DJ Telekom-Chef: Aufgestockter Aktienrückkauf ist Investitionsentscheidung
Von Britta Becks
DOW JONES--Telekom-Chef Tim Höttges hat das massiv aufgestockte Aktienrückkaufprogramm mit dem in seinen Augen nicht zufriedenstellenden Aktienkurs begründet. "Der Markt gibt uns derzeit weder für die Qualität von T-Mobile US noch für die Qualität unseres ex-US-Geschäfts den Wert, den beide Geschäfte verdienen", sagte Höttges während der Pressekonferenz zu den Zweitquartalszahlen. "Deshalb handeln wir."
Der Bonner DAX-Konzern hatte am Donnerstagmorgen angekündigt, deutlich mehr eigene Aktien zurückzukaufen als zunächst geplant, und den Aktienrückkauf um bis zu 3 Milliarden Euro bis Jahresende aufzustocken. Damit können die Rückkäufe bis Ende dieses Jahres bis zu 5 Milliarden Euro erreichen.
"Ein Aktienrückkauf ist für uns kein Signal zur Kurskosmetik. Er ist eine Investitionsentscheidung", so Höttges. "Wir kaufen dann eigene Aktien, wenn wir überzeugt sind, dass wir damit mehr Wert schaffen als mit anderen Investitionen. Genau diese Situation sehen wir heute."
Die Deutsche Telekom wolle die "außergewöhnliche Unterbewertung" des Aktienkurses im Interesse ihrer Aktionäre nutzen, zugleich aber weder ihre Bonitätsbewertung noch ihre Netzführerschaft, Spektrum-Flexibilität oder strategische Handlungsfähigkeit gefährden. Bei vollständiger Nutzung des Programms würde sich die gesamte Aktionärsvergütung in diesem Jahr auf nahezu 10 Milliarden Euro summieren.
"Das ist eine klare Botschaft", unterstrich der Konzernchef. "Wir investieren jeden Euro dort, wo er den höchsten nachhaltigen Wert je Aktie schafft. Und bei der heutigen Bewertung gehört unsere eigene Aktie eindeutig zu den attraktivsten Investitionen, die wir tätigen können."
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/brb/mgo
(END) Dow Jones Newswires
August 06, 2026 04:01 ET (08:01 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




