Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat die Leitzinsen bei ihrer Ratssitzung am 23. Juli erwartungsgemäß unverändert gelassen, begründete dies jedoch in erster Linie damit, dass sie im September über eine bessere Datengrundlage verfügen wird, so die Analysten der DekaBank.Insofern sei ein erneuter Zinsschritt bei der nächsten Sitzung als sehr wahrscheinlich anzusehen. Über den anschließenden Kurs würden im EZB-Rat jedoch unterschiedliche Vorstellungen zu herrschen scheinen. Einerseits würden die erhöhten Inflationsraten und die zuletzt stabile realwirtschaftliche Entwicklung dafür sprechen, die Straffung der Geldpolitik noch etwas fortzusetzen. Andererseits werde die Inflation infolge von Basiseffekten im kommenden Jahr deutlich zurückgehen und könnte phasenweise die Zielmarke von 2% unterschreiten. Daher sei das Zeitfenster, in dem zusätzliche Leitzinserhöhungen Sinn machen würden, eher begrenzt. Vor dem Hintergrund der erhöhten Unsicherheit würden die Analysten es für naheliegend halten, dass die EZB den Einlagensatz ab September für längere Zeit auf dem Niveau von 2,50% belasse, um das Abebben des Energiepreisschocks abzuwarten. (Ausgabe vom 06.08.2026) (07.08.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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