DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag
DOW JONES--Europas Börsen bauen die Gewinne bis Freitagmittag aus. Gute Konjunkturnachrichten gibt es von mehreren Seiten: In China sprangen die Exporte um fast 24 Prozent zum Vorjahr an, was auf eine Belebung der internationalen Nachfrage im Juli deutet. Schon im Wochenverlauf hatten auch in Europa diverse Konjunkturdaten nach oben gezeigt. Selbst in Deutschland sei die Lage besser als die Stimmung, hieß es dazu vom Vermögensverwalter DWS. Wachstumsdaten, Frühindikatoren und Finanzmärkte zeichneten ein robusteres Bild der deutschen Wirtschaft, als die öffentliche Debatte vermuten lasse. Auch die aktuellen Daten zur deutschen Industrieproduktion und den Exporten passen ins Bild: Der DAX könnte wieder als "unterbewertetes Konjunktur-Play entdeckt" werden, heißt es im Handel. Neuigkeiten zur Lage um die Straße von Hormus gibt es wenige, die Ölpreise geben leicht nach, zeigen sich absolut betrachtet aber wenig verändert.
Der DAX gewinnt 0,9 Prozent auf 26.366 Punkte, damit rückt das Allzeithoch bei rund 26.404 wieder in greifbare Nähe. Der Euro-Stoxx-50 kommt auf ein Plus von 0,7 Prozent. An den Anleihemärkten geben die Renditen leicht nach.
Am Nachmittag steht der monatliche US-Arbeitsmarktbericht im Fokus. Erwartet werden rund 83.000 neue Stellen. Ein schwacher Bericht könnte als Begründung genutzt werden, den Inflationsanstieg weiter nicht mit einer Zinserhöhung bekämpfen zu wollen. Marktteilnehmer verweisen dabei auf die geänderte Kommunikation der US-Notenbank.
"Es geht weniger um das aktuelle Zinsniveau als um Vertrauen in die nächsten Schritte. Wenn die Notenbank ihre Sicht auf Konjunktur und Inflation nicht klar genug einordnet, entsteht ein Vakuum. Und dieses Vakuum füllen Märkte mit eigenen Annahmen. Glaubwürdigkeit ist dabei die zentrale Währung: Sie wird über Jahre aufgebaut, kann aber durch wenige unglückliche Auftritte schnell beschädigt werden", betont Marktstratege Felipe Villarroel von TwentyFour Asset Management.
Wer der Fed nicht mehr zutraue, Preisstabilität zu sichern, verlange dafür schnell einen spürbaren Aufschlag. Sollte deren Glaubwürdigkeit erodieren, stecke in den Renditen noch viel Luft nach oben. Die wichtigen 10-jahres Renditen der US-Bonds zeigen sich bei 4,66 Prozent.
Vor allem Technologiewerte haben sich europaweit als Kurstreiber wieder nach oben gearbeitet. Der Sektor-Index liegt mit 1,4 Prozent Plus vorn. Im DAX treiben Infineon mit 3,2 Prozent und SAP mit 3,4 Prozent Aufschlag.
Die Berichtssaison der Unternehmen liefert am Freitag weitere Zahlen. Daimler Truck (-3,1%) und Munich Re (-1,3%) haben finale Zahlen vorgelegt. Der Markt moniert hier zumeist Details. So merkt JP Morgan bei Munich Re an, dass die Einnahmen im Bereich Schaden- und Unfallrückversicherung im zweiten Quartal stärker als vom Markt veranschlagt zurückgegangen seien.
Neue Geschäftszahlen kommen von Lanxess (-6,2%) und Allianz (-0,1%). Bei allen Unternehmen werde viel über einzelne Aspekte diskutiert, klare Einschätzungen gebe es dazu weiter nicht, heißt es im Handel. Auch die Kommentare der Analysten verlören sich in Detaildiskussionen. So moniert die RBC bei Allianz die Entwicklung im Bereich P&C sowie die Einnahmen des Konzerns. Diese Entwicklung habe man bereits bei Zurich Insurance beobachten können. Bei Brenntag wird der erneut erhöhte Jahresausblick mit einem mageren Plus von 0,1 Prozent Plus belohnt.
Einige Nebenwerte profitieren von Umstufungen. So legen die Titel des Satellitenbauers OHB um 0,8 Prozent zu dank einer Ersteinstufung durch Deutsche Bank mit "Buy". Bei Suss Microtec geht es sogar 6,1 Prozent höher. Hier treiben gleich zwei Hochstufungen auf "Kaufen" von MPCM und Deutscher Bank.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.545,91 +0,7 43,35 6.502,56 13,0 Stoxx-50 5.550,17 +0,8 42,90 5.507,27 12,9 DAX 26.366,40 +0,9 226,27 26.140,13 7,7 MDAX 32.552,40 +0,4 121,28 27.039,42 6,3 TecDAX 4.069,70 +1,7 68,71 3.091,28 12,4 SDAX 18.678,63 +0,6 113,82 13.062,07 8,8 FTSE 10.947,63 +0,7 79,74 10.867,89 10,2 CAC 8.735,46 +0,4 35,75 8.699,71 7,2 SMI 14.606,93 +0,6 88,18 14.518,75 10,1 ATX 6.717,33 -0,4 -27,33 6.744,66 26,1 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 EUR/USD 1,1529 +0,0 0,0005 1,1524 1,1528 EUR/JPY 182,55 -0,0 -0,0100 182,56 182,6100 EUR/CHF 0,9343 -0,2 -0,0014 0,9357 0,9349 EUR/GBP 0,8575 +0,1 0,0011 0,8564 0,8564 USD/JPY 158,32 -0,1 -0,1000 158,42 158,3900 GBP/USD 1,3443 -0,1 -0,0010 1,3453 1,3455 USD/CNY 6,7474 -0,0 -0,0014 6,7488 6,7488 USD/CNH 6,7472 -0,0 -0,0009 6,7481 6,7483 AUS/USD 0,7038 +0,1 0,0008 0,703 0,7036 Bitcoin/USD 64.994,75 +0,9 592,26 64.402,49 64.808,86 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 76,82 -0,6 -0,47 77,29 Brent/ICE 81,93 -0,7 -0,56 82,49 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.327,23 +2,1 88,00 4.239,23 Silber 64,21 +4,4 2,73 61,48 Platin 1.757,05 +1,6 27,80 1.729,25 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 07, 2026 07:37 ET (11:37 GMT)
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