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MÄRKTE ASIEN/Erholung in Südkorea setzt sich fort - Abgaben in China

DJ MÄRKTE ASIEN/Erholung in Südkorea setzt sich fort - Abgaben in China

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert: Aufschlägen in Südkorea standen Verluste in China gegenüber. In Japan ruhte der Handel wegen eines Feiertages. Bei der Einschätzung zum Fortgang des Iran-Krieges mit Inflationsrisiken wegen der Ölpreisentwicklung und den Unsicherheiten hinsichtlich des Ausblicks für die US-Leitzinsen seien Anleger der Region zu unterschiedlichen Einschätzungen gekommen, hieß es. Die Verunsicherung rund um die für den Öltransport eminent wichtige Straße von Hormus blieb, nachdem US-Präsident Donald Trump Forderungen des Iran zurückgewiesen hatte. Händler sprachen allerdings von iranischen Maximalforderungen, die Trump ablehnen musste. Insofern bleibe die Hoffnung auf einen Verhandlungsdurchbruch.

Der südkoreanische Kospi verharrte in seinem extremen Volatilitätsmodus, er stieg um 0,7 Prozent und damit deutlich unter Tageshoch. Zur Eröffnung hatte der Index 0,9 Prozent im Minus gelegen. Erneut stützten Halbleitertitel. Schwächere US-Arbeitsmarktbericht hatten zuletzt Zinserhöhungssorgen in den USA gedämpft und den Sektor gestützt. Nun setzten Anleger darauf, dass die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten diese Hoffnung bestätigen werden. Die Anlegerstimmung im zinssensiblen Technologiesektor bleibe weiterhin relativ optimistisch, hieß es. Schlagzeilen rund um die KI-Nachfrage halfen.

Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) war im Juli mit 45 Prozent schneller gewachsen als für das Gesamtjahr zuletzt angekündigt. Dies galt als ein weiteres Zeichen, dass das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz noch viel Potenzial aufweist. Und das US-Dickschiff Nvidia schafft Voraussetzungen für das Einwerben von rund 500 Milliarden US-Dollar an Drittmitteln für KI-Infrastruktur der Kunden.

Des Weiteren hat Singapur seine Wachstumsprognose für Nicht-Ölexporte angehoben und dies mit einer anhaltenden Nachfrage im Zusammenhang mit KI begründet. In Südkorea klettern die Sektorwerte SK Hynix und Samsung Electronics um 0,4 bzw. 4,1 Prozent. TSMC zogen in Taiwan um 0,6 Prozent an.

Der Kospi dürfte sich nach Einschätzung der Analysten von Macquarie kurzfristig weiter erholen - angeführt von den Chipwerten Samsung Electronics und SK Hynix. Die extreme Volatilität im Juli sei größtenteils auf die beiden Aktien zurückzuführen gewesen, die für 71 Prozent des gesamten Kapitalisierungsverlustes des Marktes verantwortlich gewesen seien, so die Analysten. Die Marktschwankungen ließen jedoch nach, da sich die Abflüsse ausländischer und institutioneller Fonds stabilisierten, konzentrierte Fonds sich neu positionierten und die Finanzierung auf einem vernünftigen Niveau bleibe, wodurch das Risiko plötzlicher Schwankungen begrenzt werde. Macquarie erwartet, dass Gewinnrevisionen den Kospi nach oben treiben würden. Die Analysten halten am Ziel von 8.000 Punkten für den Kospi fest.

Chinesische Aktien zeigten sich hingegen verhaltener. Der Shanghai-Composite verlor 0,8 Prozent und der HSI in Hongkong im späten Geschäft 1 Prozent. Nach zuletzt schwachen Daten hofften Anleger auf mehr staatliche Stimuli, die jedoch bislang ausgeblieben seien, hieß es.

In Australien stand die Zinsentscheidung der Notenbank im Fokus. Die Reserve Bank of Australia (RBA) bestätigte den Zielsatz bei 4,35 Prozent. Sie warnte aber weiterhin, die Inflation sei nach wie vor zu hoch, insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten. Viele Ökonomen hatten erwartet, dass die RBA den Leitzins zum zweiten Mal in Folge beibehalten würde, aber die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen betonen werde, falls die Inflation hartnäckig hoch bleibe. Sie verwiesen auf eine höher als erwartet ausgefallene Arbeitslosenquote, eine niedriger als gedacht berichtete Inflation im Vergleich zu den RBA-Prognosen vom Mai und schwächere Konjunkturdaten als Gründe für eine unveränderte Zinspolitik.

Der australische Dollar gab zunächst leicht nach, erholte sich dann aber wieder. Der S&P/ASX-200 fiel im Nachklapp auf die Zinsentscheidung unter die Tageshochs und schloss 0,2 Prozent höher, womit er sich in seiner jüngst ausgebildeten Handelsspanne bewegte. Der Mischkonzern SGH hatte einen Anstieg des Jahresgewinns um 32 Prozent gemeldet und seine Dividende erhöht, allerdings wurde der Ausblick als schwach interpretiert - der Kurs stürzte um 10,3 Prozent ab.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.250,60  +0,2    +6,2      08:00 
Nikkei-225                Feiertag 
Kospi (Seoul)       6.345,53  +0,7   +50,6      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.678,61  -1,0    +0,2      10:00 
Shanghai-Composite     3.934,09  -0,8    -0,9      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.727,50  +0,5   +23,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.280,99  -1,3   -27,3      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.729,00  -0,4    +2,9      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Mo, 9:39 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1537  -0,0   1,1542     1,1560  -1,8 
EUR/JPY           183,77  -0,1   183,86     183,23  -0,1 
EUR/GBP           0,8543  -0,1   0,8547     0,8565  -2,0 
USD/JPY           159,28  -0,0   159,30     158,49  +1,7 
USD/KRW          1.416,60  -0,1  1.417,51    1.418,40  -1,7 
USD/CNY           6,7469  +0,0   6,7452     6,7447  -3,5 
USD/CNH           6,7481  +0,0   6,7462     6,7447  -3,3 
USD/HKD           7,8460  +0,0   7,8454     7,8453  +0,8 
AUD/USD           0,7053  +0,0   0,7052     0,7066  +5,7 
NZD/USD           0,5877  -0,1   0,5881     0,5893  +2,1 
BTC/USD          63.900,02  -0,3 64.112,32    65.292,13 -27,1 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           83,54  +1,7    1,41      82,13 
Brent/ICE           89,30  +1,8    1,58      87,72 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.362,98  -0,6   -25,52    4.388,50 
Silber            64,45  -2,0   -1,29      65,74 
Platin           1.743,00  -0,6   -10,00    1.753,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

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August 11, 2026 03:39 ET (07:39 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

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