DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Geschäftserwartungen in der Autoindustrie deutlich verbessert
Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie ist im Juli deutlich gestiegen. Der Saldo lag bei minus 15,6 Punkten nach minus 21,6 im Juni. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage zwar weiterhin so schlecht wie im Vormonat und planen, weitere Stellen abzubauen. Bei den Geschäftserwartungen ging es dagegen weiter steil nach oben: Nach einem Tief von minus 30,7 Punkten im April stiegen sie im Juli auf minus 0,1 Punkte. "Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen", sagte Ifo-Fachexpertin Anita Wölfl.
China-Indikator signalisiert nachlassende Aktivität im Dienstleistungssektor
Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor hat sich laut einem privaten Indikator im Juli abgeschwächt, da das Neugeschäft nachließ. Der von S&P Global erstellte RatingDog-Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im vergangenen Monat auf 50,4 von 54,1 im Juni, wie aus Daten hervorgeht. Der Wert markierte die langsamste Wachstumsrate seit September 2024. Ein Wert von über 50 deutet auf eine Expansion der Aktivität hin, während ein Wert darunter eine Kontraktion signalisiert.
Normalisierung im Nahen Osten entscheidend für EZB-Zinspause im Rest des Jahres
Trotz der Aufwärtsrisiken für die Inflation dürften sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank die Zinsen in diesem Jahr unverändert lassen, schreiben Gregory Steiner und Benedicte Kukla von Indosuez Wealth Management in einer Research Note. "Unser Basisszenario ist, dass die EZB stillhalten wird; damit dies jedoch Bestand hat, muss sich die Lage im Nahen Osten von nun an verbessern", schreiben der globale Leiter der Vermögensallokation Steiner und die Chefstrategin Kukla. Sie betrachten den Energieschock weiterhin als signifikant, aber letztlich nur vorübergehend. Für die EZB hätten sich die Finanzierungsbedingungen in der Eurozone seit der Juni-Sitzung verschärft, was die Währungshüter auf einem hawkishen Kurs des Stillhaltens halte, schreiben sie. Die EZB hatte die Zinsen im Juni angehoben.
Fed-Präsident Schmid - Inflationsproblem ist nicht nur eine Energiefrage
Der Präsident der Federal Reserve von Kansas City, Jeff Schmid, sagte am Dienstag, das Inflationsproblem der US-Notenbank sei nicht nur eine Energiefrage. Um die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zu senken, werde eine straffere Geldpolitik erforderlich sein. Auf dem Agricultural Economic Summit der Federal Reserve Bank of Kansas City in Omaha, Nebraska, sagte Schmid, dass Inflationsmaße, die Energie ausschließen, immer noch deutlich über 2 Prozent lägen. Dies offenbare einen zugrunde liegenden Trend in den Daten.
Indische Zentralbank hält Zinsen wegen hoher Risiken durch Iran-Krise stabil
Die indische Zentralbank hat am Mittwoch ihre Leitzinsen erneut unverändert gelassen, da sie weiterhin die wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Konflikts bewertet. Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of India (RBI) stimmte einstimmig dafür, den Repo-Satz bei 5,25 Prozent zu belassen. Damit unterbricht die Zentralbank ihre Zinserhöhungen zum vierten Mal in Folge. Grund dafür sind die erneuerten Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die Zentralbanken hinsichtlich Inflations- und Währungsrisiken in Alarmbereitschaft versetzen.
Wirtschaftswachstum Indonesiens verlangsamt sich im zweiten Quartal
Die indonesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal langsamer gewachsen, da höhere Kraftstoffpreise die inländische und ausländische Nachfrage belasteten. Die größte Volkswirtschaft Südostasiens expandierte im Zeitraum von April bis Juni um 5,29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit verlangsamte sich das Wachstum gegenüber den 5,61 Prozent des ersten Quartals. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der nationalen Statistikbehörde hervor.
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August 05, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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