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MÄRKTE ASIEN/Börsen im Plus - Halbleitertitel uneinheitlich

DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen im Plus - Halbleitertitel uneinheitlich

DOW JONES--Die Rekordstände der Wall Street haben am Montag die asiatischen Börsen beflügelt, die in der Mehrzahl mit Aufschlägen notierten. Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpfte die Sorgen über kurzfristige Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und stützte somit die Aktienmärkte. "Die Fed-Fund-Futures implizieren jetzt eine 57-prozentige Wahrscheinlichkeit für keine Zinsänderung im September, nach einer 54-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung vor dem Arbeitsmarktbericht", erläuterte Marktanalyst Matt Simpson von StoneX. Trotz der positiven Stimmung gab es auch mahnende Stimmen im Handel, denn die Unsicherheiten über den Fortgang des Iran-Krieges und die Wiederöffnung der für den Ölhandel so eminent wichtigen Straße von Hormus waren groß.

Der südkoreanische Kospi kletterte nach erneuten Volatilitäsunterbrechungen um 0,7 Prozent - angeführt von Wehrtechnik- und Bautiteln. Die Schwergewichte SK Hynix (-0,1%) und Samsung Electronics (-0,4%) drehten im Verlauf ins Minus. Aufschläge der US-Technologietitel aus dem Halbleitersektor hatten zunächst noch gestützt. Die Abschläge der südkoreanischen Sektorwerte folgten damit einer verlustreichen Woche für asiatische Chip-Aktien, da Anleger die Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Rally und die Bewertungen im Halbleitersektor neu bewerteten.

In Japan wurde der Markt angeführt von Elektronik- und Metalltiteln. Der Nikkei-225 baute um Verlauf seine Aufschläge aus und schloss 2,1 Prozent höher bei auf 66.970 Punkte. Furukawa Electric zogen um 2,5 Prozent an. Das unerwartete Defizit der japanischen Leistungsbilanz für Juni wurde lediglich zur Kenntnis genommen.

In China zeigten sich Technologiewerte uneinheitlich, allerdings waren die jüngsten Börsentrends des Sektors hier auch nicht komplett nachvollzogen worden. Der HSI in Hongkong gewann im späten Handel 1,1 Prozent, der Shanghai-Composite im Kernland 0,7 Prozent. Im Juli hatte sich die Inflation bei den Verbraucher- und auch den Erzeugerpreisen unerwartet stark abgeschwächt. Dies deutete auf eine verhaltene Binnennachfrage hin und spiegelt die Auswirkungen von Extremwetter sowie sinkenden Ölpreisen wider.

Für Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt bei Pinpoint Asset Management, stand die Schwäche der Preisdaten im Einklang mit anderen Konjunkturdaten wie dem Einkaufsmanagerindex, der ebenfalls stärker als erwartet gefallen war. Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf das schwächste Tempo seit über drei Jahren, da ein Boom bei KI-getriebenen Exporten nicht ausreiche, um eine schleppende Binnenkonjunktur und schwache Verbraucherausgaben auszugleichen.

Gleichwohl schien der KI-Boom anzuhalten: Der KI-Chip-Entwickler Moore Threads Technology plant einen Börsengang in Hongkong. Damit reiht sich das Unternehmen in die wachsende Zahl chinesischer Chiphersteller ein, die in der Finanzmetropole frisches Kapital aufnehmen wollen. Das in Peking ansässige Unternehmen teilte mit, dass das Board den Plänen zur Ausgabe von H-Aktien und einer Notierung im Hauptsegment der Hongkonger-Börse zugestimmt habe.

In Australien fiel der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent und gab damit einen Teil der Freitagsgewinne wieder ab. Die australische Berichtssaison nimmt diese Woche richtig Fahrt auf. Anleger würden auf Anzeichen dafür achten, dass die hohen Aktienkurse durch sich verbessernde Gewinne und Ausblicke gestützt werden, sagte Analyst Greg Boland von Moomoo Australia and New Zealand. Lithium-Aktien widersetzten sich der allgemeinen Schwäche: Global Lithium Resources legten um 8,6 Prozent zu. Treasury Wine Estates zogen um 4,2 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2025 an. Die Jahresergebnisse stießen bei RBC auf eine positive Resonanz. Die Geschäftszahlen lägen sowohl über der Unternehmensprognose als auch über den Konsensprognosen. Westpac Banking verloren nach Geschäftsausweis 5,9 Prozent. Die Aussichten für das Hypothekengeschäft trübten sich ein.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.232,60  -0,3    +5,9      08:00 
Nikkei-225        66.970,22  +2,1    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.207,30  +0,7   +20,6      08:00 
Kospi (Seoul)       6.299,66  +0,7   +49,5      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.900,96  +0,9    +1,1      10:00 
Shanghai-Composite     3.966,59  +0,7    -0,0      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.698,43  +1,1   +22,6      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.402,71  -0,1   -26,0      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.737,07  +0,1    +3,4      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Fr, 9:26 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1554  -0,0   1,1558     1,1521  -1,6 
EUR/JPY           183,09  +0,4   182,36     182,50  -0,5 
EUR/GBP           0,8562  -0,0   0,8565     0,8566  -1,8 
USD/JPY           158,46  +0,4   157,78     158,37  +1,2 
USD/KRW          1.418,68  +0,8  1.407,48    1.418,00  -1,5 
USD/CNY           6,7447  -0,0   6,7472     6,7466  -3,6 
USD/CNH           6,7451  +0,0   6,7430     6,7460  -3,3 
USD/HKD           7,8452  +0,0   7,8447     7,8447  +0,8 
AUD/USD           0,7063  -0,1   0,7067     0,7033  +5,9 
NZD/USD           0,5888  -0,1   0,5893     0,5867  +2,3 
BTC/USD          65.238,18  +0,2 65.090,17    64.356,63 -25,6 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           78,49  +0,4    0,31      78,18 
Brent/ICE           83,89  +0,4    0,34      83,55 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.353,02  +0,3   11,31    4.341,71 
Silber            64,20  +1,0    0,65      63,55 
Platin           1.748,05  +0,2    3,06    1.744,99 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 10, 2026 03:43 ET (07:43 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

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