Berlin - Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will das Abstammungsrecht ändern, um lesbischen Paaren mit Kindern gleichzustellen. "Auch Kinder, die in eine Partnerschaft von zwei Frauen geboren werden, sollten von Geburt an zwei Elternteile haben können", sagte sie der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe).
Im geltenden Abstammungsrecht sei Mutter natürlich die Frau, die das Kind geboren habe. Ihre Partnerin sei bei der Geburt nicht Mutter und müsse das Kind adoptieren, um Mutter zu sein. Das gelte auch dann, wenn der Samenspender gar nicht rechtlicher Vater werden wolle oder könne, erklärte Hubig. Dass Kinder, die in eine Partnerschaft von zwei Frauen geboren werden, von Geburt an zwei Elternteile haben können, lasse sich regeln, "ohne an den Grundfesten des Abstammungsrechts zu rütteln".
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits 2025 in der Talkshow von Caren Miosga in der ARD bejaht, dass unter einem Kanzler Merz homosexuelle Ehepaare beim Adoptionsrecht gleichgestellt werden sollen. Der Bundesrat hatte kurz darauf die Bundesregierung aufgefordert, die Diskriminierung von Zwei-Mütter-Regenbogenfamilien zu beenden.
Eine Änderung der Leihmutterschaftsregeln lehnte Hubig mit Blick auf die aktuelle Koalition mit der Union ab. "Für die Union ist eine Liberalisierung der Leihmutterschaft tabu. Das respektiere ich. Da werden wir nichts ändern", sagte sie. Ganz anders gelagert sei die Frage, wie das Recht mit Kindern umgehe, die per Samenspende gezeugt werden und in einer Partnerschaft von zwei Frauen geboren werden. Hier werbe sie für eine behutsame Reform, sagte die Ministerin.
Der Fall von Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte die Debatte um Leihmutterschaft ins Rollen gebracht.
Im geltenden Abstammungsrecht sei Mutter natürlich die Frau, die das Kind geboren habe. Ihre Partnerin sei bei der Geburt nicht Mutter und müsse das Kind adoptieren, um Mutter zu sein. Das gelte auch dann, wenn der Samenspender gar nicht rechtlicher Vater werden wolle oder könne, erklärte Hubig. Dass Kinder, die in eine Partnerschaft von zwei Frauen geboren werden, von Geburt an zwei Elternteile haben können, lasse sich regeln, "ohne an den Grundfesten des Abstammungsrechts zu rütteln".
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits 2025 in der Talkshow von Caren Miosga in der ARD bejaht, dass unter einem Kanzler Merz homosexuelle Ehepaare beim Adoptionsrecht gleichgestellt werden sollen. Der Bundesrat hatte kurz darauf die Bundesregierung aufgefordert, die Diskriminierung von Zwei-Mütter-Regenbogenfamilien zu beenden.
Eine Änderung der Leihmutterschaftsregeln lehnte Hubig mit Blick auf die aktuelle Koalition mit der Union ab. "Für die Union ist eine Liberalisierung der Leihmutterschaft tabu. Das respektiere ich. Da werden wir nichts ändern", sagte sie. Ganz anders gelagert sei die Frage, wie das Recht mit Kindern umgehe, die per Samenspende gezeugt werden und in einer Partnerschaft von zwei Frauen geboren werden. Hier werbe sie für eine behutsame Reform, sagte die Ministerin.
Der Fall von Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte die Debatte um Leihmutterschaft ins Rollen gebracht.
© 2026 dts Nachrichtenagentur
