Der Auftragsbestand von Rheinmetall (RHM) lässt wenig Zweifel daran, dass sich der europäische Verteidigungsausgabenzyklus beschleunigt und RHM davon profitiert. Allerdings implizieren die mittelfristigen Konsensschätzungen zunehmend anspruchsvolle Anforderungen an die Umsetzung des Auftragsbestands und lassen nur begrenzten Spielraum für Ausführungsverzögerungen oder Programmverschiebungen. Von dem ausgewiesenen Auftragsbestand von EUR 80,5 Mrd. sollen EUR 30,2 Mrd. an festen Aufträgen innerhalb von 2,5 Jahren in Umsatz umgewandelt werden. Damit sind die Konsensschätzungen bis einschließlich 2027 vollständig abgedeckt, während 2028 stark von Aufträgen abhängt, die bislang noch nicht unterzeichnet wurden. Einschließlich des Rahmenauftragsbestands sind 77% der Konsensumsätze für 2028 nicht durch den aktuellen Auftragsbestand abgedeckt. Ohne den risikoreicheren "Frame Backlog" beträgt diese Lücke sogar 90%. Wir halten den Konsens hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der sich höhere Verteidigungsausgaben in Umsätze bei Rheinmetall übersetzen, für zu optimistisch. Der OEM Zulieferer Steyr bestätigte diese Einschätzung zu Wochenbeginn mit einer deutlichen Senkung seiner mittelfristigen Prognose. Auch jüngste Hinweise zur deutschen Beschaffungsplanung, insbesondere bei Munition und Kampffahrzeugen, untermauern unsere Analyse. Kursziel unverändert bei EUR 1.050,00. VERKAUFEN. Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/rheinmetall-ag
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