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Bei BYD bremst zwar die schwache Nachfrage in China nach wie vor, doch international läuft es für den chinesischen Autoriesen richtig gut. Z. B. neue Modelle, starke Exportzahlen und sogar ein KI-Standbein über die Tochter BYD Electronic sorgen für stärkeren Rückenwind. An der Börse zeigt sich dass sich der Kurs stabilisiert haben könnte, das Momentum zeigt nach oben. Notiert die Aktie jetzt unter 10 Euro vielleicht genau richtig für einen Einstieg? Wir werfen einen Blick auf Zahlen, Chart und die Frage, ob sich der Mut jetzt auszahlen könnte.
Exportmotor läuft rund
BYD sieht sich zu Hause in China einem hartem Preiskampf gegenüber und schwächelnder Binnennachfrage. Das drückte zuletzt auf den Gewinn, doch der Blick nach draußen zeigt ein ganz anderes Bild. Die Auslandsauslieferungen legten im Juli um mehr als 120 Prozent zu, das internationale Geschäft wird für BYD zum Wachstumstreiber. Auch in Brasilien setzt der Konzern ein Zeichen. Das erste dort gefertigte Plug-in-Hybrid-Modell mit Flex-Fuel-Antrieb ging kürzlich an den Start. Das ist ein cleverer Schachzug in einem Markt, der stark auf Ethanol-Kraftstoffe setzt. Parallel rollt der Konzern seine Modelloffensive weiter aus. Von der reichweitenstarken Premium-Limousine Denza Z9S über den Kleinwagen-Angriff auf den japanischen Markt bis zum überarbeiteten Seal 06 mit neuem Assistenzsystem zeigt BYD technologische Vielfalt. Abseits der Autos positioniert sich die Tochter BYD Electronic über eine Kooperation mit Nvidia als Anbieter für KI-Rechenzentren. Das ist ein Markt, der laut Studien in den kommenden Jahren zweistellig wachsen soll. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch, der Konsens liegt bei Kaufempfehlungen mit deutlichem Kurspotenzial nach oben.
Charttechnik
Im Chartbild zeigt sich seit einigen Wochen eine spürbare Stabilisierung. Die Aktie hat den 50er SMA zurückerobert. Das ist ein Signal, das viele Chartanalysten als ermutigend werten. Das Momentum zeigt klar nach oben, kurzfristige Rücksetzer wurden bislang zügig aufgefangen. Auf Monatssicht steht bereits ein deutliches Plus zu Buche, was ein Beleg dafür ist, dass die Bullen aktuell das Ruder in der Hand halten. Jetzt könnte eine Phase der Bären mit einer kleineren Konsolidierung folgen, bevor es weitergeht. Gelingt dann aber der Ausbruch nach oben, rückt der Bereich um 12 bis 13 Euro in den Fokus.

Was tun?
BYD bleibt momentan schwach im Heimatmarkt aber stark im Ausland. Die zuletzt enttäuschenden Quartalszahlen mit deutlichem Gewinnrückgang zeigen, dass der Preiskampf in China noch nicht ausgestanden ist. Gleichzeitig liefert der Konzern operativ auf vielen anderen Ebenen top ab. So z. B. starke Exportzahlen, eine breite Modelloffensive und mit BYD Electronic sogar ein spannendes KI-Standbein. Charttechnisch hat sich die Lage zuletzt mit der Rückeroberung des 50-Tage-Durchschnitts aufgehellt, was ein positives Signal ist. Für Neueinsteiger könnte der aktuelle Kurs unter 10 Euro eine interessante Gelegenheit sein, um von der fortgesetzten Auslandsexpansion und dem möglichen Weg der Aktie Richtung 12 bis 13 Euro zu profitieren. Wichtig bleibt dabei, die Entwicklung im Heimatmarkt nicht aus den Augen zu verlieren, denn erst eine echte Stabilisierung in China dürfte der Story die fundamentale Basis für eine nachhaltige Rally geben.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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