DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EZB - Der Verkauf von Euro durch die USA zur Stützung des Yen Ende vergangene Woche kam für die Europäische Zentralbank völlig überraschend. Die EZB wurde erst nach der Durchführung der Transaktion über den Schritt der USA am Freitag informiert, Euro zu verkaufen, um Yen zu kaufen, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen laut Financial Times berichteten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Finanzminister Scott Bessent sprachen demnach am Samstag über die Intervention, sagte eine der Personen. Die mangelnde Koordination unterstreicht den ungewöhnlichen Charakter der ersten gemeinsamen Bemühungen von Washington und Tokio zur Stützung des Yen seit fast 30 Jahren. Normalerweise hätte man erwartet, dass die USA bei einer solchen Operation Dollar einsetzen würden. Einige hochrangige EZB-Vertreter betrachteten die Entscheidung der USA, bei diesem Handel Euro einzusetzen, als einen beispiellosen Verstoß gegen langjährige Konventionen zur Zusammenarbeit zwischen westlichen Währungsbehörden, so die Informanten. (Financial Times)
GÜTERVERKEHR - Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) sieht die von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ins Gespräch gebrachte Aufhebung des Fahrverbotes an Sonn- und Feiertagen für Lastwagen wegen der Niedrigwasser-Krise skeptisch. Vorstandssprecher Dirk Engelhardt sagte der Rheinischen Post: "Die Fahrer müssten dann stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die mit hohen Bußgeldern versehenen Vorgaben der Lenk- und Ruhezeitenverordnung einzuhalten." (Rheinische Post)
DROHNEN - Die Zahl von Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugenommen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verzeichnete bis Ende Juni 166 Behinderungen durch Drohnen in den Großräumen der 15 internationalen Flughäfen in Deutschland. Das geht aus Zahlen der DFS hervor, die der Augsburger Allgemeinen vorliegen. Im gesamten Jahr 2025 lag die Zahl bei 225 und damit auf den Monat gerechnet niedriger. Besonders betroffen von diesem Anstieg ist Leipzig. In diesem Jahr wurden dort bereits 18 Drohnen gemeldet, im gesamten Vorjahr waren es lediglich sieben. Spitzenreiter in diesem Jahr sind Berlin mit 28 und Frankfurt mit 27. In Berlin lag die Zahl im Jahr zuvor bei 8, in Frankfurt bei 47. Die meisten der Drohnen wurden von Piloten gemeldet. (Augsburger Allgemeine)
NIEDRIGWASSER - Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein könnte der deutschen Wirtschaft bis Ende Oktober Produktionsverluste im Wert von rund 913 Millionen Euro bescheren. Das zeigt eine exklusive Modellrechnung des Beratungsunternehmens Prognos für das Handelsblatt. Die Wertschöpfung allein im Rhein-Einzugsgebiet könnte demnach um knapp 214 Millionen Euro sinken. Am stärksten trifft es die Chemieindustrie. Auf sie entfallen mit rund 426 Millionen Euro fast 47 Prozent der möglichen Produktionsverluste. Für Kokereien und die Mineralölverarbeitung errechnet Prognos Einbußen von knapp 207 Millionen Euro. Es folgen die Ver- und Entsorgung mit 49 Millionen Euro sowie Logistik, Handel und Gastgewerbe mit knapp 48 Millionen Euro. (Handelsblatt)
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August 07, 2026 00:30 ET (04:30 GMT)
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