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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Unsicherheit um Hormus bremst

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Unsicherheit um Hormus bremst

DOW JONES--Gut behauptet tendieren Europas Aktienmärkte am Dienstagmittag. Die Aufwärtsbewegung bei DAX & Co wird weiter von der Entwicklung im Mittleren Osten gebremst. Für Irritation sorgt der Wechsel des Tonfalls der USA, der eine gewisse Perspektivlosigkeit bei den Verhandlungen zeigt. "Kommentare aus der US-Administration scheinen darauf hinzudeuten, dass sich der Fokus weg von militärischen Schlägen und hin zu ökonomischem Druck verlagert hat", sagt Sally Auld, Chefvolkswirtin der National Australia Bank.

Und sie betont, die vom Iran skizzierten Bedingungen für sichere Passagen "darunter der Abzug der US-Streitkräfte, das Ende aller Sanktionen sowie die Zahlung von Kriegsreparationen - wären für jegliches Abkommen mit den USA wahrscheinlich indiskutabel". US-Präsident Trump setzt dem nun ähnlich absurde Forderungen entgegen und verlangt "Entschädigungen" für angeblich 50 Jahre Schäden durch den Iran, ließ aber unerwähnt, dass die USA für das Wegputschen der ehemals funktionierenden Demokratie im Iran verantworlich sind.

Der Ölpreis stieg als Folge über 2 Prozent und näherte sich der 90-Dollar-Marke an. Aktuell fallen die Preise wieder leicht zurück. Hauptgewinner in Europa sind entsprechend die Energieaktien mit 1,6 Prozent Plus im Index. Verlierer sind die Reisewerte, allen voran die Airlines, mit 0,6 Prozent Minus im Index.

Der DAX steigt um 0,1 Prozent auf 26.344 Punkte, der Euro-Stoxx-50 klettert um 0,2 Prozent auf 6.551 Zähler. Im Fokus stehen nun am Mittwoch die Inflation der US-Verbraucherpreise (CPI) und am Donnerstag die US-Erzeugerpreise (PPI). Aktuell ziehen die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitkurve an, angeführt vom langen Ende. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen steigt auf 4,73 Prozent und steht damit nur noch knapp unter Jahreshoch.

Gewinnentwicklung europäischer Unternehmen robust

Die europäische Berichtssaison geht auf die Zielgerade und steuert derzeit auf ein Gewinnwachstum von über 22 Prozent im Jahresvergleich zu. Dies liegt laut Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, deutlich über den von Analysten zu Saisonbeginn erwarteten 14,5 Prozent. Zwar sei ein Großteil des Ergebnisschubs vom Energiesektor getragen worden, doch auch ohne diesen seien die Zuwachsraten zweistellig ausgefallen.

Die größten positiven Gewinnüberraschungen hätten Gesundheits-, Versorger- und Finanzwerte geliefert, während die Automobilbranche enttäuscht habe. Insgesamt zeichne die Berichtssaison ein robustes Bild der Ertragskraft europäischer Unternehmen, was den Stoxx-600 Index mittelfristig stützen dürfte.

Am Dienstag berichten eher Unternehmen aus der zweiten Reihe: Cancom verlieren 7,5 Prozent. Hier verstimmt vor allem der Umsatzrückgang im zweiten Quartal zum Vorjahr. Angesichts der laufenden Diskussion um Cloud-Souveränität hatte man sich mehr Kundeninvestitionen in diesem Bereich erhofft.

Aktien von PNE brechen um 20 Prozent ein. Der Wind- und Solarparkbetreiber teilte am Vorabend mit, dass das Interesse an ihm eher zurückhaltend sei. Es würden "die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen".

TAG Immobilien klettern 0,3 Prozent nach Zahlenvorlage. Positiv werten die Jefferies-Anlysten, dass nun für den operativen Gewinn (FFO I) der obere Bereich der Prognosespanne von 187 bis 197 Millionen Euro angestrebt werde. Auf der anderen Seite habe sich das flächenbereinigte Mietwachstum in Deutschland verlangsamt.

In der Schweiz schießen Alcon nach guten Zahlen um 5,7 Prozent nach oben. Die Vontobel-Analysten kommentieren dazu, Umsatz und Kernmargen hätten sich verbessert, getrieben von den Bereichen Equipment und Ocular Health. Eher schwach sei der Bereich Implantate.

Die Aktien von Klöckner (-0,2%) müssen den SDAX verlassen und werden durch OHB (+0,7%) ersetzt. Dies teilte Index-Betreiber Stoxx am Montagabend mit. Grund sei das Delisting nach der Übernahme des Stahlhändlers durch das US-Unternehmen Worthington Steel. Dazu habe aber auch die jüngste Kapitalerhöhung plus Platzierung in OHB das Schattendasein der Aktie beendet.

Bei CTS Eventim geht es 0,3 Prozent höher. Die Jahresprognose stufen die Jefferies-Analysten als konservativ ein. Sie sehen Spielraum für eine Prognoseanhebung.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.550,95  +0,2   15,33    6.535,62      13,1 
Stoxx-50        5.554,59  +0,3   13,58    5.541,01      12,9 
DAX          26.343,61  +0,1   19,73    26.323,88      7,6 
MDAX          32.232,94  -0,1   -18,20    27.039,42      5,3 
TecDAX         4.086,39  +0,5   18,97    3.091,28      12,8 
SDAX          18.491,78  -0,3   -48,76    13.062,07      7,7 
FTSE          10.858,71  -0,0   -3,79    10.862,50      9,3 
CAC           8.718,40  -0,1   -7,63    8.726,03      7,0 
SMI          14.633,55  0,0   -0,15    14.633,70      10,3 
ATX           6.647,28  -0,1   -5,87    6.653,15      24,8 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1539  -0,0  -0,0003     1,1542     1,1550 
EUR/JPY          183,61  -0,1  -0,2500     183,86    183,6200 
EUR/CHF          0,9349  -0,0  -0,0003     0,9352     0,9342 
EUR/GBP          0,8547  0,0   0,0000     0,8547     0,8541 
USD/JPY          159,1  -0,1  -0,2000      159,3    158,9400 
GBP/USD          1,3495  -0,1  -0,0008     1,3503     1,3519 
USD/CNY          6,745  0,0  -0,0002     6,7452     6,7452 
USD/CNH          6,7453  -0,0  -0,0009     6,7462     6,7460 
AUS/USD          0,7063  +0,2   0,0011     0,7052     0,7064 
Bitcoin/USD      64.311,19  +0,3   198,87    64.112,32   64.528,77 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         81,92  -0,3   -0,21      82,13 
Brent/ICE         87,27  -0,5   -0,45      87,72 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.389,92  +0,0    1,42    4.388,50 
Silber           65,23  -0,8   -0,51      65,74 
Platin         1.776,18  +1,3   23,18    1.753,00 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

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August 11, 2026 07:23 ET (11:23 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

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