Nach mehreren Jahren, in denen LAIQON viel Geld in den Ausbau der Plattform, Akquisitionen und neue digitale Lösungen investiert hat, zeichnet sich nun die erhoffte Ergebniswende ab. Das zweite Quartal liefert dafür ein starkes Signal: Erstmals zeigt sich deutlich, welchen Hebel steigende Erlöse in Verbindung mit der inzwischen aufgebauten Kostenbasis entfalten können.
Vom ersten zum zweiten Quartal erhöhte LAIQON den Umsatz um 23 Prozent auf 12,8 Mio. Euro. Noch wesentlich dynamischer entwickelte sich das Ergebnis. Nach einem EBITDA von -1,4 Mio. Euro in den ersten drei Monaten erwirtschaftete der Asset-Manager von April bis Juni bereits +1,1 Mio. Euro. Damit hat das Unternehmen auf Quartalsebene den Sprung über die Gewinnschwelle geschafft.
Partnerprojekte treiben das Wachstum
Die Basis dafür wurde über mehrere Jahre gelegt. Neben Akquisitionen hat LAIQON insbesondere das digitale Asset Management mit KI-Unterstützung ausgebaut und dafür Kooperationen mit großen Adressen der Finanzbranche geschlossen. Ein wichtiger Partner ist Union Investment. Solche Projekte sorgen inzwischen für steigende Assets under Management und damit für zusätzliche wiederkehrende Einnahmen.
Das Entscheidende: Während die Plattform zunächst hohe Vorleistungen erforderte, kann das zusätzliche Geschäftsvolumen inzwischen mit deutlich geringeren zusätzlichen Kosten verarbeitet werden. Damit dürften weitere Mittelzuflüsse überproportional auf das Ergebnis durchschlagen. Zugleich hat LAIQON im laufenden Jahr die Kostenstrukturen gestrafft und damit den Break-even zusätzlich nach unten verschoben.
Zweites Halbjahr muss die Prognose absichern
Für die kommenden Monate erwartet das Management eine nochmals höhere Dynamik. Dabei hilft auch, dass Restrukturierungsaufwendungen von rund 1 Mio. Euro, die das erste Halbjahr belastet haben, künftig wegfallen dürften. Das Unternehmen peilt für 2026 unverändert einen Umsatz von 53 bis 58 Mio. Euro und ein EBITDA zwischen 4,5 und 7,5 Mio. Euro an.
Nach dem starken zweiten Quartal erscheint die Richtung damit stimmig. Für das Erreichen insbesondere des oberen Prognosebereichs dürfte allerdings auch das Kapitalmarktumfeld eine Rolle spielen, da eine positive Börsenentwicklung die Generierung von Performance-Fees erleichtert.
Für die Aktie könnte die operative Trendwende zum entscheidenden Impuls werden. Nach einer längeren Phase mit Verlusten hat der Markt bislang noch keinen nachhaltigen Aufschwung eingepreist. Bestätigt LAIQON im zweiten Halbjahr, dass das profitable zweite Quartal den Beginn einer dauerhaften Ergebnisverbesserung markiert, spricht aus unserer Sicht einiges für eine Neubewertung.
(aktien-global.de, erstellt 13.08.26, 13:12 Uhr, veröffentlicht 13.08.26, 13:20 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: http://www.aktien-global.de/impressum)
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_laiqon/laiqon_wachstum_sorgt_fuer_skaleneffekte-24685/



