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XETRA-SCHLUSS/Entspannung beim Öl treibt DAX auf Rekord

DJ XETRA-SCHLUSS/Entspannung beim Öl treibt DAX auf Rekord

DOW JONES--Etwas fester und mit einem zwischenzeitlichen Rekord haben sich deutsche Aktien am Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Der DAX legte um 0,3 Prozent zu auf 26.391 Punkte und erreichte bei 26.504,54 sogar ein neues Allzeithoch.

Nach anfänglichen Sorgen um eine neuerliche Eskalation im Mittleren Osten kamen am Nachmittag Entspannungssignale. Vor allem Aussagen aus Katar stützten, wonach sich Iran und Oman in sehr fortgeschrittenen Gesprächen um die Verwaltung der Straße von Hormus befanden. Überdies traf der Innenminister Pakistans in Teheran ein, um die Vermittlung der Gespräche voranzubringen. Die Stimmung erhielt jedoch später einen Dämpfer von der Nachricht, dass die USA ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff im Golf von Oman beschossen hatten, das versucht habe, die Blockade der US-Seestreitkräfte zu durchbrechen.

Mit der Hoffnung auf Fortschritte bei den Verhandlungen fiel der Ölpreis nach über 2 Prozent Plus am Morgen und fast dem Erreichen der 90-Dollar-Marke wieder zurück. Dank der Entspannung sanken die Renditen der 10-jährigen US-Anleihen von 4,73 Prozent und damit fast einem Jahreshoch zurück auf 4,69 Prozent.

Das erhöhte die Risikolaune an den Börsen, vor allem an den Anleihemärkten gingen die Inflationssorgen zurück. "Ein ganz wichtiges Signal", sagte ein Händler. Denn der Markt sei sehr empfindlich gegenüber dem Thema, da am Mittwoch die US-Verbraucherpreise (CPI) und am Donnerstag die US-Erzeugerpreise (PPI) anstehen.

Vor allem die Chip-Werte profitierten von der Entspannung, dazu gesellte sich die hohe Nachfrage nach Intel-Aktien. Deren Kapitalerhöhung wurde auf 20 Milliarden Dollar aufgestockt, was als Signal des Vertrauens von Investoren in den KI-Sektor gewertet wurde. Im DAX kletterten Infineon um 0,5 Prozent. Für den Ausrüster der KI-Infrastruktur Siemens Energy ging es 2,6 Prozent nach oben.

Die Berichtssaison kam überwiegend aus der zweiten Reihe: Cancom fielen um 6,2 Prozent. Hier verstimmte vor allem der Umsatzrückgang im zweiten Quartal zum Vorjahr. Angesichts der laufenden Diskussion um Cloud-Souveränität hatte man sich mehr Kundeninvestitionen in diesem Bereich erhofft.

Aktien von PNE brachen um fast 20 Prozent ein. Der Wind- und Solarparkbetreiber hatte am Vorabend mitgeteilt, dass das Interesse an ihm eher zurückhaltend sei. Es würden "die Preisvorstellungen etwaiger Erwerber unterhalb des derzeitigen Börsenkursniveaus der PNE-Aktie liegen".

Die Aktien von Klöckner (-0,7%) müssen den SDAX verlassen und werden durch OHB (+5,6%) ersetzt. Dies teilte Index-Betreiber Stoxx am Montagabend mit. Die jüngste Kapitalerhöhung plus Platzierung in OHB hatte das Schattendasein der Aktie beendet.

TAG Immobilien verloren 0,3 Prozent nach Zahlenvorlage. Positiv werteten die Jefferies-Anlysten, dass nun für den operativen Gewinn (FFO I) der obere Bereich der Prognosespanne von 187 bis 197 Millionen Euro angestrebt werde.

Bei CTS Eventim ging es 1,4 Prozent höher. Die Jahresprognose stuften die Jefferies-Analysten als konservativ ein.

Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       26.391  +0,3    7,8 
DAX-Future    26.469  +0,2    7,0 
XDAX       26.393  +0,3    7,4 
MDAX       32.225  -0,1    5,3 
TecDAX      4.090  +0,6    12,9 
SDAX       18.571  +0,2    8,1 
zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future   124,72 +16,0 
*gerundet 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 11, 2026 11:53 ET (15:53 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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