DJ FMC-CEO sieht US-Behandlungsmengen im Gesamtjahr auf 2Q-Niveau
Von Britta Becks
DOW JONES--Die Konzernchefin von Fresenius Medical Care (FMC) hat Investoren darauf eingestimmt, dass in diesem Jahr noch keine durchgreifende Verbesserung bei den viel beachteten organischen Behandlungszahlen in dem für den DAX-Konzern so wichtigen US-Markt zu erwarten ist. Der Bad Homburger Konzern gehe davon aus, dass die US-Behandlungsmengen im Gesamtjahr 2026 in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals liegen werden, sagte CEO Helen Giza am Dienstag in einer Telefonkonferenz für Analysten zu den am Vorabend veröffentlichten Zweitquartalsergebnissen. Im vergangenen Quartal waren die organischen Behandlungsmengen in den USA um 0,9 Prozent zurückgegangen und hatten sich damit gegenüber dem ersten Quartal, als der Rückgang 0,4 Prozent betragen hatte, nochmals verringert.
Giza machte dafür nicht zuletzt operative Versäumnisse verantwortlich und verwies auf rückläufige Überweisungsraten im zweiten im Vergleich zum ersten Quartal. Zwar habe man bereits im Auftaktquartal eine Abschwächung der Überweisungsraten beobachten können, die daraus resultierenden Auswirkungen aber offensichtlich unterschätzt. FMC arbeitet ihren Worten zufolge nun mit Hochdruck daran, wieder mehr Dialyse-Patienten effektiv in die eigenen Kliniken überwiesen zu bekommen, und habe bereits entsprechende organisatorische Änderungen vorgenommen. Am Vorabend hatte der Dialysedienstleister neben den Zweitquartalszahlen auch die Berufung von Cassie McLean zur neuen Vorständin von Care Delivery bekannt gegeben. Mit Wirkung zum 1. August übernimmt sie damit die direkte Verantwortung für das weltweite Dialyseklinikgeschäft.
Wie Konzernchefin Giza im Analysten-Call hervorhob, sieht sie hinter den rückläufigen US-Behandlungsmengen kein Marktproblem, und zeigte sich zuversichtlich, die Überweisungsraten in den betroffenen Gebieten wieder auf das von FMC angestrebte Niveau zu bringen. Allerdings hätten die niedrigeren Überweisungen im ersten Halbjahr einen sich verstärkenden Effekt mit Blick auf den Rest des Jahres, so dass im gesamten Jahr 2026 von US-Behandlungsmengen auf dem Niveau des abgelaufenen Quartals auszugehen sei.
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August 04, 2026 06:00 ET (10:00 GMT)
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