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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen eines Ersatzfeiertags für den Nationalfeiertag (9. August) geschlossen.

DIENSTAG: In Japan ruht der Börsenhandel wegen des Tags des Berges.

TAGESTHEMA

Apple testet Speicherchips des chinesischen Unternehmens CXMT für verschiedene Produktlinien, darunter iPhones und MacBooks, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Das US-Unternehmen reagiert damit auf eine Speicherknappheit während des Booms bei künstlicher Intelligenz (KI). Apple habe erste Gespräche mit CXMT über die Lieferung von Komponenten geführt, mit dem Ziel, diese in einigen in China verkauften Geräten zu verwenden, so die Personen. Apple hoffe, den Segen des Weißen Hauses zu erhalten, um mit dem chinesischen Unternehmen Geschäfte machen zu können. Apple erhöht weltweit die Preise für seine Produkte und begründet dies mit den steigenden Kosten für Speicherchips aufgrund der hohen Nachfrage von KI-Unternehmen. Der Zugang zu chinesischen Lieferungen könnte dem iPhone-Hersteller helfen, die Knappheit zu lindern.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

Es stehen keine wichtigen Daten auf der Agenda.

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.789,00  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.906,00  +0,2 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.232,50  -0,3 
 
Topix-500 (Tokio)      4.104,69  +0,7 
Kospi (Seoul)        6.279,34  +0,3 
Shanghai-Composite      3.944,14  +0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.810,55  +0,6 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Rekordstände der Wall Street beflügeln die Börsen in der Mehrzahl. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpft die Sorgen über kurzfristige Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und stützt somit die Aktienmärkte. Trotz der positiven Stimmung gibt es auch mahnende Stimmen im Handel, denn die Unsicherheiten über den Fortgang des Iran-Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus sind groß. Der südkoreanische Kospi klettert nach erneuten Volatilitäsunterbrechungen - erneut geben die Schwergewichte SK Hynix (+1,2%) und Samsung Electronics (+0,1%) die Richtung vor. Bereits an den US-Börsen hatten Technologietitel aus dem Halbleitersektor vorn gelegen. Auch in Japan wird der Markt angeführt von Elektroniktiteln. Furukawa Electric ziehen um 5,8 Prozent an. In China zeigen sich Technologiewerte uneinheitlich, allerdings waren die jüngsten Börsentrends des Sektors hier auch nicht komplett nachvollzogen worden. Im Juli hat sich die Inflation bei den Verbraucher- und auch den Erzeugerpreisen unerwartet stark abgeschwächt. Dies deutet auf eine verhal. In Australien gibt der Leitindex einen Teil der Freitagsgewinne wieder ab. Lithium-Aktien widersetzten sich der allgemeinen Schwäche: Global Lithium Resources legen um 6 Prozent zu. Treasury Wine Estates ziehen um 4,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2025 an. Die Jahresergebnisse stoßen bei RBC auf eine positive Resonanz.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     54.036,93  +0,3  +151,83    53.885,10 
S&P-500    7.757,64  +0,6  +47,68    7.709,96 
NASDAQ Comp 26.690,62  +1,3  +342,26    26.348,35 
NASDAQ 100  29.722,30  +1,2  +348,97    29.373,33 
 
           Freitag  Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,15 Mrd  1,26 Mrd 
Gewinner       1.807   1.064 
Verlierer       949   1.691 
Unverändert       72     86 
 

Freundlich - Der unerwartet schwache US-Arbeitsmarktbericht linderte Zinserhöhungssorgen und stützt Aktien. Ausbleibende Neuigkeiten zu den Verhandlungen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus dämpften die Kauflaune aber etwas. Airbnb hatte den Ausblick angehoben. Der Kurs sprang um 17,4 Prozent nach oben. Atlassian zogen um 35,3 Prozent an. Das Unternehmen hatte vor allem in seiner Cloudsparte überraschend gut abgeschnitten. Under Armour (-4,5%) hatte einen Umsatzrückgang verbucht. Auch der Umsartazsblick wurde gesenkt. Wendy's (+4,1%) hatte nach einem durchwachsenen Quartal den Ausblick für 2026 zurückgezogen und die Dividende gekürzt. Das Unternehmen will aber mit Investitionen die Trendwende schaffen. Positiv wurden die Zahlen von Take-Two Interactive (+6%) aufgenommen. Der Videospieleanbieter sah keine Kaufzurückhaltung der Kunden. Die als zinssensibel geltenden Technologiewerte profitierten nicht durchweg von gesunkenen Marktzinsen, da Anleger weiter die Nachhaltigkeit der KI-bedingten Gewinne und die massiven Investitionen in Frage stellten. Unter anderem gewannen Nvidia 2,3 Prozent und Intel 1,8 Prozent. Die am Donnerstag nach Zahlenvorlage abgestraften Aktien von Western Digital und Sandisk verloren jedoch weitere 3,8 und 3,7 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries     Rendite    +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre         4,20   -0,03    4,26    4,15 
10 Jahre         4,66   -0,01    4,69    4,60 
 

Die Renditen der US-Anleihen kamen nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten zunächst deutlich zurück, weil Zinserhöhungerwartungen ausgepreist wurden, erholten sich aber im weiteren Verlauf von ihren Tagestiefs.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Fr, 9:26 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1552  -0,1   1,1558     1,1521  -1,6 
EUR/JPY          182,91  +0,3   182,36     182,50  -0,6 
EUR/GBP          0,8561  -0,1   0,8565     0,8566  -1,8 
USD/JPY          158,35  +0,4   157,78     158,37  +1,1 
USD/KRW         1.415,89  +0,6  1.407,48    1.418,00  -1,7 
USD/CNY          6,7450  -0,0   6,7472     6,7466  -3,6 
USD/CNH          6,7443  +0,0   6,7430     6,7460  -3,3 
USD/HKD          7,8451  +0,0   7,8447     7,8447  +0,8 
AUD/USD          0,7063  -0,1   0,7067     0,7033  +5,9 
NZD/USD          0,5886  -0,1   0,5893     0,5867  +2,3 
BTC/USD        65.039,62  -0,1 65.090,17    64.356,63 -25,8 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach unten und tendierte etwas leichter. Der Euro stieg auf rund 1,1560 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.343,91  +0,1    2,20    4.341,71 
Silber           64,12  +0,9    0,57      63,55 
Platin         1.762,55  +1,0   17,56    1.744,99 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gold profitierte vom schwächeren Dollar und gesunkenen Marktzinsen. Der Preis für die Feinunze stieg um 2,4 Prozent auf 4.340 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         78,30  +0,2    0,12      78,18 
Brent/ICE         83,98  +0,5    0,43      83,55 
 

Die Ölpreise zogen an. Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 83,70 Dollar, da positive Neuigkeiten zur Straße von Hormus ausblieben. Sollte es hier zu einer Einigung zur Wiederöffnung der für den Öltransport wichtigen Meerenge kommen, würden geopolitische Risiken etwas verringert, hieß es.

MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR

STRASSE VON HORMUS

Ein hochrangiger iranischer Vertreter hat eine Reihe harter Forderungen für die Öffnung der Straße von Hormus aufgestellt. Mohammad Bagher Zolghadr, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, sagte, die USA müssten den Krieg dauerhaft beenden, ihre Seeblockade aufheben, ihre Streitkräfte abziehen, alle Sanktionen aufheben, die eingefrorenen Vermögenswerte des Iran freigeben, Kriegsreparationen zahlen, Drohungen und Beleidigungen einstellen und militärische Aktionen gegen die mit dem Iran verbündeten Milizen in der Region stoppen, bevor der Iran die Meerenge öffnen würde, so ein Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, dass ein mit ihrer nationalen Ölgesellschaft verbundenes Schiff am Samstag bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter iranischen Raketenbeschuss geraten sei. Die VAE machten die Islamischen Revolutionsgarden des Iran für den Angriff verantwortlich.

KONJUNKTUR USA

Verbraucherkredite Juni plus 14,2 Mrd USD

INFLATION CHINA

In China hat sich im Juli die Inflation bei den Verbraucher- und auch bei den Erzeugerpreisen unerwartet stark abgeschwächt. Dies deutet auf eine verhaltene Binnennachfrage hin und spiegelt die Auswirkungen von Extremwetter sowie sinkenden Ölpreisen wider. Der Erzeugerpreisindex stieg im Juli um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verlangsamte sich damit nach einem Anstieg von 4,1 Prozent im Vormonat. Dieser Wert lag unter der Markterwartung von 3,9 Prozent.

Die Verbraucherpreise in China stiegen um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie verlangsamten sich damit gegenüber dem Wachstum von 1,0 Prozent im Juni und verfehlten den prognostizierten Anstieg von 0,8 Prozent.

KONJUNKTUR JAPAN

Leistungsbilanz Juni nsb Defizit 92,3 Mrd JPY (PROG: Überschuss 1,514 Bill JPY)

USA

Ein Bundesberufungsgericht hat entschieden, dass der Bau des von Präsident Donald Trump geplanten Festsaals im Weißen Haus vorerst gestoppt werden muss. In einem 2:1-Urteil bestätigte ein Gremium des Berufungsgerichts des US-Bundesdistrikts Columbia eine Entscheidung der Vorinstanz, die die Bauarbeiten an dem geplanten, etwa 8.360 Quadratmeter großen Projekt vorübergehend ausgesetzt hatte. Das Berufungsgericht urteilte, dass das Projekt die Zustimmung des Kongresses erfordert.

FORD

plant wohl eine neue viertürige Version des Mustangs. Der Wagen sei diese Woche auf einer Händlerveranstaltung gezeigt worden, sagten mit der Situation vertraute Personen.

INTEL

bekommt einen neuen Chief Sales Officer, denn Greg Ernst will das Unternehmen nach einer 27-jährigen Karriere verlassen. Intel teilte am Freitag zudem mit, dass Dean Jarnac mit Wirkung zum September zum Chief Sales Officer ernannt wurde. Er wird die globale Vertriebsorganisation des Unternehmens leiten und an Chief Executive Officer Lip-Bu Tan berichten. Jarnac war zuletzt als Chief Sales Officer für das Halbleiterunternehmen Marvell Technology tätig und hielt Führungspositionen im Vertrieb bei Broadcom und AMD.

WESTPAC

hat ihren Nettogewinn im dritten Quartal gegenüber dem Durchschnitt der beiden vorangegangenen Quartale um 3 Prozent gesteigert. Gestützt wurde dies durch ein Wachstum bei Krediten und Einlagen. Die nach Marktkapitalisierung drittgrößte Bank Australiens meldete für die drei Monate bis Ende Juni einen ungeprüften Nettogewinn von 1,8 Milliarden australischen Dollar. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten erzielte die Bank ein ähnliches Ergebnis, wobei der Anstieg gegenüber dem Durchschnitt der beiden vorangegangenen Quartale bei 2 Prozent lag. Die Einlagen im dritten Quartal stiegen ebenfalls um 2 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der beiden vorangegangenen Quartale.

MOORE THREADS

Der KI-Chip-Entwickler Moore Threads Technology plant einen Börsengang in Hongkong. Damit reiht sich das Unternehmen in die wachsende Zahl chinesischer Chiphersteller ein, die in der Finanzmetropole frisches Kapital aufnehmen wollen. Das in Peking ansässige Unternehmen teilte mit, dass das Board den Plänen zur Ausgabe von H-Aktien und einer Notierung im Hauptsegment der Hongkonger-Börse zugestimmt habe. Der Chipentwickler will nach eigenen Aussagen mit dem IPO seine Internationalisierungsstrategie vertiefen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Ein Zeitplan für den Börsengang, der noch der behördlichen Genehmigung bedarf, wurde nicht genannt.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

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August 10, 2026 01:50 ET (05:50 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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