Die HMS Bergbau befindet sich im Wandel: vom reinen Rohstoffhändler zum vollintegrierten Konzern. Das Berliner Unternehmen fährt gerade zwei Kohleminen im südlichen Afrika hoch. Analysten sehen das Potenzial für ein Re-Rating der Aktie.
Schaut man auf die Kurszettel der Deutschen Börsen stellt man schnell fest, dass hierzulande Rohstoffunternehmen ein Nischendasein führen. Löbliche Ausnahme ist die Deutsche Rohstoff (ISIN: DE000A0XYG76), die in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte operative und kapitalmarktseitige Entwicklung hingelegt hat. Innerhalb eines Jahres legte die Deutsche Rohstoff um stolze 120 % zu. Getrieben von der Ölpreisentwicklung, starken Produktionsergebnissen und einer deutlichen Erweiterung des Bohrprogramms hat das Unternehmen seine Prognosen zuletzt mehrfach nach oben angepasst. Doch nicht nur der Ölpreis und die gestiegene Öl- und Gasförderung trieben den Kurs. Hinzu kam eine echte Sondersituation: Die über Jahre gehaltene Beteiligung an Almonty Industries (ISIN: CA0203987072), der größte Wolframförderer außerhalb Chinas, hat sich dieses Jahr sichtbar ausgezahlt und zuletzt einen erheblichen Ergebnisbeitrag geliefert.
Nur auf den ersten Blick langweiligGenau diese Art von Neubewertung könnte perspektivisch auch bei HMS Bergbau AG (ISIN: DE0006061104) eine Rolle spielen - nur dass der Markt hier bislang vor allem auf das solide, aber etwas langweilige weltweite Handelsgeschäft mit Kohle schaut, obwohl sich das Unternehmen gerade strukturell deutlich weiterentwickelt. Das klassische seegestützte Handelsgeschäft mit Kohle und Flüssigbrennstoffen von HMS, das sich vornehmlich in Asien abspielt, wächst beachtlich. Mit diesem "Basisgeschäft" ist die HMS schon sehr profitabel. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 1,22 Mrd. EUR, der 2026 auf 2 Mrd. EUR steigen soll. Doch der eigentliche strategische Hebel liegt inzwischen tiefer in der Wertschöpfungskette: HMS entwickelt sich vom reinen Rohstoffhändler zu einem vollintegrierten Rohstoffhaus mit eigener Förderung und Produktion.
Die Werkbank wird verlängertIn Botswana und Südafrika hat HMS mittlerweile in eigenen Minen die Kohleförderung und -verarbeitung aufgenommen! In Botswana verfügt die Gesellschaft mit dem Minenprojekt Maatla Resources über eine Kohlemine für metallurgische Kohle samt integrierter Aufbereitungsanlage. Die Produktion ist angelaufen, und im ersten Ausbauschritt ...
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