DJ Brenntag verdient dank hoher Preise und Einsparungen deutlich mehr
DOW JONES--Der Chemikalienhändler Brenntag hat im zweiten Quartal von höheren Preisen und Einsparungen profitiert. Der Gewinn stieg deutlich überproportional zum Umsatz. Die Prognose für das Gesamtjahr hatte der Essener DAX-Konzern vergangene Woche zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit angehoben.
"Auch wenn der Blick nach vorn weiterhin eingeschränkt ist und makroökonomische Unsicherheiten bestehen bleiben, sind wir hinsichtlich der Richtung der Geschäftsentwicklung zuversichtlich", sagte Konzernchef Jens Birgersson.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Brenntag ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro. Am 22. Juni hatte der Konzern die Prognose für das operative EBITDA schon einmal erhöht.
Im Zeitraum von April bis Juni stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 4,26 Milliarden Euro. Das operative EBITDA legte um 41 Prozent auf 463 Millionen Euro zu. Der Konzern hatte das vorläufige Ergebnis im Juni auf "rund 450 Millionen Euro" beziffert.
Das laufende Kostensenkungsprogramm lieferte Einsparungen von 41 Millionen Euro gegenüber dem Basiswert von 2025. "Wir sind weiterhin auf Kurs, bis 2027 Einsparungen von 200 bis 250 Millionen Euro zu erzielen - trotz gestiegener Transport- und Energiekosten sowie Rückstellungen für Bonuszahlungen", sagte Finanzvorstand Thomas Reisten.
Der Nettogewinn nach Steuern und Dritten kletterte auf 179 Millionen Euro von 42 Millionen im Vorjahr. Der freie Cashflow sackte auf 4 Millionen Euro von 154 Millionen Euro ab, was Brenntag mit einem vorübergehend höheren Bedarf an Betriebskapital im Umfeld erhöhter Preise erklärte.
(Mitarbeit: Stefanie Haxel)
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August 12, 2026 01:25 ET (05:25 GMT)
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