DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHLANDS BONITÄT - In der Bundesregierung und unter Ökonomen wächst die Sorge vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Deutschlands. Zwar haben die drei führenden Ratingagenturen S&P Global, Moodys und Fitch im Frühjahr Deutschlands Top-Bonität bestätigt. Aber Deutschland wird längst nicht mehr so positiv gesehen wie noch vor einigen Jahren. "Der Druck auf das Rating hat zugenommen", sagte Malgorzata Wegner, Expertin für Länderbewertungen bei der Ratingagentur Fitch, dem Handelsblatt. "Hauptgründe hierfür sind die steigende Staatsverschuldung, das schwache mittelfristige Wachstum und die Unsicherheit über den weiteren politischen Kurs nach der laufenden Legislaturperiode." (Handelsblatt)
RHEINPEGEL - Die Niedrigpegel am Rhein haben das Potenzial, Benzin und Diesel weiter zu verteuern. "Hält das Niedrigwasser an, dürften Treibstoffe in einigen Regionen knapper werden. Dann steigen auch die Preise", warnt Ökonom Thilo Schaefer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Grund ist der weitgehende Ausfall des Rheins als Transportweg für große Frachtschiffe. Ein ähnliches Phänomen habe es bereits 2018 gegeben, sagte Schaefer dem Spiegel. Damals "ließ sich beobachten, dass die Preise für Benzin von 1,34 Euro auf 1,42 Euro kletterten". Das gebe einen Eindruck vom Ausmaß des möglichen Effekts. Auslöser für mögliche Preissprünge an den Zapfsäulen seien die durch das Niedrigwasser auf dem Rhein ausgelösten Transportprobleme. "Wenn über den Rhein weniger Treibstoff ausgeliefert werden kann, müssen die Mineralölhändler kurzfristig Alternativen organisieren", so Schaefer. Kurzfristige Alternativen seien aber in der Regel deutlich teurer als Langfristverträge. "Die höheren Kosten schlagen dann an der Tankstelle durch". (Spiegel)
E-AUTO-FÖRDERUNG - In Deutschland haben inzwischen mehr als 100.000 Fahrzeughalter einen Antrag auf die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung gestellt. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), die dem Handelsblatt vorliegen. Demnach sind bis Anfang August gut 102.000 Anträge eingegangen. Mehr als 28.000 davon seien bereits bewilligt worden, teilte die Behörde mit. Knapp drei Viertel der Anträge stammen von Haushalten mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 60.000 Euro. Die Förderung richtet sich an Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von höchstens 80.000 Euro, für Familien mit mindestens zwei Kindern gilt eine Grenze von 90.000 Euro. Das Bundesamt will in den kommenden Tagen auch Zahlen dazu veröffentlichen, welche Automarken besonders stark von der Förderung profitieren. (Handelsblatt)
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August 05, 2026 01:06 ET (05:06 GMT)
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