Apurímac verbinden - Gebiete mit bedeutender Bergbauproduktion.
Aftermath Silver könnte in einigen Jahren zur peruanischen Kupferproduktion beitragen. Die Ergebnisse bei Berenguela jedenfalls sind vielversprechend. Unter den bislang mehr als 15.000 Meter umfassenden Bohrungen finden sich eine Reihe von hohen Kupfergehalten.
Bei Berenguela wird zusätzliches Bohrgerät mobilisiert
"Die Bohrungen im Gebiet Domain 2, rund um den kleinen historischen Tagebau, lieferten hervorragende Kupferergebnisse mit gleichzeitig hohen Mangangehalten", sagt CEO Rushton. Ein zweites Bohrgerät wird derzeit mobilisiert, um die hochgradige Kupfermineralisierung am östlichen Ende von Berenguela weiter zu untersuchen. Dort hatte das Unternehmen im Winter 156 Meter mit 290 Gramm Silber pro Tonne, 1,12 % Kupfer und 7,3 % Mangan gemeldet. Die Bohrungen am Kupferzielgebiet "Southwest Intrusive Skarn" sollen in Kürze beginnen.
Für einen strukturellen Aufschwung im peruanischen Bergbau scheint Aftermath Silver denkbar gut positioniert. Die Aktie hat seit dem Allzeithoch im Januar deutlich nachgegeben, könnte aber bei weiteren Explorationserfolgen rasch wieder in den seit Anfang 2024 laufenden Aufwärtstrend zurückkehren.
Weitere Informationen zu Aftermath Silver finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
https://www.miningscout.de/minenaktien/aftermath-silver-ltd/
Aftermath Silver Ltd.
TSX-Venture: AAG
ISIN: CA00831V2057
WKN: A2DMFN
Webseite: www.aftermathsilver.com
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