DJ MÄRKTE EUROPA/DAX notiert fester - SAP mit deutlichem Plus
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte am Freitag im Verlauf mehrheitlich im Plus, nachdem die zuletzt moderat ausgefallenen US-Inflationsdaten den S&P-500 am Vortag auf ein neues Allzeithoch getrieben haben. Zwischen den Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Energiepreise und einem neuen Fed-Chef, dem die Wall Street eine restriktivere Haltung als seinem Vorgänger zutraut, waren Inflation und hohe Zinsen zuletzt wieder als Hauptsorgen der Anleger in den Vordergrund gerückt. "Sich verändernde Erwartungen an die Fed-Politik könnten phasenweise zu Volatilität an den Aktienmärkten beitragen, wir gehen jedoch davon aus, dass sich die globale Aktienrally fortsetzen wird", so Ulrike Hoffmann-Burchardi, Global Head of Equities beim UBS Chief Investment Office.
Der DAX legt um 0,6 Prozent auf 26.459 Punkte zu und profitiert dabei von dem Plus in SAP von 5,2 Prozent. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,1 Prozent auf 6.553 Punkte und wird von der Schwäche bei den Versorgern ausgebremst. Brent legt um 1,5 Prozent auf 88,40 Dollar je Fass zu, der Euro steigt leicht auf 1,1553 Dollar. Nachdem die Berichtssaison ihren Höhepunkt überschritten hat, droht in der kommenden Woche ein Nachrichtenvakuum.
Die Aktie von SAP ist der bisherige DAX-Tagesgewinner. Hier stützt das Gebot für den US-Wettbewerber Workday, heißt es aus dem Handel. Dort soll die Private-Equity-Gesellschaft Silver Lake jüngsten Berichten zufolge Gespräche über eine Übernahme des Anbieters von HR-Software führen. Ein solcher Schritt werde auch dahingehend interpretiert, dass die mit Blick auf die KI-Modelle abgestürzten Multiples der Software-Unternehmen ihren Boden gefunden haben - eben auch SAP. Die Jefferies-Analysten sehen zahlreiche Gründe, warum Silver Lake an einer Übernahme von Workday interessiert sein könnte. Aber auch Rheinmetall steigen um 3,9 Prozent, während Eon 5,2 Prozent verlieren.
Talanx erhöht Ausblick nach Rekord-Halbjahr
Talanx (+5,3%) hat im ersten Halbjahr von einem höheren Kapitalanlageergebnis, einer geringeren Großschadensbelastung und Rekordergebnissen in allen Geschäftsbereichen profitiert. Der Versicherungskonzern steigerte seinen Gewinn stärker als erwartet und wird zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Für das laufende Jahr rechnet Talanx nun mit einem Konzernergebnis von "deutlich über" 2,7 Milliarden Euro. Bislang war der Konzern von rund 2,7 Milliarden Euro nach 2,48 Milliarden Euro im Vorjahr ausgegangen.
Nachdem der Wind- und Solarparkentwickler Energiekontor am Donnerstagmorgen noch die 2026er Ziele bestätigt hatte, wurden diese am Abend einkassiert. Das "Timing" der Gewinnwarnung nur wenige Stunden nach Vorlage des Halbjahrsberichts sei "extrem unglücklich" und erscheine "schwer nachvollziehbar", kommentiert die DZ Bank. Die Gewinnwarnung zeige, wie schwierig planbar das Projektentwicklungsgeschäft im Bereich Onshore-Wind sei, merken die Analysten an. Sie rechnen mit deutlichen Auswirkungen auf die Gewinnschätzungen. Die Aktie knickt um 15,2 Prozent ein.
Für die Norma-Aktie geht es um 6,1 Prozent nach oben. Hier stützt der angekündigte Aktienrückkauf von bis zu 9,3 Millionen Aktien zum Preis von 22,35 Euro je Aktie für rund 208 Millionen Euro zurückkaufen. "Mit diesem zweiten Aktienrückkauf möchten wir die angekündigte Kapitalrückführung abschließen", sagte Vorstandschefin Birgit Seeger. "Die Prämie von 25,47 Prozent auf den Mittelwert der Schlusskurse in den letzten drei Monaten halten wir für angemessen." Ein erstes Programm in Höhe von rund 53 Millionen Euro war im Frühjahr abgeschlossen worden.
Als "uneinheitlich" stufen die Analysten von Jefferies die Zahlen von Adesso zum zweiten Quartal ein. Der Umsatz habe bei 396 Millionen Euro gelegen und damit um rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt, überwiegend organisch. Die FactSet-Konsensprognose sei damit um rund 3 Prozent übertroffen worden. Das EBITDA habe dagegen bei 18,8 Millionen Euro gelegen, was einem Minus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprochen habe und die Konsensprognose von 22,8 Millionen verfehlt habe. Die Kapazitätsauslastung habe sich ab Mitte des zweiten Quartals deutlich verbessert. Trotz einer etwas geringeren Personalauslastung im ersten Halbjahr 2026 habe sich die Rentabilität nur geringfügig erhöht. Die Aktie legt um 5,3 Prozent zu.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.552,62 +0,1 7,15 6.545,47 13,1 Stoxx-50 5.516,56 -0,2 -10,78 5.527,34 12,2 DAX 26.459,06 +0,6 159,32 26.299,74 8,0 MDAX 32.505,50 +0,8 240,64 27.039,42 6,2 TecDAX 4.123,64 +1,5 60,52 3.091,28 13,8 SDAX 18.622,39 +0,4 69,32 13.062,07 8,4 FTSE 10.732,11 -0,4 -40,56 10.772,67 8,0 CAC 8.634,15 -0,2 -16,41 8.650,56 5,9 SMI 14.414,22 -0,4 -60,91 14.475,13 8,6 ATX 6.707,65 -0,3 -20,53 6.728,18 25,9 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:22 EUR/USD 1,1553 +0,2 0,0026 1,1527 1,1525 EUR/JPY 183,91 +0,0 0,0400 183,87 183,7500 EUR/CHF 0,9398 +0,2 0,0015 0,9383 0,9377 EUR/GBP 0,8547 0,0 0,0000 0,8547 0,8546 USD/JPY 159,16 -0,2 -0,3200 159,48 159,4300 GBP/USD 1,3514 +0,2 0,0029 1,3485 1,3482 USD/CNY 6,7417 -0,0 -0,0011 6,7428 6,7428 USD/CNH 6,742 -0,0 -0,0021 6,7441 6,7452 AUS/USD 0,7072 +0,3 0,0018 0,7054 0,7052 Bitcoin/USD 62.889,39 -0,8 -478,67 63.368,06 63.484,05 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 82,90 +2,0 1,65 81,25 Brent/ICE 88,4 +1,5 1,33 87,07 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.344,78 -0,1 -5,38 4.350,16 Silber 64,60 +0,2 0,14 64,46 Platin 1.725,68 +0,5 8,15 1.717,53 (Angaben ohne Gewähr) ===
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August 14, 2026 04:21 ET (08:21 GMT)
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