Berlin - Die ehemalige Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion und spätere Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sieht in den fortbestehenden materiellen Ost-West-Unterschieden und einer Verharmlosung der DDR eine Gefahr für die Demokratie.
"Mit dem Mauerbau-Jubiläum verbindet sich mehr als nur Geschichte", sagte die aus Thüringen stammende Grünen-Politikerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. "Denn auf verschiedenen Karten von heute kann man anhand von sozio-ökonomischen Daten immer noch den alten Mauerverlauf erkennen."
So habe Westdeutschland weiterhin ein enormes Übergewicht beim Eigentum, bei Löhnen und Gehältern, bei Erbschaften oder auch bei Stiftungsgeldern. "Zugleich bestehen die Verharmlosung und Romantisierung der DDR fort. Das ist gefährlich."
Überdies sei die Mauer 1989 zwar "zum Einsturz gebracht worden", so Göring-Eckardt. "Wir erleben aber, dass diese Selbstbefreiung in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle spielt. Deshalb kann die AfD behaupten, dass es in der DDR doch eigentlich ganz schön war - und heute eine Diktatur herrsche, in der man nicht mehr sagen kann, was man will." Sie mahnte deshalb: "Wir müssen uns mit der Diktaturgeschichte auseinandersetzen - und uns klarmachen, dass die strukturellen Unterschiede fortbestehen und sich politisch auswirken." Allerdings dürfe man AfD-Wähler "auch nicht in Schutz nehmen. Denn sie können wissen, was Diktatur bedeutet und wie sich Faschismus für jeden Einzelnen und am Ende für sie selbst auswirkt."
"Mit dem Mauerbau-Jubiläum verbindet sich mehr als nur Geschichte", sagte die aus Thüringen stammende Grünen-Politikerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. "Denn auf verschiedenen Karten von heute kann man anhand von sozio-ökonomischen Daten immer noch den alten Mauerverlauf erkennen."
So habe Westdeutschland weiterhin ein enormes Übergewicht beim Eigentum, bei Löhnen und Gehältern, bei Erbschaften oder auch bei Stiftungsgeldern. "Zugleich bestehen die Verharmlosung und Romantisierung der DDR fort. Das ist gefährlich."
Überdies sei die Mauer 1989 zwar "zum Einsturz gebracht worden", so Göring-Eckardt. "Wir erleben aber, dass diese Selbstbefreiung in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle spielt. Deshalb kann die AfD behaupten, dass es in der DDR doch eigentlich ganz schön war - und heute eine Diktatur herrsche, in der man nicht mehr sagen kann, was man will." Sie mahnte deshalb: "Wir müssen uns mit der Diktaturgeschichte auseinandersetzen - und uns klarmachen, dass die strukturellen Unterschiede fortbestehen und sich politisch auswirken." Allerdings dürfe man AfD-Wähler "auch nicht in Schutz nehmen. Denn sie können wissen, was Diktatur bedeutet und wie sich Faschismus für jeden Einzelnen und am Ende für sie selbst auswirkt."
© 2026 dts Nachrichtenagentur
