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MÄRKTE USA/Freundlich - Dow und S&P-500 auf Rekordhochs

DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Dow und S&P-500 auf Rekordhochs

DOW JONES--Die Wall Street setzt ihre Rekordjagd am Mittwoch zunächst fort, wenn auch etwas langsamer. Die KI-Euphorie sei zurückgekehrt, stellen Händler fest. Allerdings sei die weitere Entwicklung des Iran-Kriegs mit vielen Fragezeichen behaftet. An den beiden Vortagen hatten die US-Börsen kräftig zugelegt mit neuen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Kriegs, zumal Ölpreis und Anleiherenditen deutlich fielen.

Kurz nach der Startglocke klettert der Dow-Jones-Index um 0,8 Prozent auf 54.532 Punkte und markiert ein neues Rekordhoch. Der S&P-500 legt um 0,6 Prozent zu und erreicht ebenfalls ein neues Allzeithoch. Der Nasdaq-Future rückt um 0,4 Prozent vor, gebremst von Advanced Micro Devices (AMD) und SpaceX. Etwas Unterstützung kommt vom überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht, der Zinserhöhungsängste lindert.

Die Ölpreise machen etwas verlorenes Terrain gut. Der Preis für das Barrel Brentöl steigt um 1 Prozent auf 80,15 Dollar. Am Anleihemarkt tut sich wenig. Die Zehnjahresrendite steht kaum verändert bei 4,63 Prozent. Kaum verändert zeigt sich auch der Dollar. Der Goldpreis zieht kräftiger an; er profitiert von den jüngst gefallenen Marktzinsen, die das zinslos gehaltene Edelmetall für Anleger attraktiver machen. Die Feinunze verteuert sich um 3,1 Prozent.

Der Kurs von AMD sackt um 6,2 Prozent ab. Die Zahlen des Chipkonzerns werden im Handel als insgesamt solide bezeichnet. Belastend wirkt die Ankündigung von SpaceX-CEO Elon Musk, das Raketen- und Satellitenunternehmen werde künftig ausschließlich Chips des AMD-Rivalen Nvidia einsetzen. Nvidia tendieren 3,2 Prozent höher.

Die SpaceX-Aktie bricht derweil um 12,6 Prozent ein. Hier nehmen die Anleger Anstoß an den massiven Investitionsausgaben, die das Unternehmen bei Vorlage seiner Zweitquartalszahlen auswies. Dass SpaceX im Quartal den Umsatz um 92 Prozent gesteigert und damit die Konsensschätzung ebenso übertroffen hat wie mit dem Ergebnis je Aktie, tritt darüber in den Hintergrund.

Die laufende Bilanzsaison hat indessen noch mehr zu bieten: Die Zahlen von Uber waren etwas besser als erwartet, doch gab der Fahrdienstvermittler eine enttäuschende Prognose ab. Die Aktie fällt um 5 Prozent. Bei Kraft Heinz (-2%) gingen Umsatz und Gewinn je Aktie im zweiten Quartal zurück. Der Lebensmittelkonzern engte die Ergebnisprognose für das Jahr ein, der Umsatz soll jedoch weniger stark schrumpfen als bislang angenommen. Die Disney-Aktie springt um 2,9 Prozent nach oben; die Zahlen des Unterhaltungskonzerns übertrafen die Erwartungen. Nach Börsenschluss werden Expedia und Ebay über den Verlauf des zweiten Quartals berichten.

Konjunkturseitig steht der ADP-Arbeitsmarktbericht im Blick. Demnach wurden im vergangenen Monat im privaten Sektor nur 44.000 Stellen geschaffen, während Volkswirte im Konsens mit 75.000 gerechnet hatten. Der Bericht gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Nach Handelsbeginn folgen der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe, jeweils für Juli.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          54.531,61  +0,8  +445,73    54.085,88 
S&P-500         7.786,19  +0,6   +49,67    7.736,52 
NASDAQ Comp      26.700,95  +0,4  +115,95    26.584,99 
NASDAQ 100       29.880,38  +0,5  +147,21    29.733,16 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,22 +0,02    4,22      4,19 
5 Jahre           4,35 +0,02    4,35      4,31 
10 Jahre          4,63 +0,00    4,63      4,59 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:10 
EUR/USD          1,1550  +0,2   0,0021     1,1529   1,1521 
EUR/JPY          181,94  +0,0   0,0800     181,86  181,5000 
EUR/CHF          0,9333  +0,1   0,0006     0,9327   0,9320 
EUR/GBP          0,8573  +0,0   0,0001     0,8572   0,8566 
USD/JPY          157,51  -0,1  -0,2100     157,72  157,5400 
GBP/USD          1,347  +0,2   0,0022     1,3448   1,3443 
USD/CNY          6,7497  -0,1  -0,0035     6,7532   6,7532 
USD/CNH          6,7486  +0,0   0,0010     6,7476   6,7470 
AUS/USD          0,7048  +0,1   0,0004     0,7044   0,7035 
Bitcoin/USD      63.880,46  -0,7  -430,41    64.310,87 64.029,33 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         75,68  -0,1   -0,09      75,77 
Brent/ICE         80,15  +1,0    0,79      79,36 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.203,12  +3,1   127,11    4.076,01 
Silber           62,03  +4,2    2,52      59,51 
Platin         1.725,25  -0,5   -9,28    1.734,53 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/kla

(END) Dow Jones Newswires

August 05, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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