
© Foto: Finanznachrichten (Symbolbild wurde mit Ki erstellt)
Nebius mischt aktuell den Markt für KI-Rechenzentren mächtig auf. Die Umsätze explodieren, doch Leerverkäufer wie Michael Burry erwarten den Crash. Es geht jetzt um viel, wenn nicht sogar um alles. Die Aktie könnte Richtung 300 US-Dollar durchstarten. Gelingt auch da der Durchbruch, dann wäre der Kurs wohl weiter mit entsprechendem Momentum in Richtung 400 US-Dollar unterwegs. Kippt er allerdings unter 215 US-Dollar, ist der Aufwärtstrend wohl nachhaltig gestoppt. Die Aktie könnte dann Richtung 180 US-Dollar oder wenn auch diese Marke nicht hält, weiter in Richtung 100 US-Dollar fallen. Die Spannung ist spür- und greifbar. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wo Ihre Chancen liegen!
Harter Kampf und Milliardenwetten
Die Zahlen wirbelten ordentlich Staub auf, denn der Umsatz stieg um 454 Prozent auf 582 Millionen US-Dollar. Das operative Ergebnis drehte mit 236 Millionen US-Dollar satt ins Plus. Nebius zieht Milliardenverträge an Land und pusht das Ausbauziel auf 5 Gigawatt. Doch der Bau der Rechenzentren verschlingt weiterhin Unsummen. Unterm Strich blieb daher noch ein Verlust von 68 Cent je Aktie.
Diese enormen Kosten locken auch naturgemäß die Skeptiker und Zweifler und auch die Shortinvestoren, bzw. Hedgefonds an. Starinvestor Michael Burry wettet nun massiv gegen das Papier und hat seine Shortposition sogar vergrößert, als der Kurs nach den Zahlen ansprang. Burry ist ja berüchtigt dafür, Blasen früh zu riechen, und für ihn zeigt Nebius gerade anscheinend ziemlich deutlich, wie es aussieht, wenn ein Hype seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Seine Sorge ist eigentlich ganz simpel zusammengefasst: Was passiert, wenn der große Hunger nach KI-Rechenpower plötzlich nachlässt? Was passiert dann mit den geplanten Umsätzen und vielleicht auch schon den eingerechneten Aufträgen, die evtl. storniert werden. Er zweifelt stark daran, dass sich die teuren Vorabinvestitionen in Chips am Ende wirklich rechnen. Nebius hält mit interessanten Deals dagegen, denn die Kunden schießen sogar ordentlich Geld vor, was die hohen Baukosten etwas abfedert. Außerdem amortisieren sich die neuen Verträge oft schon nach nicht mal zwei Jahren. Jedoch bleibt das Risiko der extremen Kapitalbindung immer im bestehen, weshalb sich das Unternehmen stetig frisches Geld über den Verkauf neuer Aktien und/ oder besicherte Kredite besorgen muss, um das (Wachstums-)Tempo zu halten.

Charttechnik
Auf dem Chart sieht die Lage derzeit noch so aus, als sei alles möglich. Es ist noch nichts entschieden. Weder für die Shorties, noch für die Longs, die an eine goldene Zukunft von Nebius glauben. Auf Sicht von einem Jahr gerechnet steht da aber immer noch ein sattes Plus, gewisserweise nicht nur ein kleines Plus, sondern eine Vervielfachung. Die Börsianer sind aber dennoch und das sieht man in den letzten Monaten, extrem zerrissen. Die Wachstumsraten treiben den Kurs hoch, rote Zahlen sorgen für nervöse Hände. Die eingangs schon erwähnten Kursmarken sind jetzt absolut entscheidend. Da dürfte es zwischen Bullen und Bären richtig zu harten Auseinandersetzungen kommen. Ob Burry am Ende die Oberhand behält, oder vielleicht sogar kapitulieren muss und sogar drauflegt…
Wir werden es sicherlich schon in ein paar Monaten wissen.
Was tun?
Nebius ist aktuell eine echt hochspekulative KI-Wette. Fundamental feuert das Unternehmen aus allen Rohren und sichert sich mit Vorschüssen gut ab, auch die News lesen sich stark. Dennoch verbrennt der rasante Ausbau extrem viel Cash. Die Charttechnik verrät derzeit, wie unsicher der Markt gerade ist. Wer an den KI-Boom glaubt und gute Nerven hat, kann den Ritt, mit entsprechenden Stopps, wagen. Alle anderen schauen beim Tauziehen besser nur zu.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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