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MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause knapp unterhalb der Rekorde

DJ MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause knapp unterhalb der Rekorde

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte legen nach den Rekordhochs in der Vorwoche am Montag einen kleine Verschnaufpause ein. Während die Impulse von der Berichtssaison fehlen, kommt auch von der Geopolitik kaum Störfeuer. Der DAX legt am Mittag um 0,3 Prozent auf 26.394 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,4 Prozent auf 6.551 Punkte. Öl der Sorte Brent handelt mit knapp 85 Dollar je Fass leicht höher, belastet aber die Risikostimmung unter den Investoren nicht. Der Euro tritt mit 1,1550 Dollar nahezu auf der Stelle.

Leicht positiv sieht Anlagestratege Jochen Stanzl von der Consorsbank den DAX zum Wochenstart. Nachlassende Zinsängste nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten festigten den DAX-Ausbruch über 26.000 Punkte. Der Ausbruch scheine sukzessive Käufer anzulocken, die aus technischen Gründen einstiegen, was den Index ein wenig resilienter gegenüber jeder Nachricht aus dem Iran zu machen scheine.

Im Wochenverlauf stehen die US-Verbraucherpreise im Fokus. Der Preisdruck dürfte sich den zweiten Monat in Folge leicht abgeschwächt haben. Der Analystenkonsens erwartet einen Rückgang der jährlichen Gesamtrate von 3,5 auf 3,4 Prozent und der Kernrate von 2,6 auf 2,5 Prozent. Aktuell zeigt das CME-Fed-Tool, dass wieder 56 Prozent der Marktteilnehmer an unveränderte Zinsen im September-Meeting der US-Notenbank glauben. Vor einer Woche waren es noch rund 33 Prozent.

Für den am Donnerstag anstehenden Produzentenpreisindex, dessen Entwicklung den Verbraucherpreisen vorausläuft, werden für Juli sogar deutlichere Rückgänge prognostiziert. Eine insgesamt schwächere Inflationsdynamik könnte Markterwartungen an einen restriktiveren Kurs der Fed dämpfen und sowohl US-Aktien als auch US-Staatsanleihen Auftrieb geben.

Die Berichtssaison neigt sich dem Ende entgegen

Die Berichtssaison zum zweiten Quartal hat sowohl in Deutschland wie auch in Europa mehrheitlich geliefert. Von daher sind die Index-Stände nahe dem Rekordhoch auch fundamental untermauert. Sollte die Geopolitik in den kommenden Tagen und Wochen kein Störfeuer liefern, dürfte die zuletzt gestiegen Risikobereitschaft unter den Investoren die Aktienmärkte noch etwas nach oben tragen. Dies ist auch aus den jüngsten Zuflüssen in Exchange Traded Funds abzulesen.

Der Datenkalender am Montag ist leer. Im weiteren Wochenverlauf legen aus dem Stoxx-600 dann 41 Unternehmen Ergebnisse vor, darunter Eon, RWE, Møller-Mærsk, Hannover Rück, Talanx und Adyen.

Gea notieren knapp im Minus. nachdem die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal im Einklang mit den vorläufigen Ergebnissen lagen, heißt es von JPM Morgan. Der vom Unternehmen definierte freie Cashflow (FCF) sei signifikant auf 151 Millionen Euro gestiegen, was den höchsten Stand für ein zweites Quartal seit 2020 darstelle.

Umstufungen und Analystenkommentare sorgen für höhere Kursveränderungen. So hat die Deutsche Bank das Kursziel von Qiagen erhöht auf 47 nach 43 Euro, hier geht es um 2,9 Prozent aufwärts. Das zweite Quartal von Qiagen zeigte die erwartete Verbesserung im zugrunde liegenden Geschäft und übertraf sowohl die Erwartungen des Unternehmens als auch die des Marktes, so die Deutsche Bank. Obwohl die Prognose für das dritte Quartal unter dem Konsens liegt, glauben die Analysten, dass dies eher auf Konservatismus als auf eine Verschlechterung der zugrunde liegenden Trends zurückzuführen ist.

Zu den Gewinnern zählen auch Aumovio mit einem Plus von 2 Prozent. Sie wurden von Bernstein auf "Outperform" hochgestuft. Die Analysten sehen das zweite Quartal als bereinigendes Ereignis. Das Gewinnwachstum werde vollständig durch eigene Maßnahmen getrieben und eine Neubewertung der Aktie durch realen freien Cashflow und eine sehr starke Bilanz gestützt.

Nach dem sehr starken Auftragseingang von PVA Tepla (+3%) im ersten Quartal waren die Bestellungen der Monate April bis Juni zwar weiterhin solide, aber deutlich moderater, heißt es von SMC. Besonders erfreulich sei die Entwicklung im Segment Metrology gewesen, dessen Auftragseingang mit 35 Millionen Euro das zweithöchste Niveau nach dem außergewöhnlich starken Wert vom Jahresanfang markiert habe.

Stabilus stellen am Montagmittag mit 8,3 Prozent Minus die schwächste Aktie am deutschen Aktienmarkt. Am Freitagabend hatte die Mitteilung des Unternehmens für einen Schock gesorgt, dass der Autozulieferer schon zum zweiten Mal seinen CFO verliert. Finanzvorstand Andreas Jaeger will schon nach zehn Monaten wieder gehen.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.551,32  +0,4   27,46    6.523,86    13,1 
Stoxx-50        5.545,92  +0,3   18,61    5.527,31    12,8 
DAX          26.393,61  +0,3   74,16    26.319,45    7,8 
MDAX          32.425,40  +0,1   18,20    27.039,42    5,9 
TecDAX         4.081,15  +0,3   12,37    3.091,28    12,7 
SDAX          18.637,56  -0,1   -22,07    13.062,07    8,5 
FTSE          10.874,68  -0,2   -26,41    10.901,09    9,5 
CAC           8.720,85  +0,1    5,92    8.714,93    7,0 
SMI          14.582,85  +0,3   37,94    14.544,91    9,9 
ATX           6.654,83  +0,0    2,10    6.652,73    24,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 
EUR/USD          1,1552  -0,1  -0,0006     1,1558   1,1528 
EUR/JPY          183,48  +0,6   1,1200     182,36  182,6100 
EUR/CHF          0,9339  +0,0   0,0001     0,9338   0,9349 
EUR/GBP          0,8554  -0,1  -0,0011     0,8565   0,8564 
USD/JPY          158,8  +0,7   1,0200     157,78  158,3900 
GBP/USD          1,3501  +0,1   0,0013     1,3488   1,3455 
USD/CNY          6,744  -0,1  -0,0032     6,7472   6,7488 
USD/CNH          6,7452  +0,0   0,0022     6,7430   6,7483 
AUS/USD          0,7063  -0,1  -0,0004     0,7067   0,7036 
Bitcoin/USD      65.045,51  -0,1   -44,66    65.090,17 64.808,86 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,27  +1,4    1,09      78,18 
Brent/ICE         84,44  +1,1    0,89      83,55 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.336,92  -0,1   -4,79    4.341,71 
Silber           64,05  +0,8    0,50      63,55 
Platin         1.738,00  -0,4   -6,99    1.744,99 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

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August 10, 2026 07:40 ET (11:40 GMT)

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