Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten mit Michael WeylandThema heute: Einschulung: Welche Versicherungen jetzt wichtig sindBund der Versicherten e. V. (BdV) erklärt, welche Versicherungen Kinder zum Schulstart (nicht) brauchen
In vielen Bundesländern enden bald die Sommerferien und für angehende Erstklässler und ihre Familien beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Eltern und Großeltern fragen sich daher, welche Versicherungen jetzt wichtig werden.
"Zunächst ist eine gute Absicherung der Eltern entscheidend", sagt man beim Bund der Versicherten e. V. (BdV). "Sie sollten insbesondere gegen die finanziellen Folgen eines Todesfalls oder eines dauerhaften Verlusts ihrer Arbeitskraft versichert sein." Hierfür sind eine Risikolebensversicherung sowie eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung geeignet.
Für alle Familien unverzichtbar - auch unabhängig vom Schulstart - ist die private Haftpflichtversicherung. Wenn Familienmitglieder Dritte schuldhaft schädigen, kommt sie für die Folgekosten auf. "In einem Familientarif sollten auch Schäden durch deliktunfähige Kinder eingeschlossen sein", sagt der BdV. So sind auch Schäden abgesichert, die Kinder unter sieben Jahren bzw. unter zehn Jahren im Straßenverkehr verursacht haben. Wenn all diese Absicherungen bestehen, sollte zudem die Absicherung des Kindes gegen Invalidität geprüft werden. "Wenn Eltern beruflich kürzertreten müssen, um sich um ihr dauerhaft beeinträchtigtes Kind zu kümmern, gehen damit auch finanzielle Einbußen einher. Hier kann eine Pflegetagegeldversicherung helfen", so der BdV. Diese wichtige Absicherung zahlt bei dauerhafter Pflegebedürftigkeit des Kindes ein lebenslanges Tagegeld. Die Höhe der Versicherungsleistung sollte so gewählt werden, dass zumindest ein Elternteil die Erwerbstätigkeit zugunsten der Betreuung des Kindes reduzieren kann.
Eine weitere Absicherung, die schon für Kinder sinnvoll sein kann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Schülerinnen und Schüler. Früh abgeschlossen kann die BU für Kinder viele Vorteile bieten, denn der Abschluss ist in jungen Jahren meist unkomplizierter. Bei der Wahl des passenden Tarifs zählen viele Details. Wichtig sind insbesondere eindeutige Bedingungen zur Berufsunfähigkeit bei Schülerinnen und Schülern und flexible Möglichkeiten zur Anpassung des Vertrags - beispielsweise durch Nachversicherungsgarantien und Dynamisierungen. Eltern sollten sich vor dem Abschluss unbedingt anbieterunabhängig von Fachleuten wie spezialisierten Versicherungsberatern oder Versicherungsmaklern beraten lassen. Kombiprodukte sind für die Absicherung von Kindern keine gute Wahl.
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