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Small- & Micro Cap Investment
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900-Millionen-Dollar-Deal bei Tourette: Teva setzt auf Ecopipam - NeuroThera startet nach 21% weniger Tics Phase IIb

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Bis zu 900 Millionen US-Dollar für ein Biotech-Unternehmen, dessen wichtigster Wirkstoffkandidat auf Tourette zielt: Teva Pharmaceutical Industries (ISIN: US8816242098) hat mit der Übernahme von Emalex Biosciences ein deutliches Signal für einen lange wenig beachteten Bereich der Neurologie gesetzt. 700 Millionen US-Dollar zahlte der Pharmakonzern beim Abschluss der Transaktion, weitere bis zu 200 Millionen US-Dollar können bei Erreichen kommerzieller Meilensteine hinzukommen.

Im Zentrum des Deals steht Ecopipam, ein neuartiger Wirkstoffkandidat gegen Tourette. Inzwischen hat die US-Arzneimittelbehörde FDA den Zulassungsantrag angenommen und Ecopipam eine beschleunigte Prüfung, die sogenannte Priority Review, gewährt. Eine Entscheidung wird für Ende des ersten Quartals 2027 angestrebt.

Warum setzt ein internationaler Pharmakonzern derartige Summen auf Tourette? Die Antwort liegt auch in einer weiterhin bestehenden therapeutischen Lücke. Und genau hier kommt mit NeuroThera Labs ein wesentlich kleineres Clinical-Stage-Unternehmen ins Spiel.

Warum Teva bis zu 900 Millionen US-Dollar investiert

Tourette ist eine chronische neurologische Entwicklungsstörung, die durch unwillkürliche motorische und vokale Tics gekennzeichnet ist. Die Symptome beginnen meist im Kindesalter und können sich bei vielen Betroffenen später abschwächen. Bei einem Teil der Patienten bleiben jedoch erhebliche Beschwerden bestehen.

Medikamente stehen bereits zur Verfügung, doch die Suche nach zusätzlichen Therapieoptionen ist keineswegs abgeschlossen. Teva selbst spricht von einem erheblichen ungedeckten medizinischen Bedarf.

Genau darauf zielt Ecopipam. Der Wirkstoff ist ein selektiver Dopamin-D1-Rezeptor-Antagonist und verfolgt damit einen anderen Mechanismus als Medikamente, die andere Teile des Dopaminsystems adressieren.

Die Bedeutung des Programms lässt sich inzwischen auch regulatorisch erkennen. Teva reichte den Zulassungsantrag im Juni 2026 bei der FDA ein. Im August akzeptierte die Behörde den Antrag und gewährte Priority Review. Nach Angaben von Teva könnte Ecopipam bei erfolgreicher Zulassung die erste neue Behandlungsoption mit einer pädiatrischen Tourette-Indikation in den USA seit mehr als zehn Jahren und der erste neuartige Wirkmechanismus seit mehr als 50 Jahren werden.

Phase III liefert Teva Rückenwind

Tevas Engagement basiert nicht allein auf der Hoffnung auf einen neuen Markt.

Die FDA-Einreichung wird durch positive Phase-IIb- und Phase-III-Daten gestützt. In der Phase-III-Studie wurden insgesamt 216 pädiatrische und erwachsene Teilnehmer zunächst in eine offene Stabilisierungsphase aufgenommen. Anschließend wurden 104 Teilnehmer randomisiert.

Bei den pädiatrischen Patienten, die auf Ecopipam angesprochen hatten, reduzierte die weitere Behandlung das Rückfallrisiko gegenüber Placebo über zwölf Wochen um 53 Prozent.

Damit hat Teva einen fortgeschrittenen Wirkstoff erworben, der bereits die entscheidende Phase der klinischen Entwicklung durchlaufen hat. Der Konzern hat Ecopipam inzwischen in seine innovative Neurologie-Pipeline integriert.

Für kleinere Entwickler ist die Transaktion kein direkter Bewertungsmaßstab. Sie zeigt jedoch, dass neue Tourette-Therapien auch für Big Pharma strategische Relevanz besitzen.

Ein anderer Ansatz aus Kanada

Während Teva bereits auf eine regulatorische Entscheidung wartet, befindet sich NeuroThera Labs Inc. (ISIN: CA64136J1012 | WKN: A41N05) in einer deutlich früheren Entwicklungsphase.

Das kanadische Clinical-Stage-Unternehmen entwickelt SCI-110 zur Behandlung erwachsener Tourette-Patienten. Der Wirkstoffkandidat kombiniert Dronabinol mit dem endocannabinoidähnlichen Palmitoylethanolamid, kurz PEA, in einer Darreichungsform.

Der Ansatz unterscheidet sich damit deutlich von Tevas Ecopipam. Auch die Zielgruppen sind aktuell unterschiedlich: Während Tevas Zulassungsantrag auf pädiatrische Tourette-Patienten zielt, untersucht NeuroThera SCI-110 in seiner aktuellen Studie bei Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren.

Der entscheidende nächste Test findet dabei unter anderem in Deutschland statt.

21 Prozent weniger Tics - jetzt folgt Phase IIb

NeuroThera hat im Juli die Initiierung seines Phase-IIb-Studienzentrums an der Medizinischen Hochschule Hannover bekannt gegeben. Zuvor hatte die Studie nach Unternehmensangaben die regulatorische Freigabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie die Zustimmung der Ethikkommission der Medizinischen Hochschule Hannover erhalten.

Neben Hannover sind das Yale Child Study Center in New Haven und das Tel Aviv Sourasky Medical Center als weitere Studienzentren vorgesehen.

Das Studiendesign ist randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert und als Cross-over-Studie angelegt. Als primärer Wirksamkeitsendpunkt dient die Veränderung der Tic-Schwere anhand der Yale Global Tic Severity Scale.

Der Ausgangspunkt ist ein interessantes, aber noch frühes klinisches Signal: In der vorausgegangenen Phase-IIa-Studie wurde nach Angaben von NeuroThera über die gesamte Teilnehmergruppe hinweg eine durchschnittliche Reduktion der Tics um 21 Prozent gemessen.

Genau diese Zahl muss nun allerdings in einem strengeren klinischen Rahmen eingeordnet werden.

900 Millionen US-Dollar treffen auf 21 Prozent

Die beiden Zahlen erzählen zwei völlig unterschiedliche Geschichten.

Tevas potenziell 900 Millionen US-Dollar schwerer Emalex-Deal zeigt, welchen strategischen Wert ein weit fortgeschrittenes Tourette-Programm für einen großen Pharmakonzern haben kann. NeuroTheras 21 Prozent wiederum sind ein frühes klinisches Signal, das nun erst bestätigt werden muss.

Ein direkter Vergleich der Unternehmen wäre deshalb irreführend. Teva ist ein internationaler Pharmakonzern; Ecopipam befindet sich bereits im FDA-Prüfverfahren. NeuroThera ist ein kleines Biotech-Unternehmen, dessen SCI-110 noch erhebliche klinische und regulatorische Hürden überwinden muss.

Doch beide Entwicklungen weisen auf denselben Trend hin: Die Suche nach neuen Tourette-Therapien gewinnt an Dynamik.

Für NeuroThera dürfte deshalb nicht die bereits gemeldete Phase-IIa-Zahl entscheidend sein. Entscheidend wird sein, ob SCI-110 in Phase IIb ein überzeugendes Verhältnis aus Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit zeigen kann.

Mit der Medizinischen Hochschule Hannover als einem der Studienzentren beginnt dieser nächste Test nun auch in Deutschland. Während Teva bereits auf die FDA-Entscheidung für seinen bis zu 900 Millionen US-Dollar schweren Zukauf hinarbeitet, versucht NeuroThera zu zeigen, ob aus einem frühen 21-Prozent-Signal ein belastbarer klinischer Ansatz werden kann.

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Quellen

https://www.tevapharm.com/
https://www.neurothera.com/
https://www.biopharmadive.com/news/teva-emalex-acquisition-deal-tourette-drug-biotech/818827/

Lassen Sie sich in den Verteiler für Neurothera Labs Inc oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Neurothera Labs Inc" oder "Nebenwerte".

Neurothera Labs Inc
Land: kanadisch
ISIN: CA64136J1012
Neurothera Labs Inc

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Enthaltene Werte: US8816242098,CA64136J1012

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