Bei Pentixapharm gab es in den vergangenen Wochen wichtige positive Impulse. Im Mittelpunkt steht der Diagnostik-Kandidat PentixaFor, der in einem ersten Schritt in den USA zugelassen werden soll. Dafür müssen drei Studienphasen durchlaufen werden - und die letzte davon steht nun an, nachdem sie von der FDA freigegeben wurde. Und nicht nur das, die Behörde hat PentixaFor den Fast-Track-Status erteilt. Das sorgt insgesamt für effizientere und schnellere Prozesse im Austausch mit der FDA und soll den Zulassungsprozess erleichtern.
Das kann als Signal verstanden werden, dass die Arzneimittelbehörde hier einen bislang nicht ausreichend abgedeckten medizinischen Nutzen sieht. Denn PentixaFor ermöglicht mit bildgebenden Verfahren die Diagnose, ob bei Bluthochdruckpatienten in einer oder beiden Nieren ein gutartiger Tumor vorliegt. Das bisherige Standardverfahren ist invasiv und u.a. deswegen erheblich aufwendiger und wird deshalb deutlich weniger genutzt als es eigentlich angezeigt wäre. Denn allein für die USA gehen gemäß Pentixapharm Schätzungen davon aus, dass etwa 6 bis 12 Mio. Bluthochdruckpatienten das Problem mit dem Nebennierentumor haben. Wenn dieser aber nur einseitig vorliegt, kann die Nebenniere entfernt und das Problem nachhaltig gelöst werden.
Das macht Pentixafor auch für strategische Partner interessant, daher führt das Unternehmen schon Gespräche. Gelingt ein attraktiver Abschluss, fließen potenziell beispielsweise Meilensteinzahlungen an das Unternehmen. Und mit jedem erreichten Meilenstein wird das Entwicklungsprojekt wertvoller. Dazu zählen etwa der Start der Patientenbehandlung in der neuen Studie voraussichtlich noch in diesem Jahr, die im Jahresverlauf 2028 vorliegenden Top-Line-Daten oder letztlich die Zulassung, die bis 2030 erfolgen soll, wenn die Studie die anvisierten Resultate liefert.
Pentixapharm ist aktuell solide finanziert, da neben der Liquidität (5,2 Mio. Euro per Ende März) über eine bestehende Finanzierungszusage von der Eckert & Ziegler SE bis zu 15,5 Millionen Euro mit der Emission von Wandelschuldverschreibungen eingenommen werden können. Trotzdem soll vorsorglich die Finanzbasis für die weitere Entwicklung gestärkt werden, und zwar mit einer aktuell laufenden Bezugsrechtskapitalerhöhung, in deren Rahmen 11 Mio. Aktien zu einem Preis von 1,85 Euro angeboten werden. An dieser Maßnahme wird sich der größte Aktionär, die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, gemäß ihrem Anteil, der sich auf rund 36 Prozent beläuft, beteiligen.
Die Ankündigung der Bezugsrechtskapitalerhöhung hat die Kursentwicklung aktuell etwas gedämpft, nachdem diese in den letzten sieben Monaten eigentlich einem aufwärts gerichteten Trend gefolgt ist, der zum Teil mit kräftigen Kursspitzen nach oben einherging. Gelingt ein erfolgreicher Abschluss der Maßnahme, sollte das dem Titel aus unserer Sicht durchaus wieder neuen Schwung geben (aktien-globlal.de, erstellt 17.07.26, 15:24 Uhr, veröffentlicht 17.07.26, 15:27 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_pentixapharm/pentixapharm_groe_fortschritte-24452/


