DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
INFLATION - Die Finanzmärkte unterschätzen nach Ansicht von Mark Dowding, Chefanlagestratege für Anleihen bei RBC Bluebay, das Inflationsrisiko. Mit Blick auf die Krise im Nahen Osten und steigende Produzentenpreise zeigt er sich im Handelsblatt-Interview überzeugt: "Wir haben noch nicht das volle Ausmaß des Inflationsschocks gesehen." Besonders in den USA müssten sich Investoren darauf einstellen, dass die Inflation längerfristig über dem Ziel der US-Notenbank Fed von 2 Prozent bleibt. Fed-Chef Warsh dürfte auch Inflationsraten von 2,8 oder 2,9 Prozent akzeptieren, ohne die Zinsen anzugehen. "Der Markt preist eine Inflation von im Schnitt 2,3 Prozent über die nächsten fünf Jahre ein. Das ist schlichtweg zu niedrig", sagt Dowding. Mit Sorge blickt er zudem auf die Anleiheflut der US-Techkonzerne. "Wir kommen dem Punkt näher, an dem die Neuemissionen der Tech-Konzerne zum Problem für den Anleihemarkt werden." Anleger sollten daher besonders bei Anleihen mit langen Laufzeiten vorsichtig sein. (Handelsblatt)
DIGITALER EURO - Eine große Mehrheit deutscher Unternehmen hält den geplanten digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) für überflüssig. Nur 7 Prozent der Firmen erwarten positive Auswirkungen durch das neue digitale Zahlungsmittel, wie aus den Ergebnissen einer Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in mehreren Branchen hervorgeht, die dem Handelsblatt exklusiv vorab vorliegen. 77 Prozent der befragten Unternehmen rechnen demnach mit gar keinen Auswirkungen, 17 Prozent sind negativ eingestellt. Woran die Sorgen der übrigen Firmen genau liegen, geht aus der Umfrage nicht hervor. (Handelsblatt)
E-AUTO-FÖRDERUNG - Die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung bezuschusst auch Luxus-Fahrzeuge mit teilweise sechsstelligen Listenpreisen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Statistik des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor. Demnach wurden bis Anfang August unter anderem 36 Porsche-Autos, eine elektrische Mercedes G-Klasse, ein EQS 450+ sowie die BMW-Modelle XM 50e und i7 gefördert. Möglich ist das, weil das Programm zwar Einkommensgrenzen für Antragsteller vorsieht, aber keine Obergrenze für den Fahrzeugpreis. Zudem müssen Halter und Käufer oder Leasingnehmer laut Förderrichtlinie nicht identisch sein. (Handelsblatt)
NIEDRIGWASSER - Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet wegen des Rhein-Niedrigwassers Produktionskürzungen. "Südlich von Kaub droht jetzt ein komplettes Abschneiden der Transportwege und damit eine Zweiteilung des Rheins. Da weder Straße noch Schiene in der Lage sind, die anfallenden Güter aufzunehmen, besteht die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien in einer Produktionsreduktion", sagte IW-Verkehrsexperte Thomas Puls der Rheinischen Post. "Nördlich der Engpassstelle Kaub sind wir damit konfrontiert, dass die Schiffe weniger Ladung nehmen können." Der Chemiekonzern Covestro meldet bereits Einschränkungen. Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw hilft nicht viel. (Rheinische Post)
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August 11, 2026 00:13 ET (04:13 GMT)
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