DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Sentix-Konjunkturindex Deutschland steigt im August
Die Konjunkturerwartungen von Anlegern für Deutschland sind im August das dritte Mal in Folge gestiegen. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex kletterte auf minus 11,9 (Juli: minus 19,4) Punkte, das höchste Niveau seit Februar. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 28,3 (minus 39,8) und der Index der Erwartungen auf plus 6,0 (plus 3,5) Punkte. "Trotz des deutlichen Anstiegs bleibt das Ausgangsniveau niedrig: Vor allem die Lagekomponente signalisiert weiterhin eine schwache wirtschaftliche Grundverfassung", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy die Daten.
Chinas Verbraucherpreise könnten unter Druck geraten
Die chinesischen Verbraucherpreise könnten unter Druck geraten, da der Rückenwind von den Rohstoffen nachlasse, schreibt Barclays in einer Research Note. Die Preisdaten für Juli hätten sich auf breiter Front abgeschwächt, was zeige, dass "die Unterstützung durch frühere vorgelagerte und rohstoffbezogene Preissteigerungen nachzulassen beginnt", so die Bank. Die Ölpreise sind von ihren Höchstständen im April gefallen, während die Konflikte zwischen den USA und dem Iran bezüglich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus andauern. Eine schwache Inlandsnachfrage und geringere Ausgaben im Tourismusbereich setzten die Verbraucherpreise ebenfalls unter Druck, heißt es weiter.
Nahostkonflikt bleibt entscheidender Faktor für Chinas Inflation
Der Nahostkonflikt wird ein entscheidender Faktor für die Erzeugerpreise und die Energiekomponenten der Verbraucherpreise bleiben, schreiben die Analysten von HSBC Global Research in einer Research Note. Chinas Inflationsdaten für Juli deuteten darauf hin, dass frühere Preisanstiege an Dynamik verlören, fügen sie hinzu. Der Haupttreiber seien die niedrigeren globalen Ölpreise Anfang Juli gewesen. Dies sei insbesondere auf das Zeitfenster für die Datenerhebung im Inland und die Verzögerung zurückzuführen, mit der sich globale Preisänderungen auf die heimische Wirtschaft auswirkten, heißt es weiter. Die detaillierte Datenaufschlüsselung deute weiterhin auf ein K-förmiges Wachstum im Inland hin. Dies unterstreiche die Notwendigkeit, die Umsetzung des bestehenden politischen Maßnahmenpakets zur Stärkung der Binnennachfrage zu beschleunigen, fügen sie hinzu.
DJG/DJN/apo
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August 10, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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