PNE hat nach Darstellung von SMC-Research den operativen Gewinn im ersten Halbjahr bereits deutlich gesteigert, das zweite Halbjahr soll aber ein noch erheblich höheres Resultat einbringen. SMC-Analyst Holger Steffen sieht ein attraktives Aufwärtspotenzial bei der Aktie, nachdem eine geplatzte Spekulation bezüglich einer Übernahme zuletzt für einen kräftigen Rücksetzer gesorgt hat.
PNE habe aktuell das Tempo etwas gedrosselt, vor allem bei den Bauaktivitäten, da der Kapitalbedarf bei einer Realisierung vor einem Verkauf hoch sei. Nichtsdestotrotz sei die Dynamik der Geschäftsentwicklung weiterhin solide.
Hochgefahren worden seien indes die Verkaufsaktivitäten, was im ersten Halbjahr bereits zum Verkauf von fünf Windparks (darunter ein bereits fertiggestellter) in Deutschland, Polen und Frankreich geführt habe, außerdem seien drei PV-Projekte in Polen veräußert worden. Im Juli sei der Verkauf von zwei weiteren deutschen Windparks gefolgt.
So werde es weitergehen. Das Management peile bis zum Jahresende unter anderem den Verkauf von zwei bis drei Objekten aus dem eigenen Portfolio an. Damit solle die Erreichung der Jahresziele sichergestellt werden, die ein um Einmaleffekte bereinigtes EBITDA von 110 bis 140 Mio. Euro bzw. ein berichtetes EBITDA, inklusive Einmalbelastungen, von 90 bis 120 Mio. Euro vorsehen. Im ersten Halbjahr sei das EBITDA bereits von 4,7 auf 27,4 Mio. Euro verbessert worden.
Das Periodenergebnis sei aber erneut negativ gewesen, und damit sei die EK-Quote auf 11,6 Prozent gesunken (bzw. 22,2 Prozent inklusive stiller Reserven aus dem Portfolio). Auch wenn sich das Bild mit den angestrebten Verkäufen im Gesamtjahr deutlich verbessern solle, arbeite das Unternehmen auch an weiteren Maßnahmen zur Stärkung der EK-Basis. Da die HV die Schaffung eines genehmigten Kapitals erneut verweigert habe, sei zuletzt nach Investoren gesucht worden, die PNE ggf. auch komplett übernehmen.
Medienberichte, die einen Preis deutlich über der aktuellen Börsennotierung angedeutet haben, seien vom Unternehmen dementiert worden, das habe einen kräftigen Kursrücksetzer ausgelöst.
Auch wenn die Marktlage aktuell nicht einfach sei und die Rahmenbedingungen in Deutschland mit der EEG-Novelle 2027 und dem Netzanschlusspaket noch schwieriger werden könnten, trauen die Analysten PNE eine Anpassung an den sich wandelnden Markt und eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung zu.
Sie haben jetzt 2026 und 2027 als Konsolidierungsjahre modelliert, im Anschluss sollte auch das Portfolio weiter ausgebaut werden. Damit habe sich ihr Kursziel etwas reduziert, von 10,60 auf 9,80 Euro, biete gleichwohl gegenüber dem deutlich zurückgekommenen Aktienpreis ein attraktives Aufwärtspotenzial.
Ihr neues Urteil laute nun "Speculative Buy" (zuvor: Buy), womit die Analysten die gestiegene Prognoseunsicherheit aufgrund der geplanten Änderungen der Rahmenbedingungen im wichtigen deutschen Markt berücksichtigt haben.
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 18.08.2026 um 8:32 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 17.08.2026 um 18:55 Uhr fertiggestellt und am 18.08.2026 um 8:15 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/08/2026-08-18-SMC-Update-PNE_frei.pdf
Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.




