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XETRA-SCHLUSS/DAX verabschiedet sich mit Verlusten ins Wochenende

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX verabschiedet sich mit Verlusten ins Wochenende

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag mit Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 24.831 Punkte. Im Tagestief hatte der Index allerdings schon bei 24.651 Punkten gelegen. Die weltweite Welle der Gewinnmitnahmen im Bereich KI- und Chip-Aktien setzte sich in den USA und Asien ungebremst fort. Dem negativen Sentiment im Technologie-Segment konnte sich auch der technologiearme DAX nicht entziehen, wenngleich die Verluste moderater ausfielen.

Daneben tickerte der Ölpreis weiter nach oben. Der Brent-Ölpreis stieg um 2,7 Prozent auf 86,52 Dollar das Fass. Im Nahen Osten setzten sich die militärischen Scharmützel zwischen dem Iran und den USA fort. Eine Beilegung des Konkflikts scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Beim Ölpreis sehen Analysten das Preisniveau aber noch als tragbar an: Von ANZ Research hieß es, "solange die Preise unter 90 Dollar pro Barrel bleiben, sind die Risiken für Wachstum und Inflation unserer Ansicht nach beherrschbar."

Im DAX verloren Infineon 1,6 Prozent, Suss schlossen 4,6 Prozent tiefer. Die Aktie des KI-Ausrüsters Siemens Energy büßte 0,7 Prozent ein. Auf der Gewinnerseite standen Rheinmetall mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent. Gute Zahlen von Saab stützten die Stimmung bei Rüstungsaktien. Hensoldt legten um 4,2 Prozent zu. Die defensive Aktie der Deutschen Telekom stieg um 1,6 Prozent.

Gute Nachrichten kamen von SMA Solar, das die Jahresprognose erhöht hat. Die Aktien erhöhten sich um 5,8 Prozent. Allerdings kommt ein Teil des Gewinnanstiegs aus der Rückerstattung von Zöllen, der Auflösung von Wertberichtigungen und Devisenkursbewegungen.

Salzgitter gewannen 3,9 Prozent. Das Unternehmen hat im späten Handel vorläufige Ergebnisse für das erste Halbjahr vorgelegt und die Jahresprognose für 2026 erneut erhöht. Der Konzern erwartet nun einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro, nach zuvor rund 9,5 Milliarden Euro.

Kräftig abwärts ging es mit 5,6 Prozent beim schwedischen Kugellagerhersteller SKF nach Zahlen zum zweiten Quartal. Die Zahlen an sich seien zwar nicht schlecht gewesen, aber die Erwartungen im Vorfeld seien schon sehr hoch gewesen, merkten die Analysten von JP Morgan an. Detailierte Aussagen zur Rückzahlung der US-Tarife habe es im Conference Call nicht gegeben. Die Nachfrage in Europa aus der Autoindustrie sei schwach gewesen. Dies belastete auch die Aktien von Schaeffler, die 4,4 Prozent verloren.

Bei Dermapharm ging es 1,0 Prozent tiefer, nachdem die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung von Konzernabschluss und Lagebericht eingeleitet hatte. Allerdings hörten sich die kritisierten Punkte wie beispielweise "Zinsansprüche" nicht wirklich problematisch an, hieß es im Handel.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       24.831  -0,3    1,4 
DAX-Future   24.936  -0,3    1,2 
XDAX      24.827  -0,2    1,0 
MDAX      31.865  -0,5    4,0 
TecDAX      3.771  -0,3    4,2 
SDAX      18.249  -0,4    6,2 
        zuletzt +/- Ticks 
Bund-Future   125,01  +16,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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