DJ Lanxess-CEO: Rhein-Niedrigwasser schränkt Produktion bisher nicht groß ein
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Der Spezialchemiekonzern Lanxess mit Sitz in Köln hat nach eigenen Angaben "bisher keine größeren Produktionseinschränkungen" durch das Rhein-Niedrigwasser verzeichnet, plädiert allerdings für "aktives Krisenmanagement". Wie Lanxess-CEO Matthias Zachert in der Medientelefonkonferenz zu den 2Q-Ergebnissen erläuterte, habe ein kleinerer Betrieb mangels Ware kurzfristig nicht produzieren können, aber die großen Betriebe des Unternehmens seien bisher in Betrieb gewesen.
Wegen des Rhein-Niedrigwassers seien die Schiffe nur begrenzt beladbar, einzelne Lade- und Entladestellen nicht mehr erreichbar. Im Konzern sei eher die Anlieferung von Ware als der Abtransport betroffen. Man versuche, Transport auf Straße und Schiene zu verlagern, wo technisch und kurzfristig möglich, so Zachert. Dazu stehe der Konzern "in engem Austausch mit Lieferanten und Logistikern" und habe eine Taskforce gebildet.
Pro Jahr bekomme Lanxess Materialien in einer Größenordnung 400.000 Tonnen über den Rhein angeliefert, in absoluten Zahlen sei das eine relevante Größe, so Zachert. Lanxess hat Werke in Leverkusen, Krefeld und einen Standort in Dormagen, die über den Rhein beliefert werden.
Einem Unternehmenssprecher zufolge gehören beispielsweise Toluol, Salpetersäure und Schwefel zu den wichtigsten Rohstoffen, die bei Lanxess per Schiff angeliefert werden.
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August 07, 2026 05:50 ET (09:50 GMT)
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