DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Hormus und Berichtssaison stützen
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte gehen am Donnerstag mit leichten Aufschlägen in den Handel. Die Hoffnung nimmt zu, dass bald eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt werden könnte. Iran und Oman finalisierten einen Vertragsentwurf zur Wiedereröffnung des für den Öltransport wichtigen Seeweges, der Teheran die Aufsicht über Schiffe, die in den Persischen Golf einfahren, gewährte, jedoch keine Erhebung von Maut- oder Servicegebühren erlaubte, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Brent-Ölpreis hält sich am Morgen unter der Marke von 80 Dollar das Fass. Während der Euro-Stoxx-50 um 0,5 Prozent zulegt, steigt der DAX nur um 0,1 Prozent auf 26.146 Punkte.
Die Auftragseingänge für die deutsche Industrie sind im Juni überraschend kräftig gestiegen, liefern jedoch kaum positive Impulse für den Markt. Denn der Zuwachs erweise nur auf den ersten Blick als erfreulich, da die Aufträge ohne schwankungsanfällige Großaufträge gesunken seien, kommentiert Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer. Zudem seien die Daten für Mai deutlich nach unten korrigiert worden. All das spreche lediglich für eine moderate Erholung der deutschen Industrie in diesem Jahr.
Klar im Fokus steht weiter aber die Zahlenflut der Unternehmen. Zu den Geschäftszahlen der DAX-Werte sagt ein Händler: "Es waren keine Enttäuschungen dabei, alles war besser". So hat Deutsche Telekom ihren Ausblick für den freien Cashflow erhöht, der Kurs steigt um 5,5 Prozent.
Bei Siemens lief das Industrie- und das Infrastrukturgeschäft besser als gedacht. Allerdings fällt der Kurs um 5,1 Prozent. Der Enthusiasmus der Anleger für Siemens dürfte kurzfristig aufgrund des langsamen Zeitplans für die Abspaltung von Healthineers, der Unsicherheit bezüglich der makroökonomischen Nachfrage und der Risiken im Zusammenhang mit Software für künstliche Intelligenz weiterhin begrenzt sein, erläuteren die Analysten von RBC. Zudem scheine die Prognoseanhebung des deutschen Industriekonzerns weniger ausgeprägt zu sein als die der Wettbewerber.
Auch von Merck KGaA (+2,1%) und Qiagen (+0,3%) kommen gute Geschäftszahlen. Rheinmetall klettern um 1,7 Prozent - trotz einer gesenkten Umsatzprognose. Dies sei aber hinlänglich bekannt gewesen, heißt es im Handel. Besser als erwartet sind die Geschäftszahlen der Commerzbank (-0,2%) ausgefallen. Vor allem die Gewinnstärke sei überraschend, sagt ein Händler, der aber gleich wieder relativiert: "Irgendwo muss das Interesse der Unicredit ja hergekommen sein".
Kursgewinne von 2,5 Prozent verbuchen Henkel. Nach den schwachen Daten von Beiersdorf seien Anleger generell skeptischer gegenüber defensiven Werten geworden und hätten dieses Segment untergewichtet. Im Bereich Konsumprodukte sei es bei Henkel auch geringer als erwartet nach oben gegangen, "das Klebstoffgeschäft reißt aber alles raus", sagt ein Händler. Auch hier schienen die Erwartungen angesichts der schleppenden deutschen Konjunktur zu zaghaft gewesen zu sein.
Scout24 stürzen um über 7 Prozent ab, Händler sprechen von einer leichten Enttäuschung über die operative Marge durch den jüngsten Zukauf in Spanien. Metzler attestiert hingegen solide Ergebnisse. Die Analysten sind der Meinung, dass die vom Unternehmen in Aussicht gestellte jährliche Wachstumsrate des EBITDA eine Bewertungsprämie gegenüber dem europäischen Classifieds-Sektor rechtfertige, die sich derzeit nicht im Aktienkurs zeige. Nach bestätigter Jahresprognose klettern SGL Carbon um 6,6 Prozent.
Zurich Insurance fallen nach Zahlenausweis um 3 Prozent, obwohl die Kommentare zu den Geschäftszahlen durchaus wohlwollend ausfallen. Dies betrifft insbesondere das Segment Leben. Allerdings gibt es kritische Stimmen zur Entwicklung des US-Geschäfts.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.506,31 +0,5 29,33 6.476,98 12,3 Stoxx-50 5.517,09 +0,3 16,92 5.500,17 12,2 DAX 26.146,24 +0,1 19,94 26.126,30 6,8 MDAX 32.421,64 -0,0 -4,69 27.039,42 5,9 TecDAX 3.991,82 +1,1 45,09 3.091,28 10,2 SDAX 18.586,90 +0,2 32,99 13.062,07 8,2 FTSE 10.906,33 +0,2 18,03 10.888,30 9,8 CAC 8.729,98 +0,7 60,68 8.669,29 7,1 SMI 14.633,06 +0,6 81,50 14.551,56 10,3 ATX 6.719,92 +0,2 16,02 6.703,90 26,2 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:15 EUR/USD 1,1543 -0,1 -0,0008 1,1551 1,1548 EUR/JPY 182,2 -0,0 -0,0400 182,24 181,9800 EUR/CHF 0,9332 +0,1 0,0009 0,9323 0,9320 EUR/GBP 0,8576 -0,0 -0,0002 0,8578 0,8572 USD/JPY 157,83 +0,1 0,0900 157,74 157,5400 GBP/USD 1,3455 -0,1 -0,0011 1,3466 1,3467 USD/CNY 6,7502 +0,0 0,0005 6,7497 6,7497 USD/CNH 6,7511 +0,0 0,0030 6,7481 6,7476 AUS/USD 0,7037 -0,3 -0,0020 0,7057 0,7057 Bitcoin/USD 64.857,34 +0,1 55,05 64.802,29 64.575,91 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 75,37 +0,2 0,15 75,22 Brent/ICE 79,52 +0,1 0,07 79,45 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.257,79 +0,3 12,39 4.245,40 Silber 61,81 -0,4 -0,27 62,08 Platin 1.745,19 +0,6 10,33 1.734,86 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 06, 2026 04:02 ET (08:02 GMT)
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