DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Dienstleister im Juli stabilisiert
Ein kleines Nachfrageplus hat im Juli dafür gesorgt, dass die Geschäftstätigkeit im deutschen Dienstleistungssektor wieder näher an die neutrale Referenzmarke herangerückt ist. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 49,8 von 48,6 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Vorläufig war für Juli ein Wert von 49,6 ermittelt worden. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
VDMA: Auftragseingang legt im Juni kräftig zu
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im Juni einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang verzeichnet. Die Bestellungen übertrafen das Vorjahresniveau real um 21 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Getrieben wurde dieses Plus vor allem durch Sondereffekte aus dem Großanlagengeschäft mit Kunden außerhalb des Euroraums. Die Auslandsbestellungen kletterten im Juni insgesamt um real 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stachen die Nicht-Euro-Länder mit einem Sprung von 54 Prozent besonders hervor.
S&P Global: Wirtschaft der Eurozone gewinnt an Schwung im Juli
Die Wirtschaft der Eurozone hat im Juli die stärksten Zuwächse bei Geschäftstätigkeit und Auftragseingängen seit November letzten Jahres verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, stieg auf 52,0 Zähler von 50,0 im Vormonat, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Beim ersten Ausweis war ein Anstieg auf 51,9 Punkte gemeldet worden. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen.
PMI-Schwäche in China im Juli dürfte nur von kurzer Dauer sein
Die starken Rückgänge der chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im Juli dürften nur vorübergehend sein, da die Schwäche die lokalen Behörden veranlassen könnte, die Ausgaben zu erhöhen, wie Capital Economics (CE) in einer Research Note schreibt. Der Leiter der China-Volkswirtschaftsabteilung, Julian Evans-Pritchard, meint, die Schwäche spiegele zum Teil einen Rückgang der inländischen Güternachfrage wider, nachdem sich die Bautätigkeit infolge einer Reihe von Taifunen verlangsamt habe. Der Rückgang sei jedoch kein Grund zur Besorgnis.
Zinserwartungen an BoE sinken - Aussicht auf Einigung zwischen USA und Iran
Anleger haben nach Berichten über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of England im Jahr 2026 zurückgeschraubt. Die USA teilten mit, dass die Gespräche mit dem Iran gut vorankämen und eine Einigung bis Mittwoch erzielt werden könnte. Die Ölpreise sind im Vergleich zur Vorwoche niedrig und die Inflationssorgen lassen nach. Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent für eine Zinserhöhung der Bank of England um 25 Basispunkte bis Dezember ein, nach einer am Montag eingepreisten Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 31. Juli -2,9% auf 240 (Vorwoche: 247,2)
US/MBA Purchase Index Woche per 31. Juli -3,6% auf 154 (Vorwoche: 159,8)
US/MBA Refinance Index Woche per 31. Juli -1,9% auf 709,1 (Vorwoche: 723,1)
DJG/DJN/apo
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August 05, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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