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MÄRKTE EUROPA/Kaum Bewegung - Börsen zwischen Hormus-Verhandlungen und US-Zins

DJ MÄRKTE EUROPA/Kaum Bewegung - Börsen zwischen Hormus-Verhandlungen und US-Zins

DOW JONES--Wenig verändert sind die europäischen Aktienmärkte am Montag in die neue Handelswoche gestartet. Der DAX legt um 0,1 Prozent auf 26.350 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 gewinnt ebenfalls 0,1 Prozent auf 6.531 Punkte. Die Lage um die Straße von Hormus ist eher unklarer geworden. Deutlich wird jedoch, dass die USA entgegen ihrer Ankündigungen keine wirkliche Rolle mehr bei den Gesprächen spielen. Der Iran hat betont, dass er kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Verwaltung des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße steht, hat nun aber Zusatzforderungen in Richtung USA erhoben.

Selbst US-Präsident Donald Trump ließ am Wochenende verlauten, man verhandele nur halbherzig mit dem Iran und auch Israel hat Trumps Friedensplan für Gaza abgelehnt. "Es wirkt immer mehr, als machen die Länder in Nahost ihr eigenes Ding und die USA sind nur noch Zuschauer", so ein Händler. Zeichen dafür gebe es, seitdem Saudi-Arabien im Hintergrund die totale Dollar-Bindung des Ölpreises aufgelöst habe und Chinas digitalen Yuan akzeptiere sowie dem Sicherheitspakt von Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei. Für die Börsen mache die zunehmende Zahl der Mitspieler und Eigeninteressen die Einschätzung der Lage künftig immer schwieriger, heißt es. Der Brent-Ölpreis zeigt sich 0,5 Prozent im Plus bei 84 Dollar je Barrel.

Leicht positiv sieht Anlagestratege Jochen Stanzl von der Consorsbank den DAX zum Wochenstart. Nachlassende Zinsängste nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten festigten den DAX-Ausbruch über 26.000 Punkte. Der Ausbruch scheine sukzessive Käufer anzulocken, die aus technischen Gründen einstiegen, was den Index ein wenig resilienter gegenüber jeder Nachricht aus dem Iran zu machen scheine.

Sorgen macht dagegen die Wirtschaft in China, wo die Erzeugerpreise im Juli um 3,5 Prozent gestiegen sind. Das war geringer als erwartet und deutet auf ein Nachlassen des Erholungsmomentums der dortigen Wirtschaft hin.

Der schwächere US-Arbeitsmarkt hat für Entspannung bei den Zinserhöhungserwartungen gesorgt. Allerdings dürften sich Anleger vor den wichtigen US-Verbraucherpreisen am Mittwoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, heißt es. Brent Wilsey von Wilsey Asset Management kommentierte, dass der Jobverlust von 23.000 Stellen in den USA wohl nicht viel für die Fed ändern werde, aber die Bedeutung der Inflationsdaten erhöhen wird.

Vor allem, da die US-Verbraucherpreise wieder zugelegt haben dürften, da die Ölpreise in der zweiten Monatshälfte sprunghaft gestiegen waren, nachdem das Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran gescheitert war. Aktuell zeigt das CME-Fed-Tool, dass wieder 56 Prozent der Trader an unveränderte Zinsen auf dem September-Meeting der US-Notenbank glauben. Vor einer Woche waren es noch rund 33 Prozent. "Der Markt dürfte bis Mittwochmittag die Erleichterung bei US-Zinserhöhungssorgen spielen und dann 'völlig überrascht' auf das steigende US-CPI reagieren", so ein Händler.

Der Datenkalender am Montag ist leer. Dies dürfte die Bedeutung von technischen Handelsmarken in den Vordergrund rücken, heißt es im Handel. Etwas geblickt wird am Vormittag auf den deutschen Sentix-Konjunkturindex für August.

Gea legen nach finalen Zahlen nur 0,9 Prozent zu. Hier bremst ein Widerstandsbereich aus dem Jahreshoch vom Februar. Ansonsten sei der Erholungstrend intakt. Die vom Unternehmen berichtete Kombination aus steigendem Umsatz plus steigender Marge und freiem Cashflow werde von der Börse üblicherweise honoriert, heißt es im Handel.

Umstufungen und Analystenkommentare sorgen für höhere Kursveränderungen. So hat laut Angaben aus dem Handel die Citi das Kursziel von Qiagen erhöht auf 45 nach 38 Euro, hier geht es um 2,5 Prozent aufwärts. Größter Gewinner sind bisher Aumovio mit einem Plus von 4,3 Prozent. Sie wurden von Bernstein auf "Outperform" hochgestuft.

Hypoport will im zweiten Halbjahr weitere Marktanteile gewinnen und setzt vor allem auf ein saisonal starkes viertes Quartal. Der Finanzdienstleister bestätigte bei der Veröffentlichung der vollständigen Zahlen für das erste Halbjahr seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Hier geht es 2,7 Prozent höher.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.531,30  +0,1    7,44    6.523,86    12,8 
Stoxx-50        5.537,32  +0,2   10,01    5.527,31    12,6 
DAX          26.350,05  +0,1   30,60    26.319,45    7,6 
MDAX          32.501,87  +0,3   94,67    27.039,42    6,1 
TecDAX         4.090,34  +0,5   21,56    3.091,28    12,9 
SDAX          18.653,91  -0,0   -5,72    13.062,07    8,6 
FTSE          10.889,20  -0,1   -11,89    10.901,09    9,6 
CAC           8.714,50  0,0   -0,43    8.714,93    6,9 
SMI          14.584,50  +0,3   39,59    14.544,91    9,9 
ATX           6.659,57  +0,1    6,84    6.652,73    25,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 
EUR/USD          1,1556  -0,0  -0,0002     1,1558   1,1528 
EUR/JPY          183,1  +0,4   0,7400     182,36  182,6100 
EUR/CHF          0,9339  +0,0   0,0001     0,9338   0,9349 
EUR/GBP          0,8564  -0,0  -0,0001     0,8565   0,8564 
USD/JPY          158,43  +0,4   0,6500     157,78  158,3900 
GBP/USD          1,3493  +0,0   0,0005     1,3488   1,3455 
USD/CNY          6,7447  -0,0  -0,0025     6,7472   6,7488 
USD/CNH          6,7444  +0,0   0,0014     6,7430   6,7483 
AUS/USD          0,7067  0,0   0,0000     0,7067   0,7036 
Bitcoin/USD      65.259,16  +0,3   168,99    65.090,17 64.808,86 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         78,23  +0,1    0,05      78,18 
Brent/ICE           84  +0,5    0,45      83,55 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.357,37  +0,4   15,66    4.341,71 
Silber           64,39  +1,3    0,84      63,55 
Platin         1.752,02  +0,4    7,04    1.744,99 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 10, 2026 03:34 ET (07:34 GMT)

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