DJ Frasers: Haben EU-Fusionskontroll-OK für Hugo-Boss-Kauf - Frist bis 13. Aug
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Die britische Frasers Group hat am Montag die fusionskontrollrechtliche Freigabe der EU für die geplante Übernahme des deutschen Modekonzerns Hugo Boss erhalten und somit laut Mitteilung eine wichtige Hürde genommen. Mit der "fusionskontrollrechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission" sei eine "Angebotsbedingung eingetreten", teilte Frasers mit.
Wie Frasers in einer Pflichtmitteilung weiter mitteilte, läuft die weitere Annahmefrist, während der Hugo-Boss-Aktionäre ihre Aktien Frasers andienen können, nun bis 13. August um Mitternacht Ortszeit Frankfurt. Die reguläre Annahmefrist endete am Montag, den 27. Juli, um Mitternacht.
Bis zum Freitag, 24. Juli, um 18 Uhr, war das Übernahmeangebot für rund 2,4 Millionen Hugo-Boss-Aktien angenommen worden, bzw für rund 3,48 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte des MDAX-Unternehmens. Per 24. Juli hielt Frasers den Angaben zufolge eine Beteiligung von 30,28 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte an Hugo Boss - ohne Berücksichtigung der Aktien, die im Rahmen des Übernahmeangebots angedient wurden. Zusätzlich seien Frasers noch Finanzinstrumente (Put-Optionen) auf Hugo-Boss-Aktien zuzurechnen.
Im vergangenen Monat hatte die Frasers Group, ein vom britischen Milliardär Mike Ashley gegründeter britischer Einzelhandelskonzern, ein Angebot von 38 Euro je Aktie für die ausstehenden Anteile an Hugo Boss abgegeben. Das Übernahmeangebot ist gut 1,93 Milliarden Euro schwer, der Konzern wird dabei mit mit knapp 2,7 Milliarden Euro bewertet.
Hugo-Boss-Vorstand und -Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären einstimmig, das Angebot abzulehnen. Zur Begründung hieß es, die Offerte spiegele "den eigenständigen Unternehmenswert" und "das zukünftige Wertschöpfungspotenzial" des MDAX-Unternehmens "nicht angemessen wider".
Die Frasers Group ist schon länger ein Großaktionär von Hugo Boss und hatte nach und nach bei dem MDAX-Konzern aufgestockt. Vor knapp einem Jahr überschritt die Beteiligung die Schwelle von 25 Prozent, seit dem vergangenen Jahr sitzt Frasers-CEO Michael Murray im Aufsichtsrat. Frasers hat sich nach eigenen Angaben dazu entschieden, das Übernahmeangebot zu lancieren, um weitere Investitionen in den MDAX-Konzern zu erleichtern. Die Offerte unterliegt keiner Mindestannahmeschwelle.
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July 28, 2026 07:04 ET (11:04 GMT)
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